PC-Markt in Europa

15. November 2011 02:22; Akt: 15.11.2011 07:40 Print

Apple und Asus sind die grossen Gewinner

Keine guten Nachrichten für die Computer-Hersteller kurz vor Weihnachten. Vor allem die Netbooks haben sich zu Ladenhütern entwickelt. Aber es gibt auch positive Ausnahmen.

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Vor allem Notebooks und Netbooks verkaufen sich weniger gut. Die Konkurrenz durch Tablets scheint sich bemerkbar zu machen.

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Auch ohne die iPad-Verkäufe zu zählen, hat Apple im letzten Geschäfts-Quartal deutlich besser geschäftet als das Gros der PC-Konkurrenz. Während die PC-Verkäufe in Westeuropa im Vergleich zum Vorjahr um über 11 Prozent rückläufig waren, nahmen die Mac-Verkäufe um 19,6 Prozent zu. Nur Asus konnte sich noch mehr steigern. Der auf Windows-Notebooks spezialisierte Konzern aus Taiwan hat eine Zunahme um 20,3 Prozent vorzuweisen.

Marktführer in Westeuropa bleibt Hewlett-Packard (HP) mit einem Marktanteil von 22,7 Prozent, gefolgt von Acer mit 15,2 Prozent und Asus mit 10,6 Prozent. Dell folgt mit 9,8 Prozent auf Platz 4, Apple liegt bei 7,6 Prozent und kann den fünften Platz einnehmen. Die Zahlen stammen vom IT-Marktforscher Gartner. Insgesamt wurden von Juli bis September 14,8 Millionen Computer verkauft - vor einem Jahr waren es im gleichen Zeitraum noch 16,7 Millionen gewesen. Nicht berücksichtigt wurden die Tablets.

Einbruch bei Netbooks

Von den einzelnen Geräteklassen erlebte der Notebook-Sektor einen besonders starken Rückgang mit einem Minus von 12,6 Prozent. Grund war vor allem das Minus von mehr als 40 Prozent bei den Mini-Notebooks/Netbooks. Klassische Desktop-Computer (PCs) wurden 8,7 Prozent weniger verkauft.

Bemerkenswert sei, dass das dritte Quartal wegen der Kaufbereitschaft zu Schuljahresanfang traditionell ein starkes Quartal für die PC-Industrie sei, was den Endkunden-Bereich angehe, sagte eine Gartner-Analystin.

Düstere Aussichten

Analysten rechnen damit, dass das vierte Quartal ebenfalls schlechter als im Vorjahr ausfallen könnte. Begründet wird dies mit der Unwetterkatastrophe in Thailand. Die Überschwemmungen haben viele Zulieferer von Festplatten-Komponenten und Festplatten-Hersteller lahmgelegt. Voraussichtlich werde es nicht zu Lieferengpässen kommen, jedoch sei mit höheren Preisen zu rechnen. Dies wiederum dürfte sich negativ auf die Verkaufszahlen auswirken.

(dsc/ap)