Die Weltkarte zeigts

07. März 2013 15:30; Akt: 07.03.2013 17:03 Print

Hier tobt der Cyber-Krieg

Die Website sicherheitstacho.eu zeigt in Echtzeit, aus welchen Ländern Hacker-Attacken erfolgen. Die Daten werden gesammelt, um Internetnutzer vor Viren, Trojanern und Phishing-Mails zu schützen.

Quelle: Keystone
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Eine grosse Hacker-Serie lässt US-Firmen derzeit zittern. Apple, Microsoft, Facebook und Twitter stehen bereits auf der Opferliste. Auch Google und gar die US-Notenbank hat es erwischt. Doch woher kommen die Angreifer? Konkret lässt sich das kaum sagen, doch eine erstaunliche Antwort liefert die Deutsche Telekom mir ihrer neuen Webseite sicherheitstacho.eu. Eine Weltkarte enthüllt in Echtzeit, welche Ziele Hacker ins Visier nehmen. Statistiken zeigen zudem, von welchen Ländern aus am häufigsten Attacken gestartet werden. Allerdings heisse dies nicht zwangsläufig, dass auch die Angreifer aus diesen Staaten stammen, schreibt das Tech-Portal golem.de. So können auch Hacker aus der Schweiz problemlos Server in China oder Ostereuopa missbrauchen, um US-Firmen anzugreifen.

Laut sicherheitstacho.eu stammen derzeit die meisten von der Telekom verzeichneten Angriffe aus Russland. Dahinter folgen Taiwan und Deutschland. China rangiert auf Platz 12. Mit Abstand am häufigsten im Visier haben die Hacker Windows-PCs, die von den Nutzern oder IT-Administratoren nicht genügend abgesichert worden sind. Das Resultat erstaunt nicht, da gegen 90 Prozent aller Rechner unter einer Windows-Version laufen.

Hinter den meisten Angriffen stehen nicht Hacker aus Fleisch und Blut, in aller Regel erfolgen die Attacken automatisiert. Die programmierten Angriffe nutzen bekannte Schwachstellen in häufig genutzter Software wie Windows, Java, iTunes oder Flash aus.

Die Telekom nutzt die gesammelten Daten dazu, den Schutz der eigenen Systeme auf dem aktuellen Stand zu halten. Die knapp 100 Sensoren, die die Cyber-Attacken aufzeichnen, werden von der Telekom und Partnern betrieben.

Swisscom im Kampf gegen die Internet-Gauner

Auch in der Schweiz sind die Internetprovider gefordert, Gefahren wie Phishing-Mails, Viren und Trojaner zu erkennen und zu bekämpfen. Allein bei Swisscom widmen sich über hundert Mitarbeiter der Sicherheit des Kunden. Aus guten Grund: Im Januar gingen 190 Phishing-Wellen durchs Schweizer Netz. Gemeint sind betrügerische E-Mails unter falschem Absender verschickt. Die Gauner haben es auf Passwörter und Kreditkartendaten abgesehen.

Im Video erklärt Swisscom-Sicherheitschef Marcel Zumbühl, wie der grösste Schweizer Internet-Provider seine Kunden schützen will und warum insbesondere Android-Nutzer ihr Smartphone mit einem Virenschutzprogramm ausstatten sollten.

(owi)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Ivan Huber am 08.03.2013 06:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ha ihr Androidler

    Auch wenn ihr Androidler es nicht war haben wollt. Was sagte da der Experte im Video ? " Insbesondere Android Geräte sind gefährdet " Da mir Android nie gefiel wechselte ich zum Glück auf das gute alte iOS das tausend mal Übersichtlicher, stabiler und sicherer ist.

  • hans muster am 07.03.2013 17:00 Report Diesen Beitrag melden

    Mit Vorsicht zu geniessen

    ...eine solche Karte ist sehr mit Vorsicht zu geniessen, weil der "Ursprung" eines Angriffs oft ein "verseuchter" Compi ist, der am anderen Ende der Welt steht (z. B. ein Privatbenutzer mit einem Trojaner). Die Schweiz war deswegen auch schon auf den Top-Rängen in solchen "Auswertungen". ...und das ganz bestimmt nicht, weil wir soo viele Cyber-Ganoven hier haben ;-)

  • Sabine C. am 07.03.2013 20:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mein Tipp

    haha Verkaufsverbot für Android und alle problem wären gelöst (und die hacker arbeistslos).

Die neusten Leser-Kommentare

  • Ivan Huber am 08.03.2013 06:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ha ihr Androidler

    Auch wenn ihr Androidler es nicht war haben wollt. Was sagte da der Experte im Video ? " Insbesondere Android Geräte sind gefährdet " Da mir Android nie gefiel wechselte ich zum Glück auf das gute alte iOS das tausend mal Übersichtlicher, stabiler und sicherer ist.

  • Sabine C. am 07.03.2013 20:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mein Tipp

    haha Verkaufsverbot für Android und alle problem wären gelöst (und die hacker arbeistslos).

  • hans muster am 07.03.2013 17:00 Report Diesen Beitrag melden

    Mit Vorsicht zu geniessen

    ...eine solche Karte ist sehr mit Vorsicht zu geniessen, weil der "Ursprung" eines Angriffs oft ein "verseuchter" Compi ist, der am anderen Ende der Welt steht (z. B. ein Privatbenutzer mit einem Trojaner). Die Schweiz war deswegen auch schon auf den Top-Rängen in solchen "Auswertungen". ...und das ganz bestimmt nicht, weil wir soo viele Cyber-Ganoven hier haben ;-)