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Wenn Kinder surfen
20. September 2012 14:27; Akt: 20.09.2012 17:12 Print
Das treiben junge Schweizer im Netz
In keinem anderen Land Europas surfen mehr Minderjährige mit dem Smartphone. Dies zeigt eine Studie der Uni Zürich. Beunruhigend sind die Erkenntnisse zum «Kontakt» mit sexuellen Inhalten.

Auffällig viele Schweizer Kinder haben über ein mobiles Gerät Zugang zum Internet. Dies zeigt eine repräsentative Studie der Universität Zürich. (Bild: Thinkstock)
Mehr als jedes dritte Schweizer Kind hat im vergangenen Jahr Bilder mit sexuellen Darstellungen gesehen - rund ein Fünftel davon online. Demnach kommen deutlich mehr Schweizer Minderjährige mit Pornos in Kontakt, als in den umliegenden Ländern Europas. Dies zeigt eine aktuelle Studie der Universität Zürich.
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In der gross angelegten Untersuchung des Instituts für Publizistikwissenschaft und Medienforschung der Universität Zürich wurden 1000 Schweizer Kinder und Jugendliche zum persönlichen Umgang mit Social Media und dem Internet befragt. Die erhobenen Daten wurden mit einer internationalen Studie verglichen, an der sich insgesamt 33 europäische Länder beteiligt hatten. Dabei zeigen sich teils grosse Unterschiede.
Die Eltern wissen von nichts
In anderen europäischen Ländern kommt statistisch gesehen nur jedes vierte Kind mit sexuellen Darstellungen in Kontakt. In der Schweiz sind es laut der Befragung 35 Prozent. Doch zwei Drittel der befragten Mädchen und Jungen, die mit sexuellen Inhalten konfrontiert wurden, gaben an, dass sie sich durch die Bilder nicht belästigt oder gestört fühlten.
Oft wissen die Eltern nicht, dass der Nachwuchs bereits einmal solche Bilder gesehen hat, schreiben die Forscher in einer am Mittwoch veröffentlichten Medienmitteilung auf der Uni-Website. Ebenfalls beunruhigend aus Elternsicht: 8 Prozent der Kinder haben sich schon mit jemandem im realen Leben getroffen, den sie vorher nur online kennengelernt haben. Im übrigen Europa sind es nur unwesentlich mehr (9 Prozent).
Surfen mit dem Smartphone
Auffällig viele Schweizer Kinder (49 Prozent) haben über ein Smartphone Zugang zum Internet. Im europäischen Schnitt sind es gerademal 12 Prozent. Täglich verbringen die 9- bis 16-jährigen Schweizer rund 64 Minuten im Netz. Das europäische Mittel liegt bei 88 Minuten.
Den Löwenanteil der Zeit (85 Prozent) beansprucht das Anschauen von Videos. An zweiter Stelle (78 Prozent) folgt das Arbeiten für die Schule. E-Mails machen 65 Prozent aus und das Konsumieren von Nachrichten liegt mit 61 Prozent auf dem vierten Platz der häufigsten Internetaktivitäten. Im Schweizer Schnitt sind die jungen Leute neun Jahre alt, wenn sie zum ersten Mal das Internet nutzen.
Fast 50 Prozent der Kinder und Jugendlichen unterhalten ein eigenes Social-Network-Profil. Im europäischen Schnitt liegt dieser Wert bei 59 Prozent. Einen frappanten Unterschied gibt es in diesem Punkt in Bezug auf die Datenschutz-Einstellungen. Lediglich vier Prozent der 9- bis 16-jährigen Schweizer schützen ihr Social-Network-Profil nicht und lassen es öffentlich, also für alle einsehbar. Im europäischen Durchschnitt sind 26 Prozent der Profile öffentlich.
Je älter, desto kompetenter
Mit zunehmendem Alter nehme die Internetkompetenzen der Kinder zu, konstatieren die Forscher. Besonders jüngeren Kindern fehle diese noch. 73 Prozent der 11–12-Jährigen können keine Spam-Mails oder unerwünschte Werbung blockieren, 67 Prozent wissen nicht, wie sie ihre Privateinstellungen auf ihrer Social-Network-Seite ändern können und 63 Prozent können Nachrichten von unerwünschten Usern nicht unterbinden, heisst es.
(mbu/dsc)
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Lasst sie machen
Jetzt folgt der Ruf nach Internet-Aufklärung an den Schulen. Mein Gott, die Kinder sollen doch ihre Erfahrungen sammeln.
Gefahr, wo?
Gefahren im Netz? Reine Ablenkung. Denn die sogenannten Smart-Phones sind selbst die grösste Gefahr. Bei dem E-Smog, was die Jungen heutzutags abkriegen, könnte man ihnen auch ein Päckli Zigis in die Hand drücken und das Rauchen beibringen.
Bildungsdirektion auf abwegen!
Ja jetzt sind es wieder die Eltern. Aber unsere Bildungsdirektion welches unsere Kinder über die Schule auf solches Material aufmersam macht hat jetzt natürlich nichts damit zu tun. Seien wir doch ehrlich, die Sexual Erziehung hat unserer Schule übernommen und die Eltern haben nichts mehr zu sagen, sonst wird gegen die Eltern vorgegangen. Das ist unsere Demokratie!?
Kein Outsourcing der Elternverantwortung
Auch wenn die Schule die Sexual Erziehung übernommen hat bedeutet das noch lange nicht dass wir Eltern keine Aufsichtspflicht mehr haben. Ich glaube auch dass die Kinder Informationen von anderen Klassenkameraden bekommen.