Gefährliche Prosa

29. Juli 2015 13:43; Akt: 29.07.2015 13:43 Print

Schadsoftware in Roman versteckt

Sicherheitsforscher haben schädliche Codes zwischen Zeilen der Prosa von Autorin Jane Austen gefunden. Die Schadsoftware war auf Websites versteckt.

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Die schädliche Software war auf Websites versteckt, auf der Passagen des Romans zu lesen sind. (Bild: Keystone)

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Hacker können über den Roman der britischen Autorin Jane Austen «Sense and Sensibility» in Computer eindringen. Dies über Websites, wo Passagen des Buchs online zu lesen sind. Zwischen den Zeilen des Klassikers aus dem 19. Jahrhundert haben Mitarbeiter der US-Firma Cisco Security schädliche Programme gefunden.

Die Hacker nutzen mehrere Websites als Ausgangspunkt für Cyberattacken. Passagen von Literaturklassikern seien eine «wirksame Verschleierungstechnik», heisst es in dem Bericht von Cisco. Warum ausgerechnet Jane Austen für die Aktivitäten der Hacker herhalten musste, ist nicht bekannt. «Es ist anscheinend eine zufällige Auswahl», sagte Cisco-Experte Jason Brvenik.

Nutzer werden ausgesperrt

Eine weitere Strategie der Hacker, um die Rechner argloser Internetnutzer kapern zu können, sind Blog-Einträge und Magazintexte mit verstecktem Code von Schadprogrammen. Die Textauswahl gaukle Antivirus-Programmen Seriosität vor, die Internetseiten würden deshalb seltener als gefährlich eingestuft.

Die Folgen für Nutzer können verheerend sein. Unter den Schadprogrammen, die hinter Jane Austens Prosa versteckt werden, befindet sich auch sogenannte Ransomware. Damit können Hacker die infizierten Computer verschlüsseln – und die Nutzer aussperren. Ist der Rechner erst einmal verschlüsselt, gibt es eigentlich kein zurück mehr und die Daten sind so gut wie verloren.

Von einer Zahlung des Lösegelds rät die Schweizer Melde- und Analysestelle Informationssicherung (Melani) ab. Denn eine Garantie, dass dies eine Freigabe der Daten bewirkt, hat man nicht. In den meisten Fällen bewirkt die Zahlung lediglich, dass das Portemonnaie der Betrüger dicker wird.

(tob/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Franz Meister am 30.07.2015 11:35 Report Diesen Beitrag melden

    naja...

    Also zuerst mal nicht als Administrator reingehen (haben schon einige Schadsoftware Mühe) und dann ein Internet Security...nicht auf webseiten von gewissen Ländern, z. B. Russland gehen ....

  • AppleUser am 29.07.2015 18:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hilfe

    Hilfe, wie kann das sein das wenn ich was runter lade einen Virus bekomme. Ich habe einen Mac und die bekommen doch keine Viren. Das hat mir Der Mac Verkäufer im Appleshop gesagt.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Franz Meister am 30.07.2015 11:35 Report Diesen Beitrag melden

    naja...

    Also zuerst mal nicht als Administrator reingehen (haben schon einige Schadsoftware Mühe) und dann ein Internet Security...nicht auf webseiten von gewissen Ländern, z. B. Russland gehen ....

  • AppleUser am 29.07.2015 18:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hilfe

    Hilfe, wie kann das sein das wenn ich was runter lade einen Virus bekomme. Ich habe einen Mac und die bekommen doch keine Viren. Das hat mir Der Mac Verkäufer im Appleshop gesagt.

    • Dev am 29.07.2015 19:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @AppleUser

      Jedes Betriebssystem kann von Schadsoftware befallen werden. Nur gibt es massiv mehr davon für Windows was vor allem mit seiner Vergangenheit und der Verbreitung zu tun hat. Wenn jemand sagt für OSX gäbe es keine Malware halte ich das für sehr fragwürdig und gefährlich. Die User werden unvorsichtig. Zudem müssen Security-Updates auch bei OSX und vorallem für Programme von Drittanbieter (Browser, Java, Acrobat, Flash etc) umgehend installiert werden.

    • Dr. OS am 29.07.2015 19:59 Report Diesen Beitrag melden

      Windows sicherer

      haha, dann hat dich der Verkäufer über den Tisch gezogen. Windwos ist heute sicherer als die Aepfel...

    • huynh luan am 29.07.2015 20:09 Report Diesen Beitrag melden

      naja ...

      das mit den viren mag stimmen, denn .... beim apfel sitzt dann der wurm drin. die wirkung ist jedoch die gleiche.

    • klaus am 29.07.2015 21:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      falsche sicherheit

      da Apple nur mangelnd über Schwachstellen informiert und die bekannten jahrelang offen sind. ist schwer davon aus zu gehen, da meist Mac User keine Viren Software haben. ms ist heute sicher viel sicherer und es wird extrem schnell gepatcht

    • Joshi am 30.07.2015 01:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Teusch dich nicht

      Ich glaube ein Hacker der einen starken Willen und genügend Erfahrung hat, kann so ziemlich alles schaffen im Netz. Da ist glaube ich ein Mac oder Windows Computer etwas einfacheres. Gruß Joshi

    • AlexKeller am 30.07.2015 07:06 Report Diesen Beitrag melden

      Apple Geräte sind bei Hackern begehrt

      Da sehr viele Forschungseinrichtungen wie auch das französische und das amerikanische Militär über Apple Geräte verfügen, wird es auch Viren wie auch andere Schädlinge dafür geben. 100 % Sicherheit gibt es nicht. Man kann aber eine 99% Sicherheit garantieren, wenn man das einsetzt: komplizierte PWs, Nichtbenutzung des integrierten Schlüsselbunds, Software aus sicheren und zertifizierten Quellen, Virenschutz, Software-Firewall, Hardware-Firewall, Proxy, Sicherheits-Einstellungen in Browsern wie auch des Systems beachten und nach eigenen ermessen einstellen. USB Sticks/HDs nach Viren prüfen.

    • Paul Suter am 30.07.2015 09:34 Report Diesen Beitrag melden

      Stimmt

      Das ist wahr. Apple Rechner können nicht von Vieren attackiert werden. Das ist wirklich wahr. Denn ich habe es im Fernsehen gesehen. Und wenn es nähmlich nicht wahr wäre, hätte es auch nicht im Fernsehen kommen können.

    • Markus W. am 01.08.2015 20:05 Report Diesen Beitrag melden

      An Paul

      Stimmt Paul. Apple Rechner werden weder von Dreien, noch von Fünfen und erst recht nicht von Vieren attackiert, höchstens von Viren oder anderer Schadsoftware. Da das Fernsehen ausschliesslich Wahrheiten verbreitet, darf man dessen Aussagen unbenommen vertrauen

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