IFA

08. September 2010 23:00; Akt: 08.09.2010 19:32 Print

3-D-TV benötigt noch lange Spezialbrillen3-D-TV benötigt noch lange Spezialbrillen

Der Nachteil am 3-D-Fernsehen ist die Brille, die man sich aufsetzen muss. Zwar wurden an der IFA bereits 3-D-Fernseher ohne Brillen gezeigt, doch taugen diese nicht für das Wohnzimmer.

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Trotz neuer IFA-Trends und Fortschritt: 3-D-Fernsehen ist brillenlos nicht so schnell möglich. (Bild: Keystone)

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Neben den unzähligen 3-D-Fernsehern, die an der Heimelektronik-Messe IFA gezeigt wurden, gibt es einige, die auch ohne Spezialbrille drei­dimensionale Bilder zeigen. Doch steht man vor einem solchen Bildschirm, muss man sich erst einmal eine optimale Sehposition suchen, um den 3-D-Effekt zu sehen. Danach sollte man den Kopf nicht mehr bewegen, weil sonst das drei­dimensionale Bild wieder zerfällt. Immerhin: Das Fraun­hofer-Institut hat einen Prototyp vorgestellt, der via Kamera jede Bewegung des Kopfes und der Augen registriert und so das 3-D-Bild stets an den Betrachter anpassen kann. Das funktioniert aber nur für eine Person. Bei an­deren Konstruktionen können zwar mehrere Personen gleichzeitig ein 3-D-Bild sehen, aber nur, wenn sie sich nicht bewegen.

Wird es dennoch eines Tages Fernseher geben, die ohne Brille den Filmgenuss im Wohnzimmer ermöglichen? «Leider nein», sagt Albrecht Gasteiner, HDTV- und 3-D-Experte von Hdtv-forum.ch. «Brillenlose Systeme sind wegen ihrer eingeschränkten Verwendbarkeit nur in der Wissenschaft oder in der Werbung sinnvoll, dort spielt auch der extrem hohe Preis keine Rolle. Displays in geringer Wackelpostkarten-Qualität werden schon heute in kleinen digitalen Fotorahmen oder 3-D-Handys eingesetzt. Für das 3-D-TV zu Hause werden wir hingegen noch über viele Jahre hinaus eine Brille benötigen.» Um einen Spielfilm in optimaler Qualität dreidimensional sehen zu können, heisst es also auch künftig: Brille auf!

(ray/20 Minuten)