Projekt «Pebble»

17. April 2012 13:49; Akt: 17.04.2012 15:35 Print

Smartphone-Uhr bricht alle Rekorde

Eine schlaue Armbanduhr, die sich drahtlos mit dem iPhone oder Android-Handy verbindet: Für dieses Kickstarter-Projekt sind in Kürze mehr als 3 Millionen Dollar gesammelt worden.

(Quelle: kickstarter.com)
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Wer mit Nein antwortet, gehört kaum zum wachsenden Kreis der Investoren. Das Projekt Pebble schlägt derzeit gewaltige Wellen im Internet. Die Erfinder haben bereits über 3,3 Millionen US-Dollar Startkapital gesammelt, um die neuartige Smartphone-Uhr zu entwickeln. Das tun sie über die populäre Crowdfunding-Plattform kickstarter.com und brechen dabei alle Rekorde.

Allein am ersten Tag wurde eine Million Dollar zugesagt - das ist die erfolgreichste Kickstarter-Lancierung aller Zeiten. Dabei hatten sich die jungen Männer zunächst nur eine Anschubfinanzierung von 100 000 Dollar erhofft. Inzwischen haben an die 24 000 Investoren aus aller Welt einen Betrag zugesichert - und die Sammelaktion läuft noch einen Monat.

Praktisch beim Kochen

Pebble wird auf der Kickstarter-Website als schlaue Uhr mit gestochen scharfem Display angepriesen. Über Bluetooth verbindet sich das in verschiedenen Farben erhältliche Gadget mit dem Smartphone, wie das Demonstrations-Video zeigt. Dann werden eintreffende SMS und Status-Updates bei Facebook angezeigt, aber auch der Name eines Anrufers - was zum Beispiel beim Kochen praktisch sein kann. Laut den jungen Erfindern ist es die einzige Uhr, die sowohl mit dem Android-Betriebssystem von Google wie auch mit Apples iOS harmoniert.

Warum dieser Erfolg?

Uhren, die mehr sind als Uhren, haben die Menschheit schon immer fasziniert. Das muss nicht in Hightech à la James Bond münden, der mit seinem Laser-Chronometer Stahl durchschneiden konnte. Das Witzige an Pebble sind vielmehr die Apps. Die Erfinder wollen ein Software-Paket (SDK) zur Verfügung stellen, mit dem eigene Mini-Programme entwickelt werden können. Zum Verkaufsstart soll der «Pebble Watchapp Store» gut gefüllt werden. Geplant sind etwa eine Golfer-App, die den Abstand zum nächsten Loch zeigt. In Entwicklung ist auch eine Fitness-App, die alle interessanten Daten anzeigt.

Interessante Hardware

Pebble soll sich nicht nur durch ein vielfältiges Software-Angebot auszeichnen. Auch die Hardware braucht sich nicht zu verstecken. Die Uhr verfügt über ein relativ kleines E-Ink-Display mit 144 x 168 Pixeln. Die Zeichen werden mit «elektronischer Tinte» gestochen scharf dargestellt, was den Energieverbrauch niedrig hält. Der Akku des Geräts soll sieben Tage durchhalten. Das Aufladen erfolgt über ein USB-Kabel.

Die Uhr ist absolut wasserdicht. Die Oberfläche besteht aus kratzfestem Glas, zudem wird ein Motörchen für Vibrationsalarme eingebaut. Pebble verbindet sich via Bluetooth mit dem Smartphone und kann auch zu dessen Steuerung verwendet werden.

Ob der moderne Mensch neben Smartphone, Tablet und Co. ein weiteres Gadget für unterwegs braucht, wird sich zeigen. Pebble soll im September 2012 auf den Markt kommen, zu einem erschwinglichen Preis ab 115 US-Dollar.

Sony lanciert SmartWatch

Erst kürzlich hat Sony mit der SmartWatch eine auf Android basierende Uhr für das Handgelenk vorgestellt. Diese hält allerdings bei normaler Nutzung nur drei bis vier Tage durch, wie golem.de berichtete. Durch den minimalistischen Ansatz - es gibt keine Touchscreen-Bedienung - sei die Pebble-Uhr schlanker und leichter als vergleichbare Smartwatches.

(dsc)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • hans muster am 17.04.2012 15:13 Report Diesen Beitrag melden

    7days

    nun meine uhr läuft jahre, 7 tage ist schon etwas kurz für eine uhr...,

  • Stefan Egger am 17.04.2012 17:27 Report Diesen Beitrag melden

    Ein nützliches Spielzeug

    Dann frisst die Uhr noch den Handyakku, weil bluetooth immer eingeschaltet sein muss. Find ich nicht so toll. Die Smartphones haben schon genug zu kämpfen mit den Akkulaufzeiten. Sie kann sicherlich sehr nützlich sein, das bezweifle ich nicht. Aber alles in Allem bevorzuge ich doch noch die Kombination Smartphone und eine richtige Uhr. Meine Certina sieht zudem noch schicker aus.

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  • Nico am 17.04.2012 14:31 Report Diesen Beitrag melden

    Machs mit stil

    Ich weis nicht. gibt wahrscheinlich nichts was dämlicher aussieht als solch eine Plastikanzeige. Eine anständige Uhre macht eben schon den unterschied. und ja, ich bin 24.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Peter Meier am 18.04.2012 20:28 Report Diesen Beitrag melden

    Uhr? Was ist das?

    für etwas hat mein ein Handy, welches sich auch noch automatisch an der Zeit ausrichtet. Also warum so etwas altes wie eine Uhr anziehen?

  • Emoticons am 18.04.2012 18:37 Report Diesen Beitrag melden

    Geldmacherei

    Ich habe schon 845.- für meine Tissot Touch II ausgegeben. Da werde ich bestimmt keine 2. Uhr brauchen. Unsinn -.-

  • Sfreek am 18.04.2012 11:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gibt es...

    ...schon lange, erst noch in schönerem Design:

  • R.Lüthi am 18.04.2012 08:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schwachsinnig

    Es geht nichts über eine klassische Armbanduhr wie z.B. Eine Omega Speedmaster: wurde bekannt weil bei der 1. Mondlandung getragen, Handaufzug, Stoppuhr mit Zehntelsekunden-Genauigkeit. Was braucht man mehr?

    • Jon M am 18.04.2012 14:25 Report Diesen Beitrag melden

      aber hallo

      wie kann man eine Armbanduhr damit vergleichen? Und dann noch eine welche notorisch ungenau ist. Das ist wie wenn ich eine Natel aus den 90ern mit einem Smartphone vergleichen wuerde, wobei das einiges naeher kaeme.

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  • anonym am 18.04.2012 07:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    unnötig

    Es gibt immer wie mehr von diesem technik schnickschnak und dann versuchen alle anbieter sich zu übertrumpfen das gibt vielen unnötigen elektroschrott