Experten warnen

27. Dezember 2013 17:12; Akt: 27.12.2013 17:31 Print

Snapchat kann nun auch gehackt werden

Einer Gruppe australischer Hacker ist es aufgrund einer Sicherheitslücke gelungen, an die Telefonnummern von Snapchat-Usern zu gelangen. Das Unternehmen hat noch nicht reagiert.

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Auch die Hadynummern dieser beiden Snapchat-Userinnen und ihrer Freunde könnten in die falschen Hände geraten. (Bild: Screenshot Snapchat)

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Es ist keine grosse Überraschung: Nachdem immer wieder Meldungen über gehackte Twitter- oder Facebook-Konten zu lesen waren, sollen nun auch Snapchat-Daten von unbefugten Drittpersonen eingesehen werden können. Der australischen Hacker-Gruppe Gibson Security gelang es, an die Telefonnummern von Usern der Foto-App zu gelangen. In einem detaillierten Bericht zeigen die Australier, die ihre Identität nicht preisgeben wollen, wie bei Snapchat Sicherheitslücken ausgenutzt werden können. «Mit der Freunde-finden-Funktion werden alle Kontakte auf dem Mobiltelefon gescannt. Damit kann die Telefonnummer der Nutzer herausgefunden werden», berichtet ein Sprecher der Sicherheitsfirma der britischen Zeitung «The Guardian».

Die Gruppe gibt an, sie habe Snapchat bereits vor knapp vier Monaten über die Sicherheitslücke informiert. Eine Antwort habe sie nie erhalten. Aus diesem Grund beschlossen die Hacker, ihre Ergebnisse nun zu veröffentlichen. In der Publikation wird genau gezeigt, wie der Fehler in der Foto-App für potenziellen Datenmissbrauch genutzt werden könnte. Der Sprecher von Gibson Security schlägt Snapchat vor, die Freunde-finden-Funktion zu deaktivieren. «So könnte der Schaden schnell minimiert werden», erklärt der Profi-Hacker.

Speichern von teilweise delikaten Inhalten

Es ist nicht das erste Mal, dass der 2011 veröffentlichte Instant-Messaging-Dienst von Datenschützern kritisiert wird. Obwohl sich die mit der Foto-App versandten Bilder zehn Sekunden nach dem Öffnen auf dem Empfänger-Handy selbst zerstören und der Sender gewarnt wird, wenn sein Gegenüber einen Screenshot machen will, können die teilweise delikaten Inhalte von einem Zweitgerät fotografiert werden. Es existieren auch bereits Apps, mit denen die Warnfunktion im Falle eines Screenshots umgangen werden kann.

Besonders in den USA rutschte der Dienst wegen der Kurzlebigkeit der Fotos, Videos und Texte schnell in die Schmuddel-Sparte ab. Vor allem Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 13 und 25 Jahren sollen den Messaging-Dienst vielfach für Sexting nutzen. Diesen Vorwurf des Austauschens von Bildern mit eindeutig sexuellen Inhalten wollen die Snapchat-Gründer Evan Spiegel und Bobby Murphy allerdings nicht gelten lassen. Ihre Anwendung sei eine Möglichkeit zur authentischeren Kommunikation. Man wolle sich mit lustigen Bildern, die eine Momentaufnahme zeigen, von den oftmals kunstvoll inszenierten Fotos bei Facebook abheben.

(sts)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • CBCB am 27.12.2013 17:27 Report Diesen Beitrag melden

    Facebook

    Hätte er lieber die 3 Milliarden von Zuckerberg genommen :)

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  • Miss Unverständlich am 28.12.2013 02:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    nur schon dämlich... 

    dass ein Chat-App erfunden werden muss, um (ob man es dann wirklich so nennen will) erotische Bilder zu versenden. ohne Risiko. mein Gott! Immer wieder liest man von jungen Frauen derer Nacktbilder veröffentlicht werden. Wieso könnt ihr denn nicht komplett darauf verzichten? Aus meiner Sicht ist es unnötig solche Bilder zu versenden...ich verstehe zumindest den Sinn nicht...?!

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  • Sämi Jordi am 27.12.2013 18:49 Report Diesen Beitrag melden

    Das ist doch kein Hack!

    Für das braucht es keine Hack kenntnisse, wie auch Facebook oder übrigen Soz.-Netzwerke sind alles offene Bücher. Muss nur die Rundung der Programms folgen, irgendwo findet man immer eine Lücke. Aber wer nicht danach sucht, findet auch nichts. Daher nie, sensible Daten auf solche dinger laden, ausser ihr wollt das es missbraucht wird. Denn meist sind es Insider, die Kunden Daten weiter geben, meist für Geld. Gibson Security?! SO ist auch eine möglichkeit Geld zu machen, suchen und erpessen. Dies hat nix Security zutun!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Alessandro am 29.12.2013 16:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Der gläserne Mensch

    Jesus... Und jetzt??? Das bringt unsere soziale Entwicklung mit, der Mensch ist schon lange gläsern. Aber haben wir was zu verstecken??

