Me.ga lahmgelegt

07. November 2012 12:24; Akt: 07.11.2012 12:38 Print

«Kim Dotcom hat alles verloren»

Die neue Filesharing-Plattform me.ga soll Amerika das Fürchten lehren. Doch der MegaUpload-Nachfolger hat ein böses Problem. Unbekannte «Piraten» bieten die gekaperte Domain zum Kauf an.

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Die unbekannter Hacker machen sich via Twitter über Kim Dotcom lustig. Er habe «alles verloren». (Bild: Screenshot twitter.com)

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Hat Kim Dotcom den Mund zu voll genommen? Am 20. Januar 2013 will der umtriebige Internet-Unternehmer sein neues Projekt lancieren, die Filesharing-Plattform me.ga. Wer zurzeit die entsprechende Internetadresse aufruft, erlebt allerdings eine Überraschung: Besucher der Website werden automatisch weitergeleitet, und zwar zum Twitter-Konto einer bislang unbekannten Hackergruppe. Offenbar haben Angreifer die Domain gekapert, wie der TorrentFreak-Blog berichtet. Die im afrikanischen Staat Gabun registrierte Domain soll an den Meistbietenden verkauft werden ...

Die Hacker, die sich Omega nennen und ebenfalls mit einer gabunischen Domain (ome.ga) in Erscheinung treten, finden harte Worte für Dotcom. Der 38-Jährige sei nicht besser als seine Feinde, heisst es via Twitter. Auch ihm gehe es nur ums Geldmachen.

Gabun sperrte Domain

Das ist innert kürzester Zeit der zweite Tiefschlag für Dotcom. Gerade erst hatte ein hochrangiger Politiker Gabuns verkündet, dass seine Regierung die Domain me.ga vorläufig sperre. Begründung: Gabun wolle kein sicherer Hafen für skrupellose Geschäftsleute und ihre fragwürdigen Angebote sein, man wolle die Cyberkriminalität bekämpfen.

Ob hinter der ablehnenden Haltung der gabunischen Regierung amerikanische Druckversuche stehen, ist nicht bekannt. Die US-Unterhaltungsindustrie galt als treibende Kraft hinter dem FBI-Schlag gegen das MegaUpload-Netzwerk.

Kim Dotcom alias Kim Schmitz hat sich bislang nicht zum unerwarteten Hackerschlag gegen seine neue Filesharing-Plattform geäussert, die grösser und sicherer als MegaUpload werden soll. Dotcoms jüngste Botschaft auf seinem Twitter-Profil richtet sich an den alten und neuen US-Präsidenten, Barack Obama. Er hoffe, so Dotcom, dass die nächsten vier Jahre besser würden als die letzten vier.

Aber auch die Omega-Hacker nehmen Bezug auf Dotcoms politische Präferenz und lassen verlauten: «Heute hat Kim Dotcom alles verloren: die me.ga-Domain und seinen Mega-Freund Mitt Romney (...)»

(dsc)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Tarzan am 07.11.2012 12:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schade

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  • Roland am 07.11.2012 13:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    alles das selbe

    Sind doch eigentlich alles verbrecher! Omega wie doc! Seit ihr für omega, seit ihr genau gleich wie die die für doc sind!

  • brack obama am 07.11.2012 13:00 Report Diesen Beitrag melden

    ich finde so dreiste menschen gehören be

    ich finde so dreiste menschen gehören bestraft

Die neusten Leser-Kommentare

  • jocki am 07.11.2012 18:46 Report Diesen Beitrag melden

    lächerlich

    er muss nur eine neue Domain präsentieren und alle wissens. mein gott alle kennen megaupload.

  • Zare am 07.11.2012 17:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Verloren

    Alles verloren, eine Domaine verweist nur auf einen Server auf dem alle Daten liegen. Wer weiss wo der Server ist. Es reicht nur eine neue Domaine mit dem verweis auf den Server und schon funktioniert alles wieder. Er hat nur die Domaine verloren welche lächerlich billig ist.

  • Deathclock am 07.11.2012 17:31 Report Diesen Beitrag melden

    Gabun fetzt

    Gabun fetzt, sie wollen Cyberkriminalität bekämpfen und sind mit der Domain ome.ga die Heimat einer offiziellen Hacker-Gruppe. Bin ich der Einzige der jetzt an deren Glaubwürdigkeit zweifelt?

    • besserwisser am 07.11.2012 17:40 Report Diesen Beitrag melden

      glaubwürdigkeit wird heute überbewertet

      in amerika wird im tv praktisch jedes freiliegende körperteil, welches normalerweise mit kleidern bedeckt ist zensiert. gleichzeitig beherbergt amerika aber die grösste porno-branche weltweit...^^

    • markus christopher am 07.11.2012 17:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      dito

      hehe..genau das selbe ging mir auch durch den kopf. also ist entweder druck oder geld seitens der us unterhaltungsindustrie im spiel.

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  • Realist am 07.11.2012 16:09 Report Diesen Beitrag melden

    Lachhaft!? Sind nur die Idioten die

    wirklich glauben mit solchen Massnahmen etwas aufhalten zu können ^^ Sorry aber die Leute müssen noch soooo viel über Technik und das Leben lernen....

  • Peter am 07.11.2012 16:05 Report Diesen Beitrag melden

    Wayne interessierts?

    Wie sie alle immer so tun als wäre Kim der einzige der sowas betreibt / betrieben hat. Die Leute brauchen immer einen auf den sie zeigen können und fühlen sich dann besser oder was? Einfach nur lächerlich. Es gibt hunderte solche share Portale und wird es auch immer geben. Der eine geht mal zu und 10 neue gehen auf. So wird es auch immer weiter laufen.

    • Peter Zaugg am 08.11.2012 10:02 Report Diesen Beitrag melden

      Dich als Zeitungsleser.

      Es geht um den Aufhänger in der Zeitung. Oder glaubst du tatsächlich dass es jemanden interessiert wer Kim Schmitz ist? Wäre es nicht er wäre es ein anderer auf der Titelseite.

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