Zukunftsvision

30. Juni 2017 10:51; Akt: 30.06.2017 10:51 Print

Das Handy stirbt aus – was folgt?

In zehn Jahren werden wir laut Zukunftsforschern keine Handys mehr nutzen. Doch was kommt dann: Brillen? Linsen? Drei Szenarien.

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«In zehn Jahren gibt es keine Smartphones mehr», davon ist der Trend- und Zukunftsforscher Camille Zimmermann von Trendone Switzerland überzeugt. Die Technik werde immer kleiner und künftig immer näher an uns heranrücken, ja gar mit uns verschmelzen.

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Doch wie werden wir 2027 miteinander digital kommunizieren? Ein mögliches Szenario: Augmented-Reality-Brillen. Mit der Hololens hat Microsoft heute schon einen funktionierenden Prototyp auf dem Markt. Der Vorteil gegenüber Cyberbrillen wie der HTC Vive: Mit der Hololens nehmen Träger ihre Umwelt nach wie vor wahr. Die Anzeige ist ins durchsichtige Visier integriert. Darauf können virtuelle Objekte projiziert werden.

Videoanrufe in 3-D

Der Fernseher in der Stube, Tablets oder auch Smartphones sind mit einem solchen Gerät überflüssig. Die Träger können beliebig virtuelle Bildschirme in ihrer Umgebung positionieren, aber auch dreidimensionale Objekte. Videoanrufe in 3-D? Kein Problem.

Einziger Haken: Bisher ist die Brille klobig, der Akku schwach und im Zug oder generell in der Öffentlichkeit würde wohl niemand die Hololens aufsetzen, da man damit zwar futuristisch, aber doch eher albern aussieht.

Brille statt iPhone

Auch Apple arbeitet an Augmented-Reality: Gerüchte, dass der iPhone-Hersteller an einer Brille arbeitet, kursieren schon seit Monaten. Mit dem ARKit gibt es seit Juni ein Tool für Entwickler, um entsprechende Inhalte zu schaffen. Vorerst laufen diese Apps auf iPhones. Künftig sollen sie aber für Brillen adaptiert werden, schreibt der Analyst Gene Munster in einem aktuellen Memo.

Laut Munster wird das iPhone den Zenith im Jahr 2019 erreicht haben. Er geht davon aus, dass Apple 2020 eine smarte Brille auf den Markt bringt. Diese soll rund 1300 Dollar kosten. Laut Munster wird die AR-Brille die Verkäufe des iPhones 2026 übertreffen.

Kleiner, leichter, unsichtbarer

Google und Novartis arbeiten seit 2014 an smarten Kontaktlinsen, die automatisch fokussieren und den Blutzuckerwert messen. Novartis beschrieb das Projekt 2016 als hochkomplex. Die ersten klinischen Tests wurden darum bis auf weiteres verschoben. Noch einen Schritt weiter möchte Samsung gehen. Der südkoreanische Hersteller hält ein Patent für smarte Kontaktlinsen. Träger sollen das Display direkt vor Augen haben und Fotos schiessen können. Verbunden wird die Linse aber nach wie vor mit dem Handy.

Im Gegensatz zu Brillen wären smarte Kontaktlinsen dezenter und somit auch geeignet, diese in der Öffentlichkeit zu tragen. Bis ein solches Produkt marktreif ist, dürften aber noch Jahre vergehen. Technische Herausforderungen sind dabei unter anderem die Versorgung mit Strom und die Miniaturisierung benötigter Komponente.

Kommunikation via Gedanken

Aus heutiger Sicht mag nachfolgendes Projekt von Elon Musk wie Science-Fiction klingen. Mit der neuen Firma Neuralink plant der Tesla-Gründer unsere Gehirne mit Maschinen zu verbinden. Wie das im Detail aussehen soll, ist noch völlig offen. Die Technologie soll jedoch nicht invasiv sein, sprich: Niemand müsste sich unter das Messer legen, um ein solches Gerät zu nutzen. Sicher ist, dass eine solche Technologie neu definieren wird, wer wir sind.

