Zu fest verbaut

20. September 2013 22:57; Akt: 20.09.2013 22:57 Print

Tablets sind schlecht wiederzuverwerten

Die wertvollen Materialien, die in Tablet-Computern enthalten sind, lassen sich nur mit grosser Mühe wieder auftrennen. Das macht das Recycling schwierig.

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Tablet-Computer, wie dieses Modell von Toshiba, stehen gemäss einer Untersuchung des Fraunhofer-Institus in Sachen Wiederverwertbarkeit schlechter da als ihre grossen Artgenossen. (Bild: Keystone)

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Tablet-Computer enthalten viele wertvolle Bauteile, lassen sich aufgrund ihrer Konstruktion aber nur schwer wiederverwerten. Das hat das deutsche Fraunhofer-Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration (IZM) in einer Untersuchung festgestellt, die heute in Berlin veröffentlicht wurde. Demnach gibt es bei den Geräten auch enorme Unterschiede, was die Austauschbarkeit von einzelnen Baugruppen bei Defekten angeht.

Die Tester demontierten insgesamt 21 Tablets, darunter so bekannte Modelle wie das iPad mini von Apple, das Samsung Galaxy Tab 2 und das Google Nexus 7. Detaillierte Angaben zu den einzelnen Geräten machten sie aber bewusst nicht.

Alle Rechner enthielten wertvolle Materialien wie Edelmetalle, Aluminium oder sortenreine Kunststoffe, teilte das Institut mit. Diese seien aber meist in Materialverbünden verbaut, die sich nur schwer wieder auftrennen liessen. Das mache das Recycling schwierig.

Für die Wiederverwertung von zentraler Bedeutung sei es vor allem, Akkus schnell entnehmen zu können, betonte das IZM. Das sei nur bei einem Modell möglich gewesen. Aus Konsumentensicht problematisch sei es aber unter anderem auch, wenn bei einigen Geräten der LCD-Bildschirm fest mit dem Touch-Panel verklebt sei - also jener Sensorschicht, die die Fingerbewegungen auf dem Schirm registriert. Bei einem Defekt des Frontglases müssten dann beide Komponenten getauscht werden.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Kritiker am 22.09.2013 09:58 Report Diesen Beitrag melden

    Zusammengeklebter Müll

    Die Zeiten sind vorbei als man mit dem Schraubenzieher noch etwas bewirken konnte. Heute muss man die Geräte wohl zuerst in Lösungsmittel oder der richtigen Säure kochen bis man sie öffnen kann, die Industrie ist schon fast am Ziel ihrer Wünsche, die Geräte gehen kaputt wann die Industrie will und lassen sich nicht mehr reparieren, wir sind manipulierte Konsum-Idioten.

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  • Hans Klarsicht am 21.09.2013 08:51 Report Diesen Beitrag melden

    Schickt es halt wie üblich...

    wenns zu teuer wird nach Afrika und lasst die Kinder da auf Müllhalden unter erbärmlichsten Bedinungen das Zeuchs abbrennen und ohne Sicherheitsbekleidung und Handschuhe Gold und Kupfer per Hand herausfiltern. Als ob dies nicht schon seit Anbeginn gemacht wird. Da war mal ein Mann sehr peinlich berührt als ich ihm davon erzählte wie vieles "recycled" wird. Er fing zuerst an zu lachen und ich fragte ihn ob er es wirklich witzig finde Kinder für solche Arbeiten einzusetzen, da wurde er still und es war ihm, seiner Frau und seiner Tochter offensichtlich peinlich so etwas zu wissen.

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  • wechsler am 22.09.2013 07:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    wen interessierts

    wen interessiert schon umweltschutz? wir bezahlen ja kräftig für co2-abgaben. vom rest spricht keiner mehr.

Die neusten Leser-Kommentare

  • M.G am 22.09.2013 15:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    verstehe ich nicht

    Und für was zahlt man vrg? (vorgezogene recycling gebühren) Wir zahlen doch schon schon alle dafür!

  • Kritiker am 22.09.2013 09:58 Report Diesen Beitrag melden

    Zusammengeklebter Müll

    Die Zeiten sind vorbei als man mit dem Schraubenzieher noch etwas bewirken konnte. Heute muss man die Geräte wohl zuerst in Lösungsmittel oder der richtigen Säure kochen bis man sie öffnen kann, die Industrie ist schon fast am Ziel ihrer Wünsche, die Geräte gehen kaputt wann die Industrie will und lassen sich nicht mehr reparieren, wir sind manipulierte Konsum-Idioten.

    • Robin am 22.09.2013 13:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      gleicher Meinung

      neben der geplanten funktionellen Obsolenz (welche Sie erwähnt haben) gibt es aber noch die äusserliche Obsolenz. Warum wohl wurde das Iphone 4S mit einer Glasrückseite verkauft? Wir sind der Industrie schon lange auf den Leim gegangen weil wir uns solchen Schmarn auch noch andrehen lassen.

    • Patric S. am 23.09.2013 00:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Robin

      Verstehe ihre Aufregung beim iPhone 4s nicht. Ich habe eines seit es auf dem markt ist. Die rückseite ist noch nie kaputtgegangen und ich verwende das gerät ohne schutzhülle oder der gleichen. Auch habe ich keinen bürojob wo das gerät immer auf dem schreibtisch liegt. Sollte sie dennoch kaputt gehen, ricardo.ch für 25.- und in 2 minuten gewechselt. Bezahlt man jedoch wie ich im apple store 850.- pflegt man das gerät ev. etwas besser als wenn man es für 1.- bei einer vertagsverlängerung bekommt. Leute die so leichtsinnig mit ihrem hab und gut umgehen haben einfach den bezug zu geld verlohren.

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  • SUV am 22.09.2013 09:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Verhältnisblödsinn

    Lamentieren über die Wiederverwertbarkeit von wenigen 100g Ressourcen, gleichzeitig aber im 2 Tonnengefährt rumgurken, das macht keinen Sinn. Da gibt es weit wirkungsvollere Möglichkeiten Ressourcen zu sparen, z.B. im Strassenverkehr oder in der Gebäudeheizung.

    • susanne m. am 22.09.2013 19:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      lesen hilft

      es geht um rare Materialien, von denen es eben nicht so viel gibt.

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  • wechsler am 22.09.2013 07:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    wen interessierts

    wen interessiert schon umweltschutz? wir bezahlen ja kräftig für co2-abgaben. vom rest spricht keiner mehr.

  • Seppu H am 22.09.2013 07:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    jammerlappen

    immer am jammern... eine Loesung ist anzustreben....alles andere intressiert niemanden