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Mobiltelefonie
09. September 2010 08:26; Akt: 09.09.2010 11:50 Print
Orange, Sunrise, Swisscom senken Gebühren
Die Mobiltelefonie-Anbieter senken die Terminierungsgebühren um bis zu 50 Prozent. Nicht alle Kunden profitieren davon.
Per 1. Oktober senken Sunrise und Orange ihre Mobilfunkterminierungsgebühren (MT-Gebühren) an Swisscom von 17 auf 10 Rappen. Per 1. Januar 2011 werden Sunrise und Orange eine zusätzliche Reduktion auf 8,75 Rappen pro Minute vornehmen, wie die Unternehmen am Donnerstag mitteilten. Im Gegenzug werde Swisscom den anderen Anbietern 8 Rappen pro Minute statt bisher 14 Rappen verrechnen. Am 1. Januar 2011 erfolgt auch hier eine weitere Senkung der Gebühr auf 7 Rappen. Laut Mitteilung der Swisscom entspricht dies dem europäischen Niveau.
Die Swisscom will auch die Preise für Privat- und Geschäftskunden anpassen. «Man darf nicht vergessen: Schon in den letzten Jahren sind die Preise in der Telekommunikation massiv gesunken» betont ein Swisscom-Sprecher auf Anfrage von 20 Minuten Online. Wie stark die Kunden schlussendlich profitieren werden, konnte er aber noch nicht sagen. Die künftigen Preise würden derzeit erarbeitet, hiess es ohne genauere Angaben.
Sunrise und Orange halten an Preisen fest
Für Sunrise-Kunden wird sich nichts ändern. «Sunrise ist bereits günstigster Anbieter in der Schweiz. Wir haben unsere Betreiberkosten immer tief gehalten und unsere Margen sind klein. Jetzt erhalten wir noch weniger Geld wenn ein Swisscom Kunde über unser Netz telefoniert, dieser Umstand kann nicht zu tieferen Preise führen», erklärt eine Pressesprecherin. Die Swisscom könne die Preise senken, weil sie im Vergleich höher sind und es dadurch mehr Potenzial zur Preissenkung gäbe.
Auch für Orange-Kunden bleibt alles beim Alten. «Die Terminierungsgebühren haben keinen direkten Einfluss auf die Tarife, welche die Mobilfunkkunden bezahlen. Das deshalb, weil wir durch die Senkung der Terminierungsgebühren einerseits zwar weniger für das Durchstellen eines Gesprächs in ein anderes Mobilfunknetz bezahlen müssen, andererseits aber auch weniger für ein Gespräch einnehmen, das von einem anderen Netz in unseres Netz durchgestellt wird», so eine Unternehmenssprecherin auf Anfrage von 20 Minuten Online.
Auslöser der Verhandlungen zwischen den drei Schweizer Mobiltelefon-Netzbetreibern war eine Klage des Festnetzanbieters VTX bei der Eidgenössischen Kommunikationskommission (ComCom) gegen die Höhe der Terminierungsgebühren der Swisscom. Tiefere MT-Gebühren hatte auch Verizon gefordert.
(mbu/sda)

























