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Wissenschaftler entdecken erotisierende Klingeltöne

Spezielle Klingeltöne – so genannte Pherotones – sollen beim Menschen Lustgefühle bewirken. Wissenschaftliche Sensation oder PR-Gag?

Wissenschaftlerin Vandenberg (o.l.) zeigt die Wirkung von Pherotones anhand eines TV-Spots. (Bild: nik)
Wissenschaftlerin Vandenberg (o.l.) zeigt die Wirkung von Pherotones anhand eines TV-Spots. (Bild: nik)

Sie möchten sexuell begehrt werden? Dann können Sie sich einen Pheromon-Spray zutun – die darin enthaltenen Sexualhormone machen einen für andere Menschen angeblich unwiderstehlich. Oder aber Sie setzen auf modernsten High-Tech und laden sich so genannte Pherotones aufs Handy: Klingeltöne, die Ihre Mitmenschen in Wallung versetzen.

Entdeckt wurden die melodiösen Scharfmacher von der US-Ärztin Myra Vanderhood. Auf ihrer Website erklärt die Wissenschaftlerin die Wirkung von Pherotones und bietet sie zum Download an. Zur Auswahl stehen beispielsweise «A Good Strong Man», «El Cuddlero» oder «Testosteroni».

Die erotisierende Kraft der vielversprechenden Klingeltöne darf allerdings angezweifelt werden. Bei genauem Hinschauen entpuppt sich die Website nämlich als Werbekampagne für einen Handyanbieter. Mit der pseudo-wissenschaftlichen Internet-Aktion bricht die Firma bewusst mit traditionellen Werbe-Strategien und versucht so die Aufmerksamkeit ihrer Kunden zu gewinnen.

Die Klingeltöne stehen indes tatsächlich kostenlos zur Verfügung – und vielleicht regt sich bei der Melodie von «A Good Strong Man» ja tatsächlich was.

Philippe Zweifel

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