Browser-Studie

04. Mai 2010 10:25; Akt: 04.05.2010 11:47 Print

Internet Explorer verliert immer mehr User

Monat für Monat kehren mehr Benutzer dem Microsoft-Browser den Rücken. Im vergangenen April ist der Marktanteil zum ersten Mal unter die 60-Prozent-Marke gesunken.

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Vom Abwärtstrend des Internet Explorers hat der Google-Browser Chrome im April am stärksten profitiert.

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In der aktuellen Studie belegen die Analysten des US-Marktforschungsinstituts «Net Applications», dass der Microsoft-Browser in punkto Verbreitung einen historischen Tiefpunkt erreicht hat. Im April halten sämtliche auf dem Markt angebotenen Versionen des Internet Explorers (IE) einen Marktanteil von 59,95 Prozent. Damit hat der IE im Vergleich zum Vormonat 0,7 Prozentpunkte eingebüsst und ist erstmals unter die 60-Prozent-Marke gerutscht. Der Abwärtstrend ist seit über zwei Jahren zu beobachten, Monat für Monat verliert der Microsoft-Browser mehr User. Noch im Mai 2008 lag sein Marktanteil bei 75,94 Prozent. Für die Studie wurden die Zugriffe auf rund 40 000 Webseiten berücksichtigt.

Auf dem zweiten Platz folgt der Firefox der Mozilla Foundation. Der Open-Soure-Browser erreicht einen Marktanteil von 24,6 Prozent und kann einen leichten Zuwachs von 0,07 Prozent verbuchen. Der Aufsteiger des Monats ist Google mit dem Chrome-Browser. Jeden Monat gewinnt er mehr Benutzer und erreicht mit einem Zuwachs von 0,6 Prozentpunkten mittlerweile einen Marktanteil von 6,73 Prozent. Damit belegt er den dritten Platz unter den beliebtesten Browsern. Danach folgt der Apple-Browser Safari mit einer Verbreitung von 4,72 Prozent und der Opera mit 2,3 Prozent.

Der wachsende Marktanteil des Google-Browsers liegt zum einen darin begründet, dass die weltgrösste Suchmaschine seit Dezember 2009 auf ihrer Startseite Nutzer auffordert, Chrome herunterzuladen. Das Unternehmen macht aber mittlerweile auch klassische Bannerwerbung - unter anderem auf Nachrichtenseiten wie spiegel.de und bild.de. In Werbespots wird immer wieder auf die Geschwindigkeit, mit welcher der Browser Webseiten anzeigen soll, verwiesen.

Chrome gewinnt den Speed-Test

Seit Anfang März müssen Windows-Nutzer aktiv von Microsoft auf andere Surfprogramme als den Internet Explorer aufmerksam gemacht werden (20 Minuten Online berichtete). Die Redmonder präsentieren diese aber nicht freiwillig, sondern auf Druck der EU-Kommission. Diese hatte dem Unternehmen vorgeworfen, den Internet Explorer zu eng an sein Betriebssystem Windows zu koppeln, das immer noch auf rund 90 Prozent aller Rechner weltweit läuft.

20 Minuten Online hatte die fünf grössten Browser einem Speed-Test unterzogen. Dabei konnte der Chrome das Rennen für sich entscheiden. Er glänzte vor allem durch seine Performanceleistungen. Wer den Test-Sieger nutzen will, sollte sich bewusst sein, dass dieser eine Vielzahl Daten an Google sendet. Der Suchmaschinenanbieter liefert aber auf einer Hilfeseite Tipps, wie man dies verhindert.

(mbu)