Verlustangst

17. August 2017 18:03; Akt: 17.08.2017 18:03 Print

Darum fühlen wir uns ohne Handy schlecht

Eine Studie zeigt, dass die Verbundenheit zum Smartphone grosse Probleme verursachen kann. Denn die Geräte sind ein Teil von uns geworden.

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Der Begriff Nomophobie kommt aus dem englischsprachigen Raum und steht für No-Mobile-Phone-Phobia. Dieser bezeichnet die Angst, ohne Mobiltelefon für seine Kontakte nicht erreichbar zu sein. Eine Studie von 2012 hatte ergeben, dass zwei Drittel aller britischen Handynutzer davon betroffen sind.

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Fühlen Sie sich ohne Handy schlecht?
44 %
29 %
22 %
5 %
Insgesamt 1148 Teilnehmer

Eine aktuelle Studie der City-Universität in Hongkong und der Sungkyunkwan-Universität in Seoul zeigt nun, dass dies nicht so ist, weil man dann nicht telefonieren kann. Vielmehr liegt es daran, dass Smartphones so ausgereifte und intime Geräte sind.

Abhängigkeit vermeiden

Neben persönlichen Erinnerungen wie Fotos und privaten Nachrichten würden wir Handys auch dazu nutzen, über Apps und Websites schnell auf Dinge zuzugreifen, die für uns wichtig sind, so die Forscher. Dies führe dazu, dass die Geräte zu einer Erweiterung von uns werden.

«Wenn die Nutzer Smartphones als einen Teil von sich selber sehen, hängen sie vermehrt an den Geräten, was dazu führt, dass sie eher in der Nähe ihres Handys sein müssen», werden die Forscher in einer Mitteilung zitiert.

Obwohl für die Studie nur eine relativ kleine Gruppe von 300 südkoreanischen Studenten untersucht wurde, vermuten die Forscher, dass diese Handy-Verlustangst ein immer grösseres Problem werden könnte. Smartphone-Nutzer sollten deshalb darauf achten, «nicht übermässig von Smartphones abhängig zu werden».

Verschiedene Studien haben gezeigt, dass diese Art von Verbundenheit Probleme verursachen kann. Forscher der Universität von Texas haben beispielsweise herausgefunden, dass die Konzentrationsfähigkeit einer Person abnimmt, wenn sich ihr Smartphone in Sicht- oder Reichweite befindet. Dies, weil ein Teil des Gehirns aktiv damit beschäftigt sei, sich nicht vom Smartphone ablenken zu lassen.

(swe)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • SlipKnot74 am 17.08.2017 18:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Früher wars angenehmer

    ich kann sehr gut ohne ... den tag durch liegts zu hause ... tja vermutlich rührts daher das wir , die ältere Generation , früher iñ der jugend kein handy oder PC kannten ... war früher angenehmer ...

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  • Rolf G. am 17.08.2017 18:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Süchtig

    Süchtig! Ich lasse den Knochen zu Hause wann immer ich kann. Ist ein herrliches Gefühl nicht immer erreichbar zu sein.

  • daniela d. am 17.08.2017 18:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    psychiatrien

    freue mich auf denn Tag und der kommt, bis das ganze System zusammenbricht, und das für eine lange Zeit, dann haben wir zu wenig Psychiatrien.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Ajwiw am 18.08.2017 22:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Phobie

    Ein "Gefühl" der nomophobie. Ist das es nicht übertrieben, wenn man gleich von einer Phobie spricht?

  • Rüsselhündchen am 18.08.2017 19:57 Report Diesen Beitrag melden

    Blöd-Phone schafft Tunnelblick

    Ich schätze mich in der glücklichen Lage auf ein Smartphone verzichten zu können. Ein Handy der klassischen Art genügt mir allemal. Zu Hause verfüge ich über einen leistungsstarken Desktop-Computer.

    • Meryll am 18.08.2017 20:31 Report Diesen Beitrag melden

      Brauche es nicht

      Ich wohne in einem der wenigen Sendelöcher der Schweiz. Also habe ich mir das Handy ziemlich abgewöhnt. Meist vergesse ich es zuhause, weil es dort direkt am offenen Fenster liegt... Ist übrigens ein 14 Jahre altes Tastenhandy. Und im Geschäft ist der Gebrauch untersagt.

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  • Leser am 18.08.2017 18:05 Report Diesen Beitrag melden

    Interessant

    wenn ich so diese Kommentare lese, habe ich den Eindruck dass die Mehrheit gerne auf das Handy verzichtet. Die Realität sieht hingegen genau das Gegenteil. Schaut Euch mal um: Auf der Strasse, im Restaurant am Strand... immer ist das Handy dabei. UND es wird pausenlos getippt gequatscht usw.

  • Walter Portmann am 18.08.2017 17:43 Report Diesen Beitrag melden

    Stressfrei leben ist schön

    Ich habe kein Handy und somit all die vielen Probleme nicht, welche ach so viele Süchtige damit haben !!

  • 807687 am 18.08.2017 17:30 Report Diesen Beitrag melden

    Ich brauche ein Handy

    ...damit ich im Notfall immer erreichbar bin. Mein Mann ist behindert und da gibt es ab und zu Notfälle. Aber ich habe kein internetfähiges, denn ich muss nur telefonieren und SMS-len können. Ich habe dafür auch kein Festnetz, da ich nicht via Internet telefonieren will. Zu gläsern das Ganze. Und so laufe ich auch nicht Gefahr, davon abhängig zu werden oder dass Daten abgegriffen werden können. Auch wenn man mal nur noch via Smartphone kaufen und verkaufen kann, werde ich keins anschaffen. Apps brauche ich nicht. Ich gehe für ein SBB-Billett konsequent an den Schalter, usw.

    • Alberto am 18.08.2017 20:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @807687

      Die Daten werden bei der Übertragung abgegriffen. Da ist Analoges Festnetz sowie altes Handy sowas von inbegriffen da unverschlüsselt. Über das Internet kann man immerhin verschlüsselt Senden was das abhören erschwert.

    • S. K. am 18.08.2017 21:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Alberto

      Analoges senden der daten braucht andere techniken zum entschlüsseln. Das ist handwerklich- technisch bediengt. Digital hat nur mit nullen und einsen zu tun. Was schlussendlich hinter anslogen instrumenten ausgeführt wird. Amderst gesagt. Können sie morsezeichen analog abhören?

    • Alberto am 18.08.2017 22:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @S. K.

      Wie hören Sie denn Morsezeichen ab? Wenn man sich ins Netz einklinkt (am Kabel) kann man jedes Analoge Gespräch abhören. Sowie es die Amerikaner am Kabel nach Übersee machen. Alles wird abgefangen und unverschlüsselte Kommunikation ist ein offenes Buch. So kann man sich bei einer Verteilerzentrale einklinken. Etwa so kompliziert wie die Musik die aus Lautsprechern kommt. Oder sendet ein Mikrofon Digitale Signale?

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