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12. Februar 2009 13:07; Akt: 12.02.2009 16:07 Print

Explodierende Handys - alles gelogen

Erst vergangene Woche geisterte durch zahlreiche Medien, dass ein Chinese durch einen explodierenden Handy-Akku getötet wurde. Das Ganze entpuppt sich jetzt als Zeitungs-Ente.

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Der Besitzer eines Computergeschäfts im südchinesischen Guangzhou wurde letzte Woche von der Polizei tot aufgefunden. Neben ihm lag sein zersplittertes Handy. Die Ermittler sind deshalb davon ausgegangen, dass das Handy explodiert sei. Durch den chinesischen Nachrichtendienst wurde die Geschichte in Windeseile in die Welt hinausgetragen.

Wie sich nun aber herausstellte, kam der junge Mann durch eine Pistole «Marke Eigenbau» ums Leben. Beim Hantieren mit dem Schiesseisen hatte sich offensichtlich ein Schuss gelöst, der die tödliche Verletzung der Halsschlagader verursachte.

Schreckensmeldungen dieser Art tauchen immer wieder in den Medien auf. In den meisten Fällen stellen sie sich als Zeitungsenten heraus. Ein Fall, der sich 2007 ereignete, scheint allerdings zu stimmen. Damals erlag ein Elektro-Schweisser seinen tödlichen Verletzungen, weil sein Handy in der Brusttasche explodiert war. Zu der Überhitzung des Mobiltelefons führte allerdings nicht der Akku, sondern das Schweissgerät, welches einfach zu nahe am Gerät gehalten wurde.

(mbu)