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15. Dezember 2012 15:40; Akt: 15.12.2012 15:40 Print
Samsung-Manager outet sich als Apple-Fan
Geliebter Erzfeind: Der Chefstratege des südkoreanischen Elektronik-Giganten nutzt privat ein iPhone, ein iPad und einen Mac. Und er schwärmt öffentlich vom «Ökosystem» des Konkurrenten.

Young Sohn sucht für Samsung nach neuen Technologien - im Herzen des Silicon Valley. (Bild: Keystone / Screenshot technologyreview.com)
Samsung ist der unangefochtene Smartphone-König, niemand verkauft mehr Mobilgeräte als die Südkoreaner. Seit kurzem hat der Konzern einen neuen Chefstrategen. Der Mann heisst Young Sohn und kann auf eine lange Karriere bei mehreren Firmen im Silicon Valley zurückblicken.
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Und genau dort, im Tal der bekannten kalifornischen Tech-Unternehmen, hat Sohn sein Büro. Denn Samsung will gewaltig Gas geben auf US-Boden. Quasi im Hinterhof von Apple und Google investieren die Südkoreaner Millionen in die Erforschung und Entwicklung von neuen Technologien.
Als sich kürzlich eine Reporterin mit dem Samsung-Manager unterhielt, gab dieser ein paar erfrischend ehrliche Antworten. Er habe schon immer einen Mac-Computer, ein iPhone und ein iPad benutzt, sagte er im Interview, das vom «MIT Technology Review» veröffentlicht wurde. Und er tue dies weiterhin.
Im Büro Samsung, zuhause Apple
Wie bitte? Ein hochrangiger Samsung-Manager outet sich als überzeugter Apple-Nutzer? An dieser Stelle gilt es an den unerbittlich geführten Patentkrieg der beiden Unternehmen zu erinnern. Laut dem Urteil eines US-Gerichts müsste Samsung dem Konkurrenten über eine Milliarde US-Dollar an Schadenersatz zahlen. Wegen angeblicher Verletzungen von mehreren Patenten, die Apple rund um das iPhone und iPad besitzt.
Während die Rechtsanwälte die nächsten Schlachten vorbereiten, lässt Samsungs Chefstratege tief blicken. Als die Reporterin nachhakt und ihn fragt, ob er immer noch Apple-Produkte verwende, präzisiert Young Sohn: «Bei der Arbeit benutze ich Samsung-Geräte, zuhause Apple.» Er habe seine Computer und Dateien entsprechend organisiert, dass der Austausch funktioniere. Das sei zwar schon ziemlich schwierig. Jedoch: «Ich habe es geschafft, meine Kontakte und Termine zwischen den beiden Systemen zu synchronisieren.»
Apples Ökosystem als Vorbild
Damit nicht genug, gerät der Samsung-Mann ins Schwärmen. «Wir sehen Apple als sehr innovatives Unternehmen.» Die Stärke der Kalifornier seien nicht in erster Linie die eigenen Geräte. Die Apple-Kunden würden vielmehr das vom Unternehmen geschaffene Ökosystem schätzen. Als Beispiel nennt Sohn den iCloud-Service, der die Synchronisierung der auf verschiedenen Geräten gespeicherten Daten via Internet ermöglicht.
Samsung hingegen, so der Chefstratege, sei ein Unternehmen, das sich auf die Hardware-Fabrikation konzentriert habe und darum sehr «Geräte-zentriert» sei. Ob Halbleiter-Chips, Flachbildschirme oder Smartphones: «Wir machen grossartige Geräte». Aber letztendlich sei aus Kundensicht das Ökosystem entscheidend. Samsung könne diesbezüglich noch viel tun.
(dsc)
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Alle 116 Kommentare

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Öko = Cloud ?
Was hat Cloud mit Öko zu tun? Ich denke es braucht immer noch weniger Ressourcen das Backup zu hause am eigenen Rechner zu machen, als auf einem Server der die ganze Zeit laufen muss.
Ökosystem
Ökosystem, nicht öko im sinne von treehuggers
@Andi
Man kann Clouds auch zuhause einrichten, man muss nur wissen, wie. Zudem können diese auch zeitlich so gesteuert werden, dass diese nicht 24/7 laufen müssen. ;-) Ich hab's, aber weder Samsung noch Apple hat damit etwas zu tun.
Spionage
Da hat einer wohl die Absicht bei Apple zu arbeiten, jetzt versucht Samsung mit dieser Masche an Apple geheimnisse zu kommen.
Wayne
Und ich arbeite als Frauenarzt und mag trotzdem Frauen?! Na und?