Social Media

28. Juli 2017 11:57; Akt: 28.07.2017 12:11 Print

Deshalb bleiben die meisten bei Whatsapp

Wenn Whatsapp etwas kostet, wollen 20-Minuten-Leser den Messenger verlassen. Doch Experten glauben, dass sie dennoch bleiben.

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Der Aufschrei bei Whatsapp-Nutzern ist gross. Der Grund: Das Unternehmen plant anscheinend Geld zu verdienen. Whatsapp hat begonnen, Personen für die Kommerzialisierung der App einzustellen. Wie genau Geld verdient werden soll, ist allerdings noch Inhalt von Spekulationen.

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Insgesamt 7885 Teilnehmer

Nutzer kündigen an, Whatsapp zu verlassen

Viele 20-Minuten-Leser würden dem Messenger den Rücken kehren, würde Whatsapp künftig Geld damit verdienen wollen. So schreibt Kurt Kurz: «Dann sag ich schon mal bye-bye Whatsapp.» In einem anderen Kommentar heisst es: «Innerhalb eines Monats werden die Nutzerzahlen um 50 Prozent zurückgehen. Mindestens. Es gibt ja neue Messenger-Apps, die ohne Werbung funktionieren.»

Experten bezweifeln das. Immer wieder drohen Nutzer von Social-Media-Diensten, zur Konkurrenz zu wechseln, wenn etwas verändert wird. Als Whatsapp von Facebook gekauft wurde, kündigten etwa viele ihren Abschied von Whatsapp an. Das passiert dann allerdings meist doch nicht.

«Auf den Gruppenchat der Familie und Freunde will man eher nicht verzichten»

Philippe Wampfler, Autor zum Thema Social Media, erklärt: «Es sind so viele Leute auf Whatsapp, dass man es fast nutzen muss, um erreichbar zu sein.» Auch wenn jeder den Dienst freiwillig nutze, gebe es einen gewissen Zwang. «Auf den Gruppenchat der Familie und Freunde will man eher nicht verzichten» , so Wampfler. Will man alle Freunde ebenfalls zum Wechsel überzeugen, ist das mühsam – und die stehen dann vor demselben Problem: Die meisten ihrer Freunde sind auf Whatsapp. Netzwerkeffekt nennt sich dieses Phänomen.

Diese Abhängigkeit ist auch ein Grund, weshalb sich die Leute aufregen: Selbst wenn es Änderungen gibt, die sie stören, können sich nicht einfach wechseln. «Whatsapp ist fast Teil der Infrastruktur geworden, ähnlich wie die Post: Wenn eine Filiale schliesst, gibt es einen grossen Aufschrei. Die Leute verschicken aber weiterhin Briefe und Pakete mit der Post», sagt Wampfler. «Der Verzicht ist schwierig.»

Unklar wie Whatsapp genau Geld verdienen möchte

Ganz ähnlich sieht es Daniel Graf, Dozent für Social Media. «Die Ankündigungen im Netz dürfen nicht überbewertet werden», wendet er noch ein. Gemacht würden die oft von einer sehr lauten Minderheit. Für einen grossen Teil der Nutzer seien diese Themen egal, sie seien zufrieden, solange der Dienst gut funktioniere und gratis sei.

Wie genau Whatsapp Geld mit der App verdienen will, können beide Experten nicht sagen. Es gebe bisher kaum funktionierende Geschäftsmodelle für Messenger. Philippe Wampfler vermutet, dass die neue Storyfunktion bei Whatsapp verwendet werden könnte, um Werbung einzublenden.

(asc)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Guggi am 28.07.2017 12:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    logo

    Dann giebts wieder irgendwo einen neuen gratis messenger der massenhaft zulauf hat. ich wechsle sofort wens passt.

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  • Edi am 28.07.2017 12:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bessere Alternative

    Threema, Whatsapp für Erwachsene.

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  • toby am 28.07.2017 12:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Whatsapp kostenpflichtig

    Falls es kostenpflichtig würde ich whats app deinstallieren.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Schwupps am 29.07.2017 22:02 Report Diesen Beitrag melden

    Netzwerkeffekt

    Alle gehen zusammen zu einem anderen Gratis-Messenger. Weg sind sie. Was für Experten sind das? Vor Facebook gab es andere soziale Netzwerke und es hat sich schnell durchgesetzt. Bei einem Messenger muss man nur die Kontakte zügeln. Das ist noch einfacher als bei einem sozialen Netzwerk!

  • TK am 29.07.2017 17:57 Report Diesen Beitrag melden

    Threema

    Ich sag nur wechsel zu Threema, ist fast gleich, eure Daten sind sicher und kostet einemmal 2-3 CHF und man ist glücklich

    • Nick. s am 29.07.2017 19:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @pornfrauen. Quelle

      Richtig, und nicht die billigen porn frauen aus badoo. die landen sofort im Whatsapp

    • IT Freak am 29.07.2017 19:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Nick. s

      stimmt, fragen sofort für Whatsapp addy

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  • Vielbefreundeter am 29.07.2017 12:50 Report Diesen Beitrag melden

    Gruppendruck

    Der Druck, endlich Whatsapp zu installieren, ist enorm in meinem Umfeld. Ich muss mir persönliche Angriffe gefallen lassen. Trotzdem bleib ich bei Telegram, Signal, Viber, Skype, Mail und SMS. Das reicht längstens.

  • AllesGratis am 29.07.2017 11:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gratisdienstleistung

    Würde mich zwar auch nerven wenns nicht mehr gratis wäre, aber andererseits hätte ich auch Verständniss.

  • Barbara S. am 29.07.2017 10:39 Report Diesen Beitrag melden

    Moment mal ...

    sind SMS und Internet nicht im Abo-Preis inbegriffen und nun reklamiert man, wenn man für Whatsapp bezahlen muss? Software, Technik etc. müssen auch unterhalten werden und dies geht nicht ohne Kosten ...