  • Shinedown am 28.12.2013 13:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    boaahhh omg!!!!

    Wow als ob das nicht klar war... Ich bin 15 und habe bereits mehreremal Facebook Profile gehackt (nie um schaden anzurichten, sondern um es zu testen). Das ist etwa so schwer wie ein word in pdf umzuwandeln... aber unsere liebe mediengesellschaft muss da natürlich wieder ein riesen Drama daraus machen, obwohl es jedem halbwegs inzelligenten Menschen schon lange bewusst sein sollte.

    • User79 am 29.12.2013 00:39 Report Diesen Beitrag melden

      Nachdenken

      Jeder halbwegs intelligenter Mensch würde nicht mit einer Straftat im Internet angeben und dass noch von seinem Handy verschicken.

    • Hacker seit 10 Jahren am 29.12.2013 01:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Hahahaha - Die kleinen Kinder

      Haha und gehackt heisst für dich sicherlich das Passwort herausgefunden. Ansonsten kannst du mir gerne die Sicherheitslücke zeigen, da dies für einen 15 jährigen unmöglich ist. Hane erst gerade letztens den Bericht von einem gelesen der hatte genau 1 Jahr darangearbeitet.

    • batman am 29.12.2013 01:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Bravo!

      willst du jetzt ein lob von mir?

    • Tim Amsler am 29.12.2013 10:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      HaHa klar

      hahaha ja sicher passwort herausgefunden haha xD

    • Informatiker am 29.12.2013 10:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Facebook hacken leicht gemacht

      @user79: Hacken zu Testzwecken ist legal, wenn das "Opfer" vorher das Einverständnis gibt. @Hacker seit 10 Jahren: Wenn jemand im selben WLAN ist wie ich, dauert das keine Minute und ich habe dieses Profil gehackt. Man muss nur die Cookies abfangen können. Deshalb sollte man nicht in öffentlichen WLANs auf Facebook usw gehen.

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  • Tony.S am 28.12.2013 10:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Haben leider nur die Nacktheit

    Nimm den Leuten die Nacktheit weg, was bleibt.....? Nichts!

  • Miss Unverständlich am 28.12.2013 02:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    nur schon dämlich... 

    dass ein Chat-App erfunden werden muss, um (ob man es dann wirklich so nennen will) erotische Bilder zu versenden. ohne Risiko. mein Gott! Immer wieder liest man von jungen Frauen derer Nacktbilder veröffentlicht werden. Wieso könnt ihr denn nicht komplett darauf verzichten? Aus meiner Sicht ist es unnötig solche Bilder zu versenden...ich verstehe zumindest den Sinn nicht...?!

    • gogg am 28.12.2013 16:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Danke

      Genau meine Meinung. Für die ganze Erotik gibts unter anderem Private Zimmer im eigenen Haus. Sofern kein Perverser dort Kameras installiert hat kann man sich dort lang genug gegenseitig Nackt zeigen und andere Sachen machen. Bin zwar kein befürworter von willkürklichen Affären und reinen sexbeziehungen u.s.w., ist aber besser als Fotos in die ganze Welt zu Streuen. Heute ist man in einer dermassen sexualisierten Gesellschaft als Asexueller ja schon gesegnet. Ich kann jedenfalls nicht klagen.

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  • Michelle am 27.12.2013 23:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    hmm..

    Also 1. was kann man heute noch nicht hacken ?! und 2. gibt es unzählige Apps, welche das sichern von Fotos und Videos von Snapchat ermöglicht. Nur schon die Nutzung von Snapchat "BETA" ermöglicht es, Snaps zu speichern und an andere weiter zu senden.. Ich finde man ist selber schuld wenn man pikante Bilder und/oder Videos von sich verschickt und ein Screenshot gemacht oder es sogar heruntergeladen wird.

    • Titan am 28.12.2013 09:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Michelle

      Voll deiner Meinung. Leider gibt es doch immer wieder 'naive' Mädchen/Frauen, die Nacktbilder und sogar teilweise Nacktvideos von sich an den Freund weiterschicken. Ihnen ist halt nicht bewusst, dass man innert Sekunden die 'heiklen' Bilder dank Weiterleitungsfunktion an zig Leute und sogar rund um die Welt schicken kann. Wäre genial, wenn Frau zuerst überlegt und erst dann handelt.

    • Michelle am 28.12.2013 13:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Titan

      Ja, das stimmt schon.. Ich selber nutze Snapchat auch und es ist lustig wenn man mit Freunden und Bekannten Bilder und Videos austauschen kann.. Nur kommt es leider auch sehr oft vor, dass es Männer ausnutzen um sich in Pose zu setzen.. (es sind nicht nur Mädchen/Frauen) Naja, egal ob männlich oder weiblich, man ist selber Schuld.

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