Ashley Madison

20. Juli 2015 13:51; Akt: 20.07.2015 14:51 Print

Sexportal gehackt – Schweizer Kunden zittern

Unbekannte haben Nutzerinformationen des Seitensprungportals Ashley Madison erbeutet und drohen nun, diese zu veröffentlichen. Auch Schweizer sind betroffen.

storybild

Auf Ashleymadison.com sollen zwischen 160'000 und 245'000 Schweizer aktiv sein. (Bild: Screenshot)

Zum Thema
Fehler gesehen?

«Das Leben ist kurz. Gönn' Dir eine Affäre.» So lautet der Slogan der Website Ashley Madison. Die Nutzer des Portals wollen eigentlich anonym bleiben. Doch nun haben Hacker offenbar die Kundendatenbank erbeutet und erpressen den Betreiber.

Der kanadische Internet-Konzern Avid Life Media, der diverse Sex-Portale und Dating-Websites betreibt, ist Opfer eines Datendiebstahls geworden.

Die Hacker sollen dabei unter anderem Nutzerinformationen des Seitensprung-Portals Ashley Madison erbeutet haben, berichtete der IT-Sicherheitsexperte Brian Krebs. Der Blogger und Journalist gilt aus ausgewiesener Fachmann und machte bereits andere grosse Hackerangriffe öffentlich.

Weltweit 37 Millionen Mitglieder

Avid Life Media (ALM) bestätigte gegenüber dem US-Portal Mashable, dass es einen Einbruchsversuch gegeben habe. Die Sicherheitslücke sei inzwischen geschlossen worden. Man arbeite mit den Strafverfolgungsbehörden zusammen, um den Einbruch aufzuklären.

Alleine Ashley Madison hat nach Angaben eines Unternehmenssprechers weltweit 37 Millionen Mitglieder und ist auch im deutschsprachigen Raum aktiv. Unterschiedlichen Angaben zufolge sind zwischen 160'000 und 245'000 Schweizer auf dem Portal aktiv.

Betrugsvorwürfe

In welchem Umfang die Hacker Kundendaten erbeuteten, ist noch unklar. Die Gruppe mit dem Namen «The Impact Team» behauptet, die kompletten Datenbank-Bestände von Avid Life Media kopiert zu haben. Die Hacker-Gruppe warf dem Konzern vor, ihre Kunden betrogen zu haben.

Das Versprechen, dass für 19 US-Dollar ein Mitglieder-Profil bei Ashley Madison komplett gelöscht werde, sei eine Lüge. Zahlungsdaten blieben nämlich weiterhin gespeichert. Wenn ALM die Websites Ashley Madison und Established Men nicht aus dem Netz nehme, werde man die Kundenprofile inklusive der echten Namen veröffentlichen.

ALM hatte im Jahr 2011 vergeblich versucht, in Kanada an die Börse zu gehen. Mitte April kündigte das Unternehmen an, in London einen neuen Anlauf für einen Börsengang zu unternehmen. Die Öffentlichkeit in Europa stehe dem umstrittenen Geschäft der Seitensprungvermittlung aufgeschlossener gegenüber als in Nordamerika.

(sda)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Peter2000 am 20.07.2015 14:04 Report Diesen Beitrag melden

    Betrug

    Jeder der sein(e) Partner(in) betrügt verdient es auch nicht anderst. Und es zeugt doch schon von einer gewissen Ironie einer Website, die zum Betrug aufruft, Betrug vorzuwerfen.

    einklappen einklappen
  • Urs Wipf am 20.07.2015 14:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Singel

    Wer Seitensprünge braucht, hat den falschen Partner gewählt. Dann bleibt lieber Singel.

  • Ehefrau am 20.07.2015 14:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Na Hoppla

    Eine Seite für Seitensprünge war scheinbar nötig für all die die nicht fähig sind ihre Ehe durch Erhlichkeit zu führen. Jetzt wehren sie die Betrogenen. Gut so! Früher brauchte man einen Detektiv um den Ehemann oder die Ehefrau zu entlarven, eine kostspielige Sache. Danke Internet. Von mir aus sollen die kleinen Helfer die Namen der Kunden preisgeben, bin gespannt ob mein Ehemann da Mitglied ist oder war.

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Aussendienstler am 11.08.2015 08:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    antw...

    oh la la, tja.... kann alles ins Auge gehen :-) bei grossem Misstrauen so oder so trennen. komme was wolle irgendwie wird es immer besser... einmal am Boden der tatsachen kann es ja nur noch nach oben gehen, weiter fallen ist unmöglich wenn man erst da liegt und sich windet.. :-) habt vertrauen! Gruss BN

  • Tom Meister am 24.07.2015 15:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wer..

    Wer noch nie gesündigt, der werfe den ersten Stein...

  • ein Scheidungsanwalt am 23.07.2015 14:29 Report Diesen Beitrag melden

    Selber schuld

    Schafft doch endlich die Ehe ab. Sie ist unnütz und insbesondere entspricht sie nicht dem natürlichen Verhalten der Menschen, sondern ist einzig auf religiöses Blabla gestützt und daher da "widernatürlich" genau genommen pervers (synonym für widernatürlich). Säugetiere sind nicht monogam, viel eher die Ornithopoden. Ist die Ehe erst Mal abgeschafft, brauchts auch keine solchen Portale mehr. Ich jedenfalls lache mich zwischenzeitlich kaputt, ob der Ehe UND ob dieses Portals und seinen Benützer/Innen.

  • Centurio am 21.07.2015 18:21 Report Diesen Beitrag melden

    es ist ganz einfach

    der letzte Mensch, den man auf dieser Welt betrügen sollte ist sein Lebenspartner. Wer das nicht versteht, hat sowieso schon genug Probleme.

  • Miss X am 21.07.2015 15:14 Report Diesen Beitrag melden

    Man erntet was man sät

    Wer betrügt, wird betrogen..... nach dem neutralen, universellen Gesetz: "man erntet was man sät".