Von analog zu digital

06. Dezember 2011 10:26; Akt: 06.12.2011 18:56 Print

So retten Sie Ihre VHS-Schätze

Mit dem richtigen Programm lassen sich alte Filme auf Videokassetten ins digitale Zeitalter retten. Was sich nach einem Projekt für Technikfreaks anhört, ist mit wenigen Handgriffen erledigt.

storybild

Mit dem Hard- und Softwarepaket «Retten Sie Ihre Videokassetten» bringen auch Technik-Laien ihre alten Videos auf VHS-Kassetten auf den PC. (Bild: magix.com)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Gerade an Weihnachten schwelgt so mancher gerne in Erinnerungen an alte Zeiten. Vielleicht wird dann auch die ein oder andere VHS-Videokassette hervorgeholt und mal wieder abgespielt. Dabei sollte man auch daran denken, dass solche Kassetten nicht ewig halten und dass man sie ja auch digitalisieren, auf Festplatte speichern oder gleich auf CD oder DVD brennen könnte. Mit einem Computer, den entsprechenden Kabeln und der Software ist das mit wenigen Handgriffen erledigt.

Was sich nach einem Plan für Technikfreaks anhört, muss es nicht unbedingt sein. Im Handel sind Komplettsets erhältlich, die das Überspielen der VHS auf den Computer denkbar einfach machen. Jetzt schon in der fünften Version erschienen ist von Magix das Hard- und Softwarepaket «Retten Sie Ihre Videokassetten». Das enthält alles, was man zum Digitalisieren braucht.

Das Paket besteht aus einem sogenannten Video-Grabber für den USB-Anschluss und einer Videobearbeitungssoftware, dem Programm «Magix Video easy». In dem Paket liegen auch alle Kabel und Adapter für den Anschluss an den VHS-Player. Ein kleines Handbuch erklärt, was wie und wo angeschlossen wird. Wer zwar noch alte VHS hat, aber keinen Rekorder mehr dazu, wird schnell in Online-Auktionen fündig, da gibt es Geräte schon für wenige Franken.

Übersichtliche und klare Nutzerführung

Wenn die Software installiert, der USB-Videograbber eingesteckt und mit dem VHS-Player verbunden ist, dann kann es auch schon losgehen. So wie VHS lassen sich übrigens auch Video 8-, S-VHS- und Hi8-Kassetten digitalisieren. Beim Start des Video-Programms erscheint eine sehr aufgeräumte und übersichtliche Oberfläche, die mit grossen Schaltflächen versehen wurde. Man spult den Film an die gewünschte Stelle, und drückt auf Aufnahme.
Das war's dann schon fast. Vielleicht sollte man sich einen Wecker stellen, damit man das Ende des Films nicht verpasst und rechtzeitig die Aufnahme beendet. Ganz genau muss man aber weder Anfang noch Ende nehmen, schwarze oder sonstige unerwünschte Ausschnitte werden im nächsten Arbeitsschritt mit dem Videoprogramm herausgeschnitten. Mit dem kann man auch Helligkeit, Farben, Lautstärke und auch die Geschwindigkeit des Bildes korrigieren, falls das Band schon zu ausgeleiert ist. «Video easy» ist wirklich leicht zu bedienen. Das Schneiden des Films lässt sich bequem mit Maus, den Pfeiltasten und der Leertaste erledigen.

Das fertige Video kann man dann noch mit einem Titel und einer der DVD-Menüvorlagen versehen, die das Programm etwa für Hochzeiten, Geburtstage oder Urlaubsreisen und anderes mehr bereit hält. Wer will, spricht einen eigenen Audio-Kommentar dazu. Dann wird das ganze als MPEG-2 oder Windows Media Video gespeichert. Letzteres empfiehlt sich besonders, wenn man das Filmchen online speichern möchte und zum Beispiel direkt auf Facebook hochladen möchte.

(Fast) kostenlose Alternativen für technisch Versierte

Das System läuft auf Windows-Rechnern ab XP. Der Computer darf aber schon etwas flotter sein. Er sollte mindestens mit einem Intel-Pentium-4-Prozessor ab 2 GHz oder einem vergleichbaren AMD-Prozessor ausgestattet sein und mindestens 512 MB Arbeitsspeicher haben. Für die Programminstallation werden rund ein GB freier Festplattenspeicher gebraucht. Die Grafikkarte sollte eine DirectX-9.0-Unterstützung und eine Bildschirmauflösung von mindestens 1024 mal 768 bieten. An Importformaten unterstützt das Programm bei Videos AVI, DV-AVI, MPEG-1, MPEG-2, MXV, QuickTime und WMV(HD). Als Exportformate gibt es MPEG-2 und WMV(HD).

