Industriespionage

03. Februar 2010 14:53; Akt: 03.02.2010 18:29 Print

MI5 warnt vor geschenkten USB-SticksMI5 warnt vor geschenkten USB-Sticks

Der britische Inlandgeheimdienst warnt Geschäftsleute vor dem Einsatz geschenkter Flash-Speicher, weil chinesische Spione diese mit Trojanern infizieren, um sensible Unternehmensdaten abzufangen.

storybild

MI5 warnt: Geschenkte USB-Sticks sind mit Vorsicht zu benutzen.

  • Artikel per Mail weiterempfehlen
Zum Thema
Fehler gesehen?
Fehler beheben!
Senden

Der MI5 beschuldigt China, gezielt britische Geschäftsleute mit vermeintlichen Geschenken auszuspionieren, schreibt das Newsportal «Times Online». So würden chinesische Agenten an Messen und Ausstellungen präparierte USB-Sticks und Kameras verschenken. Diese sind mit einem Trojaner versehen, mit dessen Hilfe sich aus der Ferne auf die Computer der User zugreifen lässt. China stellt laut dem MI5 mit seinen Spionageaktivitäten eine der grössten Gefahren für das Vereinigte Königreich dar.

In ihrem vierzehnseitigen Bericht warnt der Inlandgeheimdienst, dass jedes Unternehmen in Gefahr ist, dessen Informationen für China von Interesse sein könnten. Ausserdem seien Hotelzimmer in Städten wie Peking und Shanghai teilweise verwanzt und würden in Abwesenheit des Gastes gerne mal durchsucht.

China weist Spionagevorwürfe aus Prinzip strikte von sich. Erst im vergangenen Januar hatte Google einen Angriff auf Mail-Konten von chinesischen Menschenrechtsaktivisten und regimekritischen Journalisten öffentlich gemacht. Die Angriffe hatten ihren Ursprung in China. In Peking will man davon aber nichts gewusst haben. Ein Regierungssprecher verteidigte sich und sagte gegenüber der Nachrichtenagentur Xinhua: «Offene oder indirekte Beschuldigungen, dass die chinesische Regierung an den Cyber-Attacken beteiligt war, sind ohne Grundlage und zielen darauf ab, China zu verunglimpfen.»

(mbu)