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Datenkrake nervt Gamer
27. Oktober 2011 20:36; Akt: 27.10.2011 21:17 Print
Wie Electronic Arts die Gamer ausspioniert
Spiele-Gigant Electronic Arts nimmt sich mit seiner Online-Verkaufsplattform Origin das Recht heraus, in den PCs der Gamer zu schnüffeln. «So nicht!», sagt die Game-Community.

EA führe mit seinem Download-Shop Origin einen Kopierschutz durch die Hintertür ein, lautet ein Vorwurf der Gamer. (Bild: Screenshot: Origin)
Electronic Arts (EA) steht mit seiner neuen Download-Plattform Origin seit Wochen in der Schusslinie von Gamern und Datenschützern. Wer populäre EA-Spiele wie «Battlefield 3» oder «Die Sims» auf seinem PC, Handy oder Tablet spielt, räumt dem Game-Giganten umfassende Rechte ein, den eigenen Rechner auszuspähen.
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Das Perfide daran: Künftig wird vermutlich jedes EA-Spiel die Installation von Origin – ein Programm zum Herunterladen der Spiele – voraussetzen. EA installiere damit «einen Kopierschutz durch die Hintertür», schreibt das Fachmagazin «GameStar». Man könne Origin auch «als Spionage-Programm bezeichnen, da sich der Konzern das Recht herausnimmt, auf alle Informationen über und auf dem Computer zuzugreifen, um zu prüfen, ob keine illegalen EA-Produkte installiert sind.»
Daten-Sammelwut
Aus den 45 Seiten umfassenden Endbenutzer-Lizenzvereinbarungen (EULA) geht hervor, dass EA umfassend Daten über die Gamer sammelt, darunter auch personenbezogene Informationen. Aufgezeichnet werden unter anderem Spielstatistiken, Klickpfade, Benutzer-ID, Geschlecht, Postleitzahl, Daten über Hard- und Software, Plattform, Spielsystem einschliesslich Geräte-IDs, Internet Protocol (IP)-Adresse und MAC-Adresse.
In den Nutzungsbedingungen schreibt EA von Daten wie der IP- oder MAC-Adresse (die Identifikations-Nummer der Hardware), die erhoben würden, da sie nicht-personenbezogen seien. Zumindest die individuelle MAC-Adresse kann aber auf jeden Fall einer bestimmten Person zugeordnet werden.
Spiele-Magazin lässt Rechtsanwalt AGBs prüfen
Dem deutschen Spiele-Magazin «GameStar» waren die Nutzungsbedingungen suspekt. Es hat sie daher von Rechtsanwalt Thomas Schwenke überprüfen lassen. Dieser erklärt das Verhalten des Game-Publishers wie folgt: «EA speichert alle Informationen über die Hardware, die Software, das Spielverhalten, die Käufe und die Interaktionen mit Freunden des Nutzers X. Und dann speichert EA ‹separat› dazu, dass Nutzer X den Namen Petra Schmitz trägt. Damit kann der Hersteller all diese Daten der Frau Schmitz zuordnen.»
In der ursprünglichen Version der Endnutzervereinbarung wollte EA die gesammelten Informationen für Marketingzwecke brauchen und behielt sich das Recht vor, «die über die Anwendung stattfindende Kommunikation zu überwachen», wie den Vertragsbedingungen zu entnehmen ist. Konkret wollte EA somit auch die Chatgespräche seiner Nutzer für kommerzielle Zwecke auswerten. Nach Protesten aus der Gamer-Community, die von der Fachpresse aufgenommen wurden, krebste das Unternehmen im August 2011 in diesen Punkten zurück.
Umfangreiche Datenschutz-Verstösse
Rechtsanwalt Schwenke kommt nun zum Schluss, dass die Nutzungsbedingungen und der Endbenutzer-Lizenzvertrag von Origin umfangreiche Verstösse gegen Verbraucher- und Datenschutzrechte enthalten. Mehrere Bestimmungen in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) seien unwirksam, da in den AGBs keine für den Nutzer überraschenden oder intransparenten Bedingungen formuliert werden dürfen. Ein Konsument müsse nicht damit rechnen, dass er durch die Nutzung einer Online-Plattform möglicherweise alle seine Daten auf dem PC preisgibt. Im Weiteren sei für den Betroffenen nicht klar, welche Daten im Detail erhoben würden, argumentiert Schwenke.
