Trend mit Tücken

04. März 2010 01:02; Akt: 04.03.2010 01:02 Print

Smartphones und Social Networks

von Michel Pescatore - Soziale Netzwerke sind der Trend schlechthin, wollen doch alle jederzeit ihre Freunde an den eigenen Gedanken teilhaben lassen. Kein Wunder verschmelzen soziale Apps und Telefonfunktionen bei den Smartphones immer mehr. Ein Trend mit ungeahnten Nebenwirkungen.

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«Soziale Integration»: Neue Apps lassen Privates und Öffentliches verschmelzen.

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Waren vor noch nicht allzu langer Zeit für mobile Geräte angepasste Websites der letzte Schrei, geht seit dem Erfolg von Apples App-Stores nichts mehr ohne eigene Applikation. Während sich LinkedIn und Xing vor allem auf ihre Stammkundschaft im Geschäftsfeld mit Blackberry konzentrieren, überschwemmen Facebook & Co. die restliche Welt der Smartphones. Ob Nokias Symbian, WebOS von Palm oder Android, wie es etwa in Motorolas Milestone verwendet wird, integrieren sie alle ausnahmslos die Facebookfreunde ins eigene Adressbuch, verkünden des Besitzers Gedanken über Twitter und lassen ihn die neusten Schnappschüsse mit der Welt teilen. Die Sense-Oberfläche von HTC geht sogar noch einen Schritt weiter und vermag jegliche Internetaktivitäten der Freunde in einem separaten Kanal zu sammeln. Big Brother lässt grüssen.

Doch die Verschmelzung der sozialen Netzwerkdienste mit der Telefonfunktion hat auch seine Tücken, wenn man nicht aufpasst: So darf man sich nicht wundern, wenn Facebook auf einmal die privaten Telefonkontakte der Community präsentiert oder Googles neues Buzz heikle E-Mail-­Details ausplaudert. Zur Kostenkontrolle sei Vielnutzern zudem eine Internet-Flatrate ans Herz gelegt.