Für technisch Versiertere gibt es natürlich auch (fast) kostenlose Alternativen zu dem Magix-Programmpaket. Voraussetzung dafür ist eine PC-Fernsehkarte. Auch darüber lässt sich ein Video von einem VHS-Player auf den Computer überspielen. Als Software kann man etwa das kostenlose VirtualDub oder ein anderes Videoprogramm nutzen, mit dem man auch aufnehmen kann, schneiden und wieder kodieren kann. Für Anfänger auf jeden Fall empfehlenswerter ist so ein Komplettpaket.

«Magix - Retten Sie Ihre Videokassetten! Version 5» ist online und im Handel für 70 bis 100 Franken erhältlich. Ähnliche Programmpakete gibt es auch von anderen Anbietern, sie kosten zwischen etwa 15 und 50 Franken. Dabei sollte man aber unbedingt auf die Ausstattung vor allem mit Kabeln und Adaptern achten.

(ap)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Quasimodo am 08.12.2011 06:31 Report Diesen Beitrag melden

    lohnt nicht

    Meiner Erfahrung nach mit ein paar Vynil LPs und und zwei VHS Kassetten zeigt deutlich, dass das nur was für Leute mit guter Hardware, VIEL Zeit und Knowhow in der Nachbearbeitung ist. Das Resultat bei VHS Kopien ist selten gut, da die Quelle schon Mängel aufweist. Ausser privatem lohnt sich das nicht.

  • Reto Petitprince am 07.12.2011 07:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    trotzdem zu kompliziert

    Ausser einigen privaten. Filmen wüsste ich nichts, was übespielenswert wäre. Runterladen oder auf Bluray kaufen. Alles andere finde ich viel zu kompliziert...

  • Martin Hummer am 07.12.2011 06:05 Report Diesen Beitrag melden

    Reportage oder Schleichwerbung?

    Zu diesem Bericht fehlt jetzt nur noch das Online-Bestellformular!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Argus am 09.12.2011 08:57 Report Diesen Beitrag melden

    Nix neues

    Das gab's doch schon lange ? vor 2 Jahren habe ich einen ION "VHS 2 PC" gekauft. Für 100 Franken mehr gibt's sogar ein VHS Videoplayer mit USB Anschluss dazu, dann ist es noch einfacher.

  • Quasimodo am 08.12.2011 06:31 Report Diesen Beitrag melden

    lohnt nicht

    Meiner Erfahrung nach mit ein paar Vynil LPs und und zwei VHS Kassetten zeigt deutlich, dass das nur was für Leute mit guter Hardware, VIEL Zeit und Knowhow in der Nachbearbeitung ist. Das Resultat bei VHS Kopien ist selten gut, da die Quelle schon Mängel aufweist. Ausser privatem lohnt sich das nicht.

  • Reto Petitprince am 07.12.2011 07:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    trotzdem zu kompliziert

    Ausser einigen privaten. Filmen wüsste ich nichts, was übespielenswert wäre. Runterladen oder auf Bluray kaufen. Alles andere finde ich viel zu kompliziert...

  • Martin Hummer am 07.12.2011 06:05 Report Diesen Beitrag melden

    Reportage oder Schleichwerbung?

    Zu diesem Bericht fehlt jetzt nur noch das Online-Bestellformular!

  • T.S. am 06.12.2011 23:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    DVD/VHS-Kombigeraet geht auch!

    Habe ein DVD/VHS-Kombigeraet und schaue mir die VHS-Kasetten damit an. Warum also kopieren? Und mit aktuellen Kombigeraeten kann man eh direkt von VHS auf DVD kopieren.

    • Norbert / M. am 09.12.2011 16:54 Report Diesen Beitrag melden

      Es geht noch einfacher!

      Zwischen dem alten VHS-Recorder und dem neuen digitalen Bildschirm einen Scart-HDMI-Konvertierer schalten oder einen Scart-DVI-Konvertierer (dann muss man sich aber noch zusätzlich um den Ton kümmern). Digitalisieren würde ich nur privates Rohmaterial, das anschliessend sofort zu einem Film verarbeitet wird, weil ich beim Schneiden und Verarbeiten einige Vorteile sehe.

    einklappen einklappen