Google und Facebook

24. September 2014 18:03; Akt: 24.09.2014 18:08 Print

2015 kommt das Internet vom Himmel

Die Internetversorgung bis in die hintersten Ecken der Welt wird nächstes Jahr konkret. Facebook und Google starten dann ihre neuen Netze per Riesendrohnen und Ballone.

Google erklärt, wie das Project Loon funktioniert. Quelle: Youtube.com/Project Loon
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Facebook möchte das Internet für alle zugänglich machen. Wie der Konzern am Montag bekannt gab, nimmt das Projekt Connectivity Lab Gestalt an: Die ersten Internet-Drohnen sollen bereits 2015 fliegen. Die unbemannten, solarbetriebenen Flugobjekte sollen etwa so gross sein wie eine Boeing 747 und während mehreren Monaten in der Luft bleiben. Sie bewegen sich auf einer Höhe zwischen 18‘000 und 27‘000 Metern und sollen das Internet in entlegene Gegenden der Erde bringen.

Weil die Flugobjekte mit ihren riesigen Flügeln eher wie Flugzeuge aussehen, spricht Facebook lieber von «Planes» als von «Drones», wie Yael Maguire, Ingenieur beim Connectivity Lab, an der Konferenz Social Good Summit in New York erklärte.

Zuerst sollen im nächsten Jahr Testflüge absolviert werden. In zwei bis drei Jahren soll der flächendeckende Dienst dann bereits in 21 Ländern in Lateinamerika, Afrika und Asien verfügbar sein. Hinter dem Projekt steht die Organisation Internet.org, an der Facebook als Gründungsmitglied massgeblich beteiligt ist. Mit dabei sind auch Unternehmen wie Samsung, Ericsson oder Nokia.

Google lässt Ballone steigen

Google verfolgt ein eigenes Projekt, um das Internet über den Himmel zu verbreiten. Einen Tag nach der Ansage von Facebook hat Google am Dienstag an der Technologiekonferenz Emtech in Cambridge angekündigt, ebenfalls im nächsten Jahr mit Ballonen die gesamte Südhalbkugel abzudecken.

Mit dem Project Loon werden bereits Tests gemacht. Dabei fliegen die Internetballone in einer Höhe von rund 20‘000 Metern und funken per LTE Daten direkt an die Handys, die sich am Boden befinden. Bodenstationen werden dazu keine benötigt. Wie viele Ballone für ein derart grosses Gebiet erforderlich sind, wurde nicht bekannt gegeben. Wie Heise.de berichtet, haben Testballone des Project Loon bereits zwei Millionen Kilometer zurückgelegt.

Facebook stellt Connectivity Lab vor. Quelle: Youtube.com/internet.org

(ray)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Peter am 24.09.2014 18:25 Report Diesen Beitrag melden

    Dear Uncle SAM

    Ja Ja, vor allem Google und Facebook. Der eine hortet die Daten von jedem auf diesem Planet und der andere hilft beim Suchen...

  • Verückte Welt am 24.09.2014 19:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    kein essen und trinken dafür internet

    die bevölkerung der südhalbkugel braucht kein internet! sorgt dafür das sie essen und trinken haben.. investiert lieber die milliarden in bildung, gesundheit und infrastruktur.

    einklappen einklappen
  • martin am 24.09.2014 20:49 Report Diesen Beitrag melden

    Landesrecht

    Ich frage mich wie das mit dem recht der verschiedenen Länder vertretbar sein soll. Vor allem die Balöne von Google sind in Sachen Flugrichtung kaum steuerbar. haben sie vom ganzen Globus Überflug Erlaubniss. Wie sieht es mit der Signaltärke aus? z.b. in der Schweiz ist ein x faches weniger erlaubt als in DE, UK, AUS und so weiter dazu kommt die Funkstärke die dann z.b. auf die Fluggäste strahlt die sind dann ja verhältnissmässig nahe an einem signal das nach 20000km noch eine imense Fläche decken soll.

Die neusten Leser-Kommentare

  • baloooooon am 24.09.2014 21:10 Report Diesen Beitrag melden

    leider....

    Denkfehler: Helium ist teuer und muss regelmässig nachgefüllt werden. Sorry dudes, das ist n weekend projekt für enthusiasten

  • kani am 24.09.2014 21:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    krass

    wie viel cash und macht facebook, google usw. haben... beängstigend

  • martin am 24.09.2014 20:49 Report Diesen Beitrag melden

    Landesrecht

    Ich frage mich wie das mit dem recht der verschiedenen Länder vertretbar sein soll. Vor allem die Balöne von Google sind in Sachen Flugrichtung kaum steuerbar. haben sie vom ganzen Globus Überflug Erlaubniss. Wie sieht es mit der Signaltärke aus? z.b. in der Schweiz ist ein x faches weniger erlaubt als in DE, UK, AUS und so weiter dazu kommt die Funkstärke die dann z.b. auf die Fluggäste strahlt die sind dann ja verhältnissmässig nahe an einem signal das nach 20000km noch eine imense Fläche decken soll.

  • olimimus am 24.09.2014 20:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    weltweit problemlos ingress zocken

    juhuu dann kann man überall problemlos ingress zocken ohne immer eine sim zu kaufen :D

  • Türki Dere am 24.09.2014 19:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Super!

    finde ich eine sehr gute idee welche vorallem in drittweltländern viel hilfe verschaffen wird.:)

    • kani am 24.09.2014 21:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      klar

      dann haben sie internet aber keine steckdose... und in 20 jahren ist das smartphone ein lebensgrundsatz wie der fernseher^^

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