Woz trifft Kim

27. Juni 2012 14:05; Akt: 27.06.2012 14:18 Print

«Eine Dampfwalze kann man nicht stoppen»

Der MegaUpload-Gründer erhält von unerwarteter Seite Schützenhilfe: Apple-Mitgründer Steve Wozniak bezeichnet den FBI-Schlag gegen die populäre Filesharing-Plattform als nutzlos.

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Kim Dotcom und Steve Wozniak in trauter Zweisamkeit. Der Apple-Mitgründer besuchte den gefallenen MegaUpload-Gründer in seiner Villa in Neuseeland. (Bild: Keystone/AP)

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Apple-Mitgründer Steve Wozniak, kurz Woz genannt, hat den in Neuseeland unter Hausarrest stehenden «Megaupload»-Gründer Kim Dotcom in Schutz genommen (20 Minuten Online berichtete). Den Prozess gegen den in Deutschland als Kim Schmitz geborenen Dotcom nennt Wozniak in einem Interview mit der Nachrichtenagentur AP «Quatsch». In einem separaten Gespräch wehrt sich auch Dotcom gegen die Vorwürfe.

Wozniak erklärte, er glaube daran, dass auch im Internet für Inhalte bezahlt werden sollte. Allerdings sprach er sich auch dafür aus, dass das Internet offen bleiben sollte. «Megaupload» hält er demnach für ein legitimes Angebot, auch wenn es von einigen Nutzern für nicht legale Zwecke benutzt wird. «Du schliesst nicht die ganze Strasse, weil jemand zu schnell gefahren ist», sagte er. Den Versuch, «Megaupload» zu schliessen, bezeichnete er als nutzlos. «Wenn eine grosse Dampfwalze auf dich zurollt, solltest du ihr aus dem Weg gehen, anstatt zu versuchen, sie zu stoppen», sagte Wozniak.

Verhandlung über Auslieferung im August

«Je mehr die Menschen über diesen Fall erfahren, desto mehr wird ihnen klar, dass diese Art des Streits um Urheberrechte und neue Cloud-Speicherdienste eine politische Debatte ist und nicht etwas, das vor ein Strafgericht gehört und mit Sicherheit auch nichts ist, das es rechtfertigt, in mein Haus einzubrechen», erklärte Dotcom.

US-Behörden werfen Dotcom und seinem Unternehmen «Megaupload» vor, mit ihrem Dienst zum Datenaustausch im Internet die massenhafte Verletzung von Urheberrechten befördert und finanziell davon profitiert zu haben. Im Januar wurde Dotcom auf Ersuchen der US-Behörden in seinem Wohnsitz in Neuseeland festgenommen, wo er derzeit unter Hausarrest steht und auf die Verhandlung über seine Auslieferung in die USA im August wartet. Die Megaupload-Seite und weitere Filesharing-Plattformen wurden geschlossen.

Über seinen neuen Twitter-Account provoziert der MegaUpload-Gründer die amerikanischen Behörden. In Bild und Text macht er sich über das FBI lustig. Er lässt seine mittlerweile über 40 000 Follower aber auch an seinem Privatleben mit Frau und fünf Kindern teilhaben.

(dsc/ap)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • P de Nooijer am 27.06.2012 18:13 Report Diesen Beitrag melden

    Clowns!!!

    Die meinen doch echt sie koennten filesharing stoppen. Nicht mal in China oder Saudi Arabien wo das Internet stark zensiert ist geht das!! Die sind echt noch nicht im 21sten Jahrhundert angekommen...

  • Kurt am 27.06.2012 21:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ist das doch nichts neuen

    Was für news sind denn das,war ja schon ne weile her

  • martin h. am 27.06.2012 19:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    komisch

    Das ergibt ja gar keinen Sinn . Weshalb sollte ein Apple Gründer plötzlich auf illegal wechseln ???

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  • Kurt am 27.06.2012 21:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ist das doch nichts neuen

    Was für news sind denn das,war ja schon ne weile her

  • martin h. am 27.06.2012 19:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    komisch

    Das ergibt ja gar keinen Sinn . Weshalb sollte ein Apple Gründer plötzlich auf illegal wechseln ???

  • P de Nooijer am 27.06.2012 18:13 Report Diesen Beitrag melden

    Clowns!!!

    Die meinen doch echt sie koennten filesharing stoppen. Nicht mal in China oder Saudi Arabien wo das Internet stark zensiert ist geht das!! Die sind echt noch nicht im 21sten Jahrhundert angekommen...