Prognose am WEF

21. Januar 2016 16:13; Akt: 22.01.2016 10:40 Print

In sieben Jahren tragen wir das Smartphone im Hirn

von T. Bolzern - Im Jahr 2023 soll es das erste Smartphone geben, das wir in uns tragen. Zu diesem Schluss kommt eine Umfrage unter 800 WEF-Teilnehmern.

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Beiträge auf Facebook mit einem Zwinkern liken – oder Freunde anrufen, indem man einfach an sie denkt? Schon im Jahr 2023 soll die Schranke zwischen Mensch und Maschine überwunden werden: «Das erste implantierbare Mobiltelefon wird dann kommerziell verfügbar sein», heisst es in einem Bericht, für den rund 800 Teilnehmer des World Economic Forum (WEF) in Davos befragt wurden (hier als PDF).

«Die eingebauten Geräte können Gedanken übertragen, die sonst ausgesprochen würden. Auch sind sie in der Lage, Stimmungen anhand von Gehirnwellen zu erkennen», heisst es weiter. Auch der umgekehrte Weg soll möglich sein: Ähnlich wie Implantate für Gehörgeschädigte könnten eingepflanzte Smartphones externe Impulse direkt ans eigene Nervensystem weitergeben, sagt Futurist Gerd Leonhard. Heute sei das aber noch extrem schwierig und komplex.

«Eine schlechte Idee»

Als Vorteil solcher Tech-Implantaten sehen die befragten WEF-Teilnehmer ein besseres Monitoring der eigenen Gesundheit oder auch die Möglichkeit, Personen im eigenen Blickfeld automatisch zu identifizieren. Die Wirtschafts- und Technologieleader äussern allerdings auch ihre Bedenken, etwa beim Datenschutz, der potenziellen Überwachung und dem hohen Suchtfaktor, den ein solches Gerät mit sich bringen würde.

Futurist Leonhard stützt die Prognose der WEF-Teilnehmer. Er geht allerdings davon aus, dass Smartphone-Implantate in den nächsten 15 Jahren nicht zum Massenprodukt werden. Zuerst kämen sogenannte Brain-Computer-Interfaces auf. «Mit solchen Schnittstellen – und ein bisschen Übung – werden wir externe Maschinen, Flugzeuge oder auch Roboter per Gedanken steuern können», sagt der Futurist. Implantate seien dann der nächste logische Schritt – «aber eine schlechte Idee», so Leonhard.

Verwirrung und Sinnesverlust

«Technologie sollte ausserhalb von uns bleiben, vor allem wenn sie optional ist», sagt Leonhard. Denn sie würde Menschen zu sogenannter Wetware machen, die wie Hard- oder Software regelmässig ein Upgrade benötigt. In der Berufswelt hätte man ohne ein solches Upgrade verloren, fürchtet Leonhard.

Mit dem Aufkommen der Implantate würde zudem die Anti-Cyborg-Bewegung regelrecht explodieren und in der Gesellschaft könnte die eingepflanzte Technik zur Automatisierung von menschlichen Beziehungen, zur Verfremdung und zu einer Art von Entkörperung und allgemeinem Sinnesverlust führen, so der Futurist.

Den Hörer eingehämmert ins Ohr, das Bild direkt ins Auge projiziert: Mit dem eyePhone hat auch die TV-Show «Futurama» Smartphone-Implantate thematisiert. (Video: 20th Century Fox)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • MeU am 21.01.2016 16:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    zurück zur natur

    ja, ja. irgendwann geht uns dank technologie noch der letze sinn verloren. schade, eigentlich sollten wir doch wieder etwas nähe zur natur finden!

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  • Nina am 21.01.2016 16:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Als erstes die

    WEF Leute damit implantieren. Dann müssen sie gar nicht mehr nach Davos kommen. Wir wissen dann von deren Die Städtchen was sie denken und noch so tolles aushecken. Ich würde mir das ganz sicher nicht Implantieren und als halb Zombie durch die Strassen gehen.

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  • Gregowitsch am 21.01.2016 16:30 Report Diesen Beitrag melden

    Privat war einmal

    Wir werden immer transparenter. Privatsphäre wird es in 50 jahren nicht mehr geben, Die ist ja schon jetzt auf dem letzten Pfeiffer.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • al capone der geldwäscher am 22.01.2016 20:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    vorahnungen die nicht eintreffen

    es sollte ja auch kein bargeld mehr geben.. nur noch karten

  • Nicht Hinterherrenner am 22.01.2016 20:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Malware

    Und dan müssen wir uns noch dazu vor Malware impfen? Nein, danke!

  • Guido am 22.01.2016 18:26 Report Diesen Beitrag melden

    In 7 Jahren

    Eigentlich steht die Aussage sinnbildlich dafür, wie realtätsfremd die Herren doch sind.

  • michi am 22.01.2016 17:21 Report Diesen Beitrag melden

    Bla Bla

    Immer das gleiche. Wenns darum geht den Menschen auszuspionieren oder sonst stressige Technik zu implantieren, sollte dies alles schon in ein paar Jahren möglich sein. Aber das einem die Haare nicht ausfallen oder entstellte Körperteile wieder gehilt werden können, dass brigen die bis heute nich fertig. Ist schon ein bisschen verwirrend.

  • Fruityloops am 22.01.2016 16:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    schritt für schritt zum cyborg

    wer will das schon...