Mega-Deal

07. April 2013 23:57; Akt: 08.04.2013 06:19 Print

Google nimmt WhatsApp ins Visier

Kommt es demnächst zum Internet-Deal des Jahres? Angeblich will der Suchmaschinenriese den populären Smartphone-Dienst WhatsApp kaufen – für eine Milliarde US-Dollar.

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Aus der Schweiz kommt die neueste Messaging-App, die sicherer ist als WhatsApp. ermöglicht dank End-to-End-Verschlüsselung eine abhörsichere Kommunikation. Die App ist bereits für das iPhone erhältlich (2 Franken) und soll Anfang 2013 auch für Android veröffentlicht werden. Das deutsche Techportal golem.de hat die wichtigsten WhatsApp-Alternativen aufgespürt: Der grosse Rivale mit rund 250 Millionen Usern heisst . Skype gibt es seit 12 Jahren, ist für fast alle Betriebssysteme verfügbar und kostenlos. Nebst einfachen Textnachrichten sind Anrufe mit und ohne Videofunktion möglich. ist wie Sykpe eine App für Internet-Telefonie, mit der auch Textnachrichten verschickt werden können. Viber ist kostenlos. Datenschutzrechtlich ist die Software aber laut golem.de bedenklich. Einer für fast alle: Wer einen Multi-Messenger sucht, mit dem man andere Messenger-Dienste zusammenführen kann, sollte sich genauer anschauen. Den praktischen Kurznachrichtendienst gibt es für PC, Mac, Android, iOS und BlackBerry. Einer der grössten Konkurrenten von WhatsApp ist der Samsung-eigene Instant Messenger . Der Messenger läuft auf allen Smartphones und Tablets, die Android, iOS, BlackBerry und Bada nutzen. Auch mit können plattformübergreifend Textnachrichten versendet, Dateien verschickt und Internet-Telefonate geführt werden. Auf Android-Smartphones ist der Dienst vorinstalliert. Auch Facebook mischelt im Messenger-Geschäft mit. Nebst der Chat-Funktion lässt sich mit dem sehen, wo sich die Freunde gerade aufhalten - sofern die Kontakte die Ortungsfunktion aktiviert haben. Die App ist für Android und iOS erschienen. kommt ursprünglich aus Japan, hat sich inzwischen aber auch bei uns eine grosse Anhängerschaft erobert. Laut eigenen Angaben nutzen weltweit 73 Millionen Smartphone-Nutzer den Messenger, den es für Android, iOS und Windows Phone gibt.

Immer neue Messenger-Apps machen WhatsApp Konkurrenz.

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Google will WhatsApp kaufen: Mit diesem Gerücht sorgte der US-Blog Digital Trends am Wochenende für Wirbel. Eine offizielle Bestätigung gibt es nicht. Google und WhatsApp hüllen sich zum potenziellen Mega-Deal in Schweigen, doch das Tech-Portal ist sich seiner Sache sicher: Die Verhandlungen stünden kurz vor dem Abschluss und der Kaufpreis soll rund eine Milliarde US-Dollar betragen. Eine stolze Summe für ein Jungunternehmen, von dem niemand genau weiss, wie viel Geld in seine Kassen fliesst.

Fest steht: WhatsApp hält sich seit mehreren Jahren in den obersten Rängen der internationalen App-Download-Charts. Die Messenger-App ist laut Digital Trends die umsatzstärkste Anwendung in über 100 Ländern – obwohl die iPhone-Version mit einem Franken nicht übermässig teuer ist. Für Android und Windows Phone ist WhatsApp sogar gratis – zumindest im ersten Jahr. Doch selbst wenn das Startup-Unternehmen aus den USA bislang noch nicht viel Geld einnehmen sollte, bezweifelt kaum jemand, dass es schon bald eine Goldmine sein wird.

WhatsApp ist der Messaging-König

WhatsApp ist weltweit der mit Abstand populärste Kurznachrichten-Dienst. Daran können auch technische Pannen, Kontroversen rund um Sicherheitsaspekte und immer neue Konkurrenten (siehe Diashow) nichts ändern. Allein an Silvester 2012 wurden 18 Milliarden Glückwünsche über WhatsApp verschickt, wie das Unternehmen über seinen Twitter-Account verkündete.