Allerdings gilt es hier noch zahlreiche Hürden zu meistern, bevor das vollständige Gehirn, sprich jede einzelne Nervenzelle, erfasst und digitalisiert werden könnte. Der Journalist Tim Urban hält in einem Essay fest, dass dies bei gleichbleibendem Tempo der Entwicklung im Jahr 2225 der Fall wäre.

(tob)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Y.D. am 30.06.2017 11:00 Report Diesen Beitrag melden

    Eifach öbbis

    Hört doch auf. Klar wird es Handys immer noch geben. Dasselbe sagte man 1950 mit den fliegenden Autos. Und? Nichts hat sich geändert.

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  • Peter am 30.06.2017 11:23 Report Diesen Beitrag melden

    Wenn in der Weltpolitik

    noch lange solche Spinner an der Macht sind, werden wir in 10 Jahren wieder mit Trommeln und Rauchzeichen kommunizieren.

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  • Mark am 30.06.2017 11:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wen das mal gut geht

    Die Technik kommt uns immer näher und die Menschen die uns nah liegen immer ferner...

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Te Rasse am 01.07.2017 18:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gedanken lesen

    Will ich wirklich allen meine Gedanken kundtun?

  • Km am 01.07.2017 06:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    die Masse entscheidet

    Was in Zukunft kommt und verschwindet entscheidet die Masse der Menschheit und nicht Google oder Apple. Die Firmen bringen Produkte auf den Markt und je mehr Menschen es gefällt umso erfolgreicher wird es sein.

    • Boris am 01.07.2017 11:33 Report Diesen Beitrag melden

      Jein

      Schlussendlich entscheiden das Firmen wie Apple, Samsung, Sony und die anderen Hersteller beziehungsweise deren Manager, Trendforscher und Designer. Diese Leute entscheiden wann die Smartphones aussterben werden. Der Konsument kauft das was ihm vor die Nase gesetzt wird.

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  • D.R. am 30.06.2017 16:31 Report Diesen Beitrag melden

    Schwärmerei

    In den 80ern wurde uns vorgeschwärmt, dass wir 2000 auf dem Mond und Mars wohnen würden. Sich dort jeder Ferien Leisten könne. Menschen bringen sich immer noch um. Auch diese Vorhersage, ist wohl nur ein Hirngespinst. In 10 Jahren krächzen wir nach Wasser. Ja.

    • Antwort am 30.06.2017 17:22 Report Diesen Beitrag melden

      Wieder Verschiebung zu Echtem

      Wahrscheinlich werden in 10 Jahren und folgende aufgrund globaler Veränderungen wieder Grundbedürfnisse und weniger Zusatzbedürfnisse ins Zentrum unseres Lebens rücken: ausreichend Wasser, Klimaschutz, gesunde Nahrung, Arbeit, Wohnen und Sicherheit.

    • Boris am 01.07.2017 11:42 Report Diesen Beitrag melden

      Glauben sie wirklich ?

      Das würde ja tatsächlich heissen das die vielen Geld und machtgeilen Politiker, Wirtschaftshaie freiwillig auf Macht und Geld verzichten würden und endlich ihre Gehirne einschalten, um gutes auf der Welt zu bewirken ? Das ist ein schöner Traum.

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  • E. R. am 30.06.2017 16:06 Report Diesen Beitrag melden

    Stirbt nicht aus, wird integriert

    Wahrscheinlich wird Smartphonefunktionalität neben dem heutigen voll tragbaren Gebrauch vermehrt integriert sein, z.B. im Auto, in Heimelektronik etc.

  • Pascal am 30.06.2017 15:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ach ja?

    Das Handy stirbt also aus??

    • hst am 30.06.2017 17:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Pascal

      Ja es wird durch einen Chip ersetzt und dem Säugling gleich nach der Geburt eingepflanzt. Aus gut unterrichteter Quelle weiss ich, dass die Forscher daran sind, die Spermien so genetisch zu verändern, dass der Handychip bereits darin enthaltenen ist. Erspart Operation und Updates.

    • Realist am 30.06.2017 20:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Nö...

      wird es nicht! Aber lass die ruhig plaudern... ist doch lustig!

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