EA: Wir spionieren Gamer nicht aus
Dass es auch anders geht, zeigt EAs Konkurrent Valve. Bei der populären Konkurrenz-Plattform Steam haben die Nutzer die Möglichkeit, die Datensammlerei komplett abzulehnen. Diese Möglichkeit wird es für Origin-Nutzer nicht geben, wie «GameStar» schreibt.
EA hat in den angepassten Endnutzer-Vereinbarungen zu den Vorwürfen Stellung genommen und lässt die Kunden wissen: Electronic Arts würde niemals Daten verkaufen, die Personen zugeordnet werden können, noch würde das Unternehmen Spyware benutzen oder auf den Rechnern der Kunden installieren. Personenbezogene Daten würden nicht veröffentlicht, es sei denn, juristische Umstände verlangten es.
(owi)
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Alle 140 Kommentare















































Origin in Virtual PC
Kann man sich nicht einfach Microsoft's Virtual PC runterladen, ein virtuelles System mit Win 7 installieren und BF3 mit Origin installieren? Wäre der Leistungsverlust gross?
Nein
Kannste vergessen... auch mit top Hardware. Ausserdem ist die 3D Beschleunigung(Unterstützung) eingeschränkt.
Virtual PC hat keine Hardware
Das Problem mit Virtual PC ist, dass auch die Hardware Virtuell also Simulliert wird. Das hat zurvolge, dass der Virtual PC extrem schlechte leistung hat, welche nichtmal in der lage ist 5-10 Jährige games flüssig darzustellen.
Ipad als Konsole -> Ja, Doch
Vor 2 Monaten habe ich meine PS3 und meine XBox mit allen Games verkauft und mir statt dessen ein iPad 2 geholt, und Titel wie Dead Space, Modern Combat, Rage, Battlefield, Asphalt, Infintiy Blade, N.O.V.A. und viele mehr draufgeladen, mittlerweile zocke ich lieber auf dem iPad, positiver Nebeneffekt: Alle Games gehen auch auf dem iPhone.
What?!!
Du verkaufst deine PS3 und XBox für das iPad 2? Nenn dich nicht Gamer!! Grösster Fehler, den man machen kann!
Eine Option- aber nicht für Battlefield3
Werde ich nie machen, ist jedoch eine Option. ABer ein Ipad, bzw. allgemein ein Tablet wird noch mindestens 6-10 Jahre brauchen bis es an die Grafik der Ps3 rankommt, so wie auch das Gameplay (Hab Call of Duty Zombies auf dem Ipad, so gut wie unbrauchbar, da die Steuerung total mies ist) ausserdemm können da noch lange keine Titel wie Fallout drauf, da die alleine schon über 10 GB brauchen. UNd ich kann auch nicht auf nem 65 Zoll Fernseher zocken. Es ist eine Option, aber nicht für mich und für Gamer von Battlefeild wohl schon gar nicht, da die Grafik neue Massstäbe setzt!
Vercasualisierung
Wer sich zum spielen ein Tablet/Smartphone holt kann meiner Meinung nach kein richtiger Gamer sein. Die Spiele auf diesen Geräten sind doch nur auf Casualspieler ausgelegt, ein bisschen auf dem Screen rumwischen und fertig. Wie soll man auf dem iPad genau zielen, gleichzeitig laufen und dann noch einen Button zum Schiessen drücken? Ohne dauernd auf die Bedienelemente zu schauen verrutscht man dauernd, da man kein haptisches Feedback hat. Und ob Apple nicht weitaus schlimmere Dinge macht als Origin möchte ich mal anzweifeln.
Das nennt man Entwicklung/Zukunft :'D
Gut, dass mein Freund seinen Laptop komplett neu gemacht hat (also alles deinstalliert, neues Programm und so drauf):/ Jetzt werd ich erst recht nicht mir origin runterladen. Tja und Konsole zocken ist auch nicht mehr so sicher wie es einmal warXD