Auch in der Schweiz scheint WhatsApp inzwischen beliebter zu sein als Facebook, SMS oder E-Mail. In einer nicht-repräsentativen Umfrage sagten Anfang Jahr 52 Prozent der Leser von 20 Minuten Online, dass sie hauptsächlich über WhatsApp kommunizieren. Nur elf Prozent geben der SMS den Vorzug und lediglich neun Prozent der E-Mail. Facebook ist gar nur für sechs Prozent der Leser der wichtigste Kommunikationskanal.

Google hat den Trend verschlafen

Milliardenschwere Übernahmen sind nichts Neues in der Tech-Branche: Bereits im Mai 2011 hatte sich Microsoft für 8,5 Milliarden Dollar den Internettelefonieanbieter Skype einverleibt. Im April des Vorjahres ging die Foto-App Instagram für knapp eine Milliarde Dollar an Facebook.

Nun also soll Google am Zug sein. Noch ist aber völlig unklar, ob die Übernahme-Gerüchte mehr als heisse Luft sind. Doch für Google käme der WhatsApp-Kauf mehr als gelegen. Googles eigene Kommunikations-Apps namens Messenger und Talk sind zwar auf allen Android-Smartphones vorinstalliert, fristen aber ein Mauerblümchen-Dasein. Sollte der Deal gelingen, könnte Google auf einen Schlag zur Nummer eins im hart umkämpften Markt der Kurznachrichten-Apps aufsteigen. Der Suchmaschinenriese musste zuletzt tatenlos zusehen, wie Apple und Facebook eigene Kurznachrichten-Dienste lancierten.

Auch Facebook wollte WhatsApp kaufen

Tech-Giganten wie Google sollen schon 2012 bei WhatsApp angeklopft haben. Bislang zeigte die erfolgreiche Messenger-App den Verehrern aber stets die kalte Schulter. Man wolle unabhängig und werbefrei bleiben, beteuerten die medienscheuen Firmengründer (ehemalige Yahoo-Manager) immer wieder. Einer der Firmengründer kritisierte jene Startups, die lediglich auf schnelles Geld aus seien, und sich von einem Konzern schlucken liessen. Bei solchen Aussagen könnte es sich natürlich auch um einen Bluff handeln. Mit dem Ziel, den eigenen Marktwert weiter in die Höhe zu treiben.

Bereits Ende 2012 machten wilde Spekulationen die Runde, Social-Network-König Mark Zuckerberg habe WhatsApp auf seiner Einkaufsliste. Kurz darauf verkündete Facebook jedoch, dass die eigene Kurznachrichten-App namens Facebook Messenger nun ohne Facebook-Konto genutzt werden kann – eine mehr als deutliche Kampfansage an WhatsApp. Vor dem Facebook Messenger muss sich WhatsApp allerdings kaum fürchten. Die Firmengründer wissen, was für ein Juwel sie derzeit in Händen halten. Entsprechend haben sie es mit dem Verkauf kaum eilig, denn mit jedem neuen WhatsApp-Nutzer steigt der Firmenwert.

Was denken Sie, wird Google den erfolgreichen Messaging-Dienst übernehmen?

(owi)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Gian Luca am 08.04.2013 00:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Neeeeeeiin.

    Mit google würde Whatsapp nur schlecht werden. Bitte nicht :( !

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  • Luca am 08.04.2013 23:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Problem?

    Ich sehe das Problem einfach nicht. Whatsapp kann uns doch so egal sein! Heutzutage besitzt man sowie so ein Abo wo alles unlimitiert ist, oder ein iPhone mit iMessage!! Und wenn man sich keine SMS mehr leisten kann, sollte man auch kein Smartphone haben!

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  • Danny am 08.04.2013 08:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Preiserhöhung? 

    Wenn Google meint Whatts App teurer zu machen,ist es schneller wieder deinstalliert als Ihnen lieb ist..

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Luca am 08.04.2013 23:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Problem?

    Ich sehe das Problem einfach nicht. Whatsapp kann uns doch so egal sein! Heutzutage besitzt man sowie so ein Abo wo alles unlimitiert ist, oder ein iPhone mit iMessage!! Und wenn man sich keine SMS mehr leisten kann, sollte man auch kein Smartphone haben!

    • Pimf is der Man am 09.04.2013 09:13 Report Diesen Beitrag melden

      Lauchig

      Dann biete mal alle Funktionen von whatsapp so an: mms, videos die länger sind, onlinestatus usw ohne whatsapp.

    • CWA111 am 09.04.2013 14:39 Report Diesen Beitrag melden

      Entschuldigung, aber...

      ähm... es soll doch noch Leute geben die kein Gerät von Apple besitzen. /s (= iMessage ist keine Alternative, da Whatsapