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21. Dezember 2010 11:46; Akt: 21.12.2010 13:39 Print

Apps schnüffeln User aus

Ohne dass der Besitzer was davon mitbekommt, senden gewisse Smartphones-Apps im Hintergrund persönliche Daten weiter.

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Sowohl Apple- als auch Android-User sollen von der Schnüffel-Attacke betroffen sein.

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Mehr als die Hälfte der populärsten Smartphone-Programme geben Nutzerdaten an andere Firmen weiter. Dazu gehört auch die eindeutige Gerätenummer, mit der ein Besitzer identifiziert werden kann. Fast ebenso viele Programme übermitteln den aktuellen Standort des Telefons und einige sogar Angaben wie Alter und Geschlecht des Benutzers, fand das «Wall Street Journal» in einem Test von über 100 Apps für iPhone- und Android-Modelle heraus.

Zu den schlimmsten Datenschnüfflern zählt demnach das Programm TextPlus 4, ein iPhone-Programm für Textnachrichten, das die Handy- ID-Nummer zusammen mit Postleitzahl, Alter und Geschlecht des Eigentümers an acht Werbefirmen weitergibt. Ähnliches gilt für die Internet-Musikanwendung Pandora, die sowohl bei iPhone- als auch Android-Besitzern Daten an Werbetreibende verrät.

iPhone-Apps übertragen der Studie zufolge generell mehr Informationen als Android-Apps. Trotz Apples Behauptung, dass solche Übertragungen ohne die Zustimmung des Benutzers unmöglich seien und ihm genaue Angaben über die Art und den Bestimmungsort der gelieferte Daten zur Verfügung stehen, würden diese Regeln gebrochen, konstatiert die Zeitung.

Fast die Hälfte der untersuchten App-Anbieter veröffentlicht demnach keine Datenschutzbedingungen mit ihren Programmen. Und weder Apple noch Android-Entwickler Google verlangen solche Angaben von den Software-Herstellern. Grundsätzlich sei es fast unmöglich, Applikationen den Zugang zu individuellen Daten über Gerät und Besitzer zu verwehren, so das «Wall Street Journal».

(sda)