iPhone-Tracking

26. März 2012 12:22; Akt: 26.03.2012 12:23 Print

Apple verbannt «Schnüffler» aus App Store

Apple lehnt neu offenbar Apps ab, die auf den Identifikations-Code von iPhone und iPad zugreifen. Mit den strengeren Vorgaben für Entwickler soll der Datenschutz verbessert werden.

storybild

Vor allem auf mobile Werbung spezialisierte Firmen nutzen die Kennnummer (UDID), um personalisierte Anzeigen auf den Apple-Geräten zu schalten. (Bild: Symbolbild Keystone)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Apple zwingt die Entwickler von iPhone-Apps zu strengeren Datenschutzrichtlinien. Der iPhone-Hersteller habe damit begonnen, Apps nicht mehr für seinen App Store zuzulassen, die auf die eindeutige Kennung (UDID) von mobilen Geräten zugreifen. Das berichtet das Technologie-Portal «Techcrunch».

Über die Kennnummer lassen sich Handys oder Tablet-Computer mit einer Mobilfunkverbindung eindeutig identifizieren. Zahlreiche Apps greifen bislang auf die UDID zu, um Informationen über die Nutzer zu sammeln und etwa massgeschneiderte Werbung platzieren zu können. In den vergangenen Monaten war speziell in den USA eine Kontroverse entbrannt, weil einige App-Entwickler ihre Daten an Dritte weitergegeben hatten (20 Minuten Online berichtete).

Seit längerem bekannt

Bereits vor rund einem halben Jahr hatte Apple App-Entwickler darüber informiert, dass eine Veränderung in Sachen UDID-Nutzung anstehe. Nun mache das Unternehmen aber Ernst und habe erste Apps zurückgewiesen, die diesen Zugriff nutzen. Anwendungen mehrerer Entwickler seien in der vergangenen Woche deshalb abgelehnt worden, berichtet das US-Medium.

Anders als Cookies, über die viele Internet-Sites das Surfverhalten ihrer Nutzer analysieren, lässt sich die UDID auf dem Smartphone oder Pad nicht löschen.

Für Kopierschutz genutzt

Der Zugriff auf die UDID und die Nutzung der Daten darüber war in den vergangenen Wochen zunehmend ins Visier von Datenschützern in den USA geraten, die darin einen Eingriff in die Privatsphäre sehen. Etliche App-Anwender nutzen die UDID auch für einen Kopierschutz, damit beispielsweise Zeitschriften-Abos nur auf einem bestimmten Gerät genutzt werden können.

Was App-Entwickler als Alternative zur UDID nutzen könnten, um an Daten von Anwendern zu kommen und ihre Dienste anzubieten, bleibt abzuwarten.

(dsc/sda)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • nurmalso am 26.03.2012 14:45 Report Diesen Beitrag melden

    Bitte konsequent

    Wenn Entwickler die UDID nicht mehr auslesen dürfen dann bitte den Zugriff aus der API entfernen

    einklappen einklappen
  • Marco am 26.03.2012 14:11 Report Diesen Beitrag melden

    Alternative...

    ...wurde von Apple auch schon kommuniziert: Von der App eine eigens generierte ID. Die ist gültig, solange die App installiert ist. Nach einer Löschung der App ist auch die ID weg.

  • Kurt am 26.03.2012 14:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Langsam zeit

    Es wird langsam zeit das apple etwas an der sicherheit dreht.im letzten jahr war das ios sogar unsicherer als android.android 10bekannte exploids und apple gar 25.das hat nichts mit maleware oder so zu tun,nur rein das betriebssystem

Die neusten Leser-Kommentare

  • nurmalso am 26.03.2012 14:45 Report Diesen Beitrag melden

    Bitte konsequent

    Wenn Entwickler die UDID nicht mehr auslesen dürfen dann bitte den Zugriff aus der API entfernen

    • Hans am 26.03.2012 17:26 Report Diesen Beitrag melden

      Why?

      Für Inhouse-Apps ist man noch recht froh, wenn man die Geräte weiter anhand der UDID identifizieren kann und so auch eine Art von access-controll hat. Innerhalb einer Firma ist ja dann auch der Teil mit der Werbung nicht gegeben. Gut ist hingegen, dass die nutzung in öffentlichen Apps nun untersagt werden soll.

    einklappen einklappen
  • Kurt am 26.03.2012 14:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Langsam zeit

    Es wird langsam zeit das apple etwas an der sicherheit dreht.im letzten jahr war das ios sogar unsicherer als android.android 10bekannte exploids und apple gar 25.das hat nichts mit maleware oder so zu tun,nur rein das betriebssystem

  • Marco am 26.03.2012 14:11 Report Diesen Beitrag melden

    Alternative...

    ...wurde von Apple auch schon kommuniziert: Von der App eine eigens generierte ID. Die ist gültig, solange die App installiert ist. Nach einer Löschung der App ist auch die ID weg.