Foto-App geplündert

05. Januar 2014 13:41; Akt: 06.01.2014 14:39 Print

Nach Hacker-Angriff: Snapchat gelobt Besserung

Hacker haben Daten von 4,6 Millionen Snapchat-Nutzern geklaut. In einem Blogeintrag gestehen die Entwickler nun erstmals Fehler ein und kündigen ein Update für die Foto-App an.

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Snapchat CEO Evan Spiegel steht unter Beschuss, nachdem Hacker 4,6 Millionen private Daten aus der Foto-App geklaut haben. (Bild: Keystone/AP/jae C. Hong)

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Snapchat hat am Donnerstag eine neue Version seiner App angekündigt, nachdem Hacker mithilfe einer Sicherheitslücke die Telefonnummern und die Benutzernamen von 4,6 Millionen Anwendern geklaut hatten. Die privaten Daten der Nutzer wurden im Web veröffentlicht. Ob einzelne Nutzer von dem Hack betroffen waren, war über die Website der Hacker Snapchatdb.info zu erfahren.

Der Angriff auf die Snapchat-Nutzer kam nur wenige Tage nach einer Warnung durch die australische Sicherheitsfirma Gibson, die auf Lücken in der Foto-App aufmerksam gemacht hatte. Bereits seit August sei bekannt, dass Hacker Hintertüren in der App ausnutzen könnten, um an Nutzerdaten zu gelangen. Auf die Hinweise hatte Snapchat bisher nicht reagiert. Im aktuellsten Blogeintrag der Snapchat-Entwickler

«App soll sicherer werden»

In einer Stellungnahme äusserten sich auch die Hacker: «Wir haben die Daten ins Internet gestellt, um die öffentliche Aufmerksamkeit auf das Problem zu lenken und Snapchat dazu zu drängen, die App sicherer zu machen», sagt ein Hacker gegenüber der Website Techcrunch.com. Veröffentlicht wurden die Benutzerdaten zensiert. Die Hacker hatten die letzten beiden Ziffern der geklauten Telefonnummern geschwärzt.

«Wir verstehen, dass Technologie-Start-ups begrenzte Ressourcen haben, aber die Sicherheit der persönlichen Daten sollte Priorität haben», so die unbekannten Drahtzieher hinter dem Angriff. Snapchat bestätigte indes, dass die persönlichen Daten von ihren Servern gestohlen wurden. Wann ein Update für die Foto-App vorliegen wird, haben die Snapchat-Macher nicht bekannt gegeben.

Entwickelt wurde Snapchat im Jahr 2011. Vor allem bei Jungen ist die App beliebt, da sie die Möglichkeit bietet, Fotos oder Videos zu veröffentlichen, die sich anschliessend selbst zerstören, nachdem sie angesehen wurden. Ende 2013 hatte das Start-up ein Übernahmeangebot von Facebook in Höhe von drei Milliarden US-Dollar abgelehnt.

(tob)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Sushi am 05.01.2014 20:00 Report Diesen Beitrag melden

    Apps

    Bis heute wusste ich nicht mal was Snapchat überhaupt ist. Demfall kommt es auch auf meine No-Go-Liste wie Whatsapp und die Facebook App.

  • Bündner ohne komischen Namen am 05.01.2014 14:49 Report Diesen Beitrag melden

    Ja die Geldgier...

    ...hätte Spiegel das gewusst dass sein Kartenchat gehackt wird, hätte er vor einigen Wochen das ganze an Zuckerberg verkauft, für 3 Mia.!! (Zuckerberg, Spiegel... Komischen Namen haben die ja...)

  • techfreak am 05.01.2014 14:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Erst der Anfang...

    ... coole Aktion. Die Leute geben viel zu bereit willig ihre Informationen Preis.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Pierre Müller am 05.01.2014 20:52 Report Diesen Beitrag melden

    ScreenShot

    Mit dem iPhone ein Print-Screen machen, und schon ist das Bild für immer gespeichert. Und diese Print-Screen zerstören sich nicht selbst. Nur das wohl geschickte Foto. Wunderbare Welt von SnapChat, wenn man eine Brücke zur Erhaltung von Informationen nutzen kann, woran SnapChat nicht gedacht hat.

  • Sushi am 05.01.2014 20:00 Report Diesen Beitrag melden

    Apps

    Bis heute wusste ich nicht mal was Snapchat überhaupt ist. Demfall kommt es auch auf meine No-Go-Liste wie Whatsapp und die Facebook App.

  • Hans am 05.01.2014 15:42 Report Diesen Beitrag melden

    Snapchat

    Whatsapp und Facebook sind die naechsten. Jeder selber Schuld der das benutzt.

  • Bündner ohne komischen Namen am 05.01.2014 14:49 Report Diesen Beitrag melden

    Ja die Geldgier...

    ...hätte Spiegel das gewusst dass sein Kartenchat gehackt wird, hätte er vor einigen Wochen das ganze an Zuckerberg verkauft, für 3 Mia.!! (Zuckerberg, Spiegel... Komischen Namen haben die ja...)

  • techfreak am 05.01.2014 14:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Erst der Anfang...

    ... coole Aktion. Die Leute geben viel zu bereit willig ihre Informationen Preis.