Mobile Biometrie

18. Mai 2015 15:54; Akt: 18.05.2015 15:54 Print

Augen-Scan entsperrt das eigene Smartphone

Das Arrows NX F-04G ist das weltweit erste Smartphone, das zum Entsperren die Iris des Besitzers scannt. Ende Monat kommt es in Japan auf den Markt.

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Hersteller Fujitsu Siemens will Passwörter mit dem Scan der Iris ersetzen. Ende Monat soll das Smartphone Arrows NX F-04G auf den Markt kommen. Erstmals vorgestellt wurde das Mobiltelefon auf dem Mobile World Congress in Barcelona Anfang Jahr.

Das Fujitsu-Smartphone wird mit Android 5.0 ausgeliefert und hat einen 8-Kerne-Prozessor. Neben der rückseitigen Kamera, die mit 21 Megapixeln auflöst, dient die Frontkamera gleichzeitig zur biometrischen Identifikation des Nutzers. Ende Monat will der Mobilfunkanbieter NTT Docomo das Gerät in Japan auf den Markt bringen. In der Schweiz wird das Gerät laut Angaben des Herstellers vorerst nicht verkauft.

Sicherer als Fingerabdruck

In der Branche gilt der Scan des Auges als sicher. Die meisten Iris-Erkennungsverfahren arbeiten mit mehr als 200 individuellen optischen Merkmalen der Regenbogenhaut. Ein Hindernis kann aber sein, wenn der Besitzer des Smartphones eine Brille trägt – da dann die Software eventuelle Reflektionen ausgleichen muss. Ob dies mit der Auflösung der 2,1-Megapixel-Frontkamera des Handys machbar ist, ist nicht bekannt.

Hersteller Siemens gibt die sogenannte «false acceptance rate» beim Iris-Scan, sprich die Häufigkeit, mit der ein Sicherheitssystem Zugang gewährt, obwohl keine Berechtigung besteht, mit 0,0001 Prozent an. Präziser ist hier die Authentifizierungsgenauigkeit bei anderen biometrischen Methoden, etwa dem Scan der Venen in der Hand. Hier liegt die Falschakzeptanzrate bei 0,00008 Prozent. Laut dem deutschen Chaos Computer Club gilt die Identifikation via Handvenen als sicherste biometrische Methode. Die Palm-Secure-Technik wird von Fujitsu bisher aber nur in Notebooks verbaut, oder ist als eigenständiges System verfügbar. So kann derzeit in 50'000 Geschäften mit dem eigenen Venenabdruck bezahlt werden.

(tob)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Das Brot am 18.05.2015 16:29 Report Diesen Beitrag melden

    Nie war es einfacher...

    ... an die biometrischen Daten von Leuten zu kommen. - Ähnlich wie mit Androids Gesichtserkennung. - NEEEIIIN die werden bestimmt nirgends hochgeladen und NEEEIIIN, die werden bestimmt auch nicht verkauft, alles Verschwörungstheorien. - So wie die (US-)Geheimdienste NIEMANDEN abhören... ah ja, da war ja was...

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  • Sheep am 18.05.2015 16:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wohl kaum sicherer...

    Wohl eher nicht sicherer als Fingerabdruck.... Für ein irisscan zu entsperren braucht es nur ein gutes Foto (Handyfoto reicht, getestet mit iPhone 5) vom Besitzer und schon klappts... Da ist es schwieriger an einen Fingerabdruck ranzukommen, bei den ganzen Selfies die die Leute machen xD

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  • Schreiberling am 18.05.2015 22:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Eigentlich

    ist das ganze doch ein witz. Da werden die neuesten technologien eingesetzt um smartphones zu entsperren während bei den bankomaten immer noch mit dem unsicheren pincode-system (skimming) herumgedoktert wird...

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Die neusten Leser-Kommentare

  • ysis am 19.05.2015 01:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Augenwischerei

    ...im Hintergrund laufen die Apps, die alles petzen, an alle, die es wissen wollen.

  • BB am 19.05.2015 00:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    und die gefahr für's auge

    für die sicherheit seine augen schädigen finde ich nicht gerade eine gute idee. denke nicht das dies gesund für das auge sein kann wen man unzählige male im tag sein auge scannen lässt nur um auf dem smartphone was zu tun.

    • zinni am 19.05.2015 15:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      hehehe! :) lass dich fotografieren!

      Glaubst du denn, dass da ein laser dein auge scannt, wie im film? :D

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  • yannick1234 am 18.05.2015 23:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    cod ist besser

    das beste ist ein 4-6 stelliger cod.

    • Expat am 19.05.2015 02:54 Report Diesen Beitrag melden

      Passwortlaenge

      Ein alphanumerisches Passwort mit mindestens 13 Zeichen, ein vollverschluesseltes Geraet und die Beschneidung aller unnoetigen Zugriffsrechte der Apps waere um einiges Besser. Ein 4-6 stelliger Zahlencode stellt bei einer Bruteforce-Attacke kein ernstzunehmendes Hindernis dar.

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  • Schreiberling am 18.05.2015 22:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Eigentlich

    ist das ganze doch ein witz. Da werden die neuesten technologien eingesetzt um smartphones zu entsperren während bei den bankomaten immer noch mit dem unsicheren pincode-system (skimming) herumgedoktert wird...

    • Expat am 19.05.2015 02:57 Report Diesen Beitrag melden

      ATMs in Japan

      In Japan nutzen die Bankomaten bei SMBC und 7Eleven schon seit vielen Jahren einen Fingerabdruckscanner. Einziges Problem der Sache: Man kann an einem ATM der diese Technik nicht unterstuetzt kein Geld beziehen, dafuer aber an den entsprechenden Geraeten pro Tag bis zu 10 Millionen Yen (100k Franken)

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  • K. J am 18.05.2015 21:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Unnötig

    Wieso überhaupt so ein Hype um das sichern vom eigenen Smartphone?? Solange es in meiner Tasche ist, ist es am sichersten.. Wer es verliert, tja Pech gehabt....