04. Dezember 2007 15:14; Akt: 04.12.2007 15:41 Print

One Laptop per Child: Nachfrage steigt

Der Entwicklungshilfe-PC «One Laptop per Child» (OLPC) findet reissenden Absatz. Die Regierung von Peru bestellte 260 000 Geräte.

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Damit steht die Zahl des aktuell verkauften OLPC-Modells XO bei 600 000 Stück. «Ich glaube, dass diese Zahl bis Ende des Jahres noch steigen wird und in den kommenden Wochen und Monaten noch einige Bestellungen von verschiedenen Ländern hinzukommen werden. Die peruanische Order hat hier sicherlich Vorbildwirkung», ist Christoph Derndorfer, Sprecher von OLPC Austria überzeugt.

Die Idee, jedem Kind einen Laptop zur Verfügung zu stellen, wurde vor rund drei Jahren erstmals präsentiert. Das damals mit dem Namen 100-Dollar-Laptop bezeichnete Notebook kostet nun effektiv 188 Dollar. Die Produktion wurde im November gestartet und die ersten Geräte mittlerweile an Uruguay ausgeliefert.

In der Zwischenzeit haben jedoch auch andere Unternehmen das Potenzial dieser Zielgruppe erkannt und bieten ähnliche Produkte. Intel beispielsweise versucht mit dem Classmate PC ebenfalls Kinder in Ländern mit Entwicklungsbedarf IT-Ausstattung zukommen zu lassen. Der Elektronikhersteller Asus wiederum bietet mit dem EeePC ein kompaktes Mini-Notebook zum Preis von 300 Euro, das jedoch weltweit verkauft wird.

Konkurrenz für den XO sieht Derndorfer jedoch nicht: «Dass es dank den Anstrengungen von OLPC mittlerweile weitere Firmen gibt, die sehr günstige Laptops vor allem für Entwicklungsländer anbieten, ist eine unglaublich tolle Sache. Noch vor zwei Jahren hat Intel den XO als Gadget abgetan und jetzt versucht die Firma, mit grössten Anstrengungen ein vergleichbares Produkt anzubieten.»

(pte)