14. Dezember 2006 12:03; Akt: 14.12.2006 13:18 Print

Werde Christ oder stirbWerde Christ oder stirb

Ein PC-Spiel radikaler Christen sorgt in den USA für hitzige Debatten. Ziel des Spiels: Nicht-Christen bekehren und falls man dabei scheitert, töten.

  • Artikel per Mail weiterempfehlen
Fehler gesehen?
Fehler beheben!
Senden

Im Computerspiel «Left behind: Eternal Forces» gilt es als fanatischer Christ alle Andersgläubigen zu missionieren. Scheitert der Bekehrungsversuch, wird der Gegner getötet. Dies gibt zwar ein wenig Minuspunkte, doch sind diese schnell wieder wett gemacht, wenn man seine Spielfigur kurz ein Gebet sprechen lässt. Der Anführer der Bösen ist bei zwei Homosexuellen aufgewachsen und von Beruf UNO-Generalsekretär. Unter seinen Mitarbeitern finden sich Juden und Moslems.

Bei der Supermarktkette Wal-Mart steht das umstrittene Spiel seit einigen Monaten in den Regalen. Trotz heftiger Kritik weigert sich Wal-Mart, das Spiel aus ihrem Sortiment zu nehmen. Jeffrey Frichner, der Hersteller des Spiels kann die Welle der Empörung nicht verstehen. Er bezeichnet es als pazifistisch, weil der Spieler Glaubenspunkte verliere, wenn er den Gegner tötet, anstatt ihn auf den Pfad des Glaubens zu bringen. Dieses Argument steht jedoch auf wackeligen Beinen, da ein Gebet bekanntlich das Punktekonto wieder füllt.