User, sei nicht blöd!

08. März 2013 17:00; Akt: 08.03.2013 17:30 Print

Du sollst deine Sünden nicht vertwittern

Es gibt dumme User, die Fotos ihrer Kreditkarte twittern. Und es gibt Einfaltspinsel, die sich mit Fotos von gestohlenen Handys gleich selbst ins Elend posten. Sie glauben, die Polizei lese nicht mit. Sie irren.

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Justin Bieber tuts andauernd. Selbst der emeritierte Papst Benedikt konnte seine Finger nicht davon lassen. Sie und mit ihnen 200 Millionen Erdenbürger sind dem 140-Zeichen-Virus verfallen. Sie twittern ihre Gedanken regelmässig in die Welt hinaus. Rund 400 Millionen Kurznachrichten werden täglich abgesetzt. Besonders beliebt ist Twitter bei jungen Japanern: 33'000 Tweets wurden in Nippon zum Jahreswechsel veröffentlicht – pro Sekunde.

Was sich bei einigen Twitter-Nutzern noch immer nicht ins Hirn gebrannt hat: Was man seinem Tagebuch anvertraut, sollte man in aller Regel nicht über ein soziales Netzwerk in die Welt hinaus posaunen. Erst recht nicht, wenn es sich um Straftaten handelt. Manche lernen die Lektion nur auf die harte Tour. Beispielsweise ein junger Japaner, der ein Pissoir demolierte und seine Aktion mit Fotobeweis auf Twitter festhielt. Das öffentliche Geständnis «Ich zerstöre die Toiletten, hahaha», dürfte vor Gericht wenig hilfreich sein.

Dümmer als die Polizei erlaubt

Auch Handy- und Portemonnaie-Diebe scheinen einen inneren Drang zu verspüren, ihre «Heldendaten» auf Twitter zu posten. Dass der Tweet ruckzuck als Retweet bei den Gesetzeshütern landet, antizipieren die Hobby-Ganoven nicht. Ähnlich geistreich sind Zeitgenossen, die ein Foto ihrer Kreditkarte twittern. Etwa, weil sie sich darüber enervieren, dass die Kreditkartenfirma ihren Namen falsch auf die «Karte zum Konsumglück» gedruckt hat.

Übrigens: Japaner sprechen im Zusammenhang mit Twitter-Nutzern, die sich auf dem sozialen Netzwerk blamiert haben, von «Bakattaa». Ein Wortspiel aus den Begriffen «Twitter» und «Dummkopf», im Japanischen «baka».

Die dümmsten Twitter-User hat das Online-Medium kotaku.com zusammengetragen (siehe Diashow).

(owi)

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Die neusten Leser-Kommentare

  • abc am 10.03.2013 12:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Portmonaie

    Finde ich ein Portmonaie würde ich es auch behalten und nur die Karten die noch drinn sind zurückgeben.

  • S. Lutz am 10.03.2013 10:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    OMG!

    Twitter Ein, Hirn Aus. Da sind wohl die Vermeintlich blossgestellten, Streber definitiv im vorteil.

  • fjolla makolli am 09.03.2013 18:29 Report Diesen Beitrag melden

    nichts neues

    Man sieht ja die dummheit bei einigen von den eigenen Freunden auf Facebook etc.

  • robin am 08.03.2013 21:53 Report Diesen Beitrag melden

    Gröhl

    Das ist das Resultat davon, wenn das Gehirn nicht mit der technologischen Entwicklung Stand hält. Das ist immer noch auf dem Stand dessen, als der homo sapiens in Höhlen hauste.

    • Mike am 09.03.2013 01:51 Report Diesen Beitrag melden

      Muhaaaa

      Loooolll... Solche sachen wird es immer geben. Aber vorsicht, man ist schnell selbst in einer solchen sache mittendrin. :)

    • Jebem am 09.03.2013 04:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Haha

      Ja was die waren noch inteliegent oder können Sie feuer ohne feuerzeug machen?

    • Höhlenbewohner am 09.03.2013 10:32 Report Diesen Beitrag melden

      Das ist

      ja ne Beleidigung an die Höhlenmenschen. Die waren klüger

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  • Sowiso am 08.03.2013 19:57 Report Diesen Beitrag melden

    Auch bei Anderen Netzwerken

    Die Leute sind sich gar nicht mehr bewusst was sie alles in das Internet Schreibe. Das währe ungefähr vergleichbar mit dem, wen man auf einer Strasse in der Stadt herumlauft und dann alle Daten Laut Raus schreit, Beruf, Privat, Alter und und und. Nur wissen das die meisten auch nicht man kann mit sehr wenigen Daten sehr viel heraus finden. aber das muss ja jeder selber wissen.

    • Hans Meier am 10.03.2013 11:18 Report Diesen Beitrag melden

      @Sowiso

      Nicht annähernd vergleichbar, aber eine gewisse Ähnlichkeit ist durchaus festzustellen ;) Nennen wir es besser: Ein leises vor sich hin Murmeln, statt dem marktschreierischen Gehabe.

    • markus rast am 10.03.2013 14:35 Report Diesen Beitrag melden

      1984

      George Orwell hat in seinem Roman "1984" zwar die totale ueberwachung vorausgesehen, dass die Menschen dafuer aber keinen "boesen" big brother brauchen, sondern mit Inbrunst und Freude liebend gerne alles selber preisgeben, haette er sich wohl nie traeumen lassen.

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