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Flughafensicherheit
15. Januar 2010 14:45; Akt: 15.01.2010 14:59 Print
Leichtes Spiel für Terroristen
Hacker zeigten gestern Abend in der ARD, wie einfach es für Terroristen ist, Sicherheitsschranken an deutschen Flughäfen zu knacken. Auf dem Airport in Zürich wird ein System desselben Anbieters verwendet. Die Sicherheit sei aber trotzdem gewährleistet, heisst es.

Mitglieder des Chaos Computer Clubs demonstrieren, wie einfach sich Sicherheitssysteme auf Flughäfen austricksen lassen.
In deutschen Medien ist die Aufregung gross, das Newsportal SpiegelOnline berichtet von «alarmierenden Sicherheitslücken». Auslöser war ein Bericht des ARD-Politmagazins «Kontraste» von gestern Abend. Darin wurde gezeigt, wie einfach sich Terroristen unbemerkt Zugang auf das Flughafengelände verschaffen können.
Mit Hilfe eines handlichen Lesegerätes werden per Funk die Chipkarten von Flughafenmitarbeitern ausgelesen und kopiert. Dafür muss nur nah genug an einem Mitarbeiter vorbeigegangen werden, zum Beispiel auf der Roltreppe - und schon fliessen die sensiblen Zugangsdaten auf das Lesegerät. So wird es selbst zu einem falschen Mitarbeiterausweis und Sicherheitstüren lassen sich problemlos passieren. Die Komponeneten für das Gerät sollen um die 300 Franken kosten. Zum ersten Mal auf den Skandal aufmerksam gemacht haben die zwei deutschen Computerspezialisten Karsten Nohl und Henryk Plötz am Treffen des Chaos Computer Clubs (CCC) im vergangenen Dezember.
Flughafen Zürich: «Kein Handlungsbedarf»
Offenbar liegt die Schwachstelle am Zugangssicherungssystem Legic Prime des Schweizer Anbieters Legic. Es lässt sich so leicht knacken, weil laut Aussage von Karsten Nohl auf eine Verschlüsselung der Daten verzichtet wird. Laut der Firmen-Webseite zählt Legic auch den Flughafen Zürich zu ihren Kunden. Dies bestätigt auch eine Unique-Pressesprecherin gegenüber 20 Minuten Online. Handlungsbedarf sieht man deswegen allerdings noch nicht: «Einfach eine kopierte Karte an das Lesegerät zu halten verschafft noch lange keinen Zutritt. Sonst würde ja auch jeder verlorene Badge zu einer potentiellen Gefahr. Bei uns müssen sämtliche Mitarbeiter einen Kontrollposten passieren. Wie die Sicherheitsmassnahmen im Detail aussehen, bleibt aber unser Geheimnis», so die Sprecherin.
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Die Sicherheitslücken an deutschen Flughäfen, der jüngst vereitelte Anschlag auf eine Passagiermaschiene, die von Amsterdam nach Detroit unterwegs war: Die europäische Flugsicherheit wird auf eine harte Probe gestellt. Wie fühlen Sie sich am Flughafen und im Flieger? Nehmen Sie jetzt an unserer Umfrage teil!
(mbu)

























