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18. März 2010 11:35; Akt: 18.03.2010 13:15 Print

Displays ohne Atemschutz geputztDisplays ohne Atemschutz geputzt

Bei der Reinigung von Bildschirmen für iPhone und iPod touch hat die Firma Wintek ihre Angestellten giftigen Chemikalien ausgesetzt. Mehr als ein Jahr später sind immer noch viele krank.

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Noch immer sind Angestellte von Wintek im Krankenhaus. Bild: globalpost.com

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Dutzende Arbeiter der Firma Wintek im chinesischen Suzhou, die für Apple Touchscreens hergestellt haben, haben bei deren Reinigung Gesundheitsschäden davongetragen, berichtet globalpost.com. Zu den Symptomen gehören Muskelkrämpfe, Kopfschmerzen und Nervenleiden. Im Oktober hatte Wintek begonnen, ein Putzmittel einzusetzen, welches das giftige Hexan enthält. Die Angestellten hätten spezielle Schutzkleidung tragen müssen, die sie aber nach eigenen Angaben nicht erhielten. Wintek liess seine Mitarbeiter testen und fand bei 62 die Symptome. Seit August 2009 wird das Reinigungsmittel nicht mehr eingesetzt, den Chef der Fabrik hat man gefeuert. Die in Suzhou herstellten berührungsempfindlichen Displays werden in Apples iPhones und iPods verbaut. Der IT-Konzern aus Cupertino hat die Vorfälle bei Wintek bislang nicht kommentiert.

GlobalPost-Reporterin Kathleen E. McLaughlin hat kürzlich ein Krankenhaus besucht, in dem noch immer mehr als zwei Dutzend Opfer medizinisch betreut werden. «Erst dachte ich, dass ich müde und schwach bin, weil ich zu viel arbeitete», erzählte eine Frau, welche täglich zwölf Stunden in der Fabrik war, «nach einigen Wochen wurde mir aber klar, dass ich zum Arzt musste.» Im Januar 2010 war es zu Streiks gekommen. Die Angestellten hatten vergeblich Auskunft darüber verlangt, ob ihr toter Kollege Li Liang an der durch seine Arbeit verursachten Krankheit gestorben war.

Wie 20 Minuten Online Anfang März berichtete, war in drei Firmen, die bei Apple unter Vertrag stehen, Kinderarbeit festgestellt worden. Sie hatten mindestens elf Personen beschäftigt, die noch keine 16 Jahre alt waren. Im jährlichen Annual Report schreibt Apple: «In jeder der drei Einrichtungen haben wir eine Überprüfung aller Beschäftigungsverhältnisse für das betreffende Jahr eingefordert, sowie eine vollständige Analyse des Rekrutierungsprozesses, um zu klären, wie Minderjährige beschäftigt werden konnten.» Apple verschwieg den Standort und die Namen der fehlbaren Unternehmen. Der Grossteil ihrer Zulieferfirmen befindet sich in China, aber auch in Taiwan, Singapur, auf den Philippinen, Malaysia, Thailand, in der Tschechischen Republik und den USA stehen Firmen unter Vertrag.

Viertes iPhone mit Beamer?

Das neue iPhone wird für den Sommer erwartet. Dank iPhone OS 4.0 könnte es multitasking-fähig sein, wenn sich Gerüchte bewahrheiten. Spekuliert werden darf nun auch über eine integrierte Beamer-Funkion, wie patentlyapple.com berichtet. Denn entsprechende Patente des IT-Konzerns aus Cupertino sind unlängst im Netz aufgetaucht. Auch hierzu hielt sich Apple bislang bedeckt.

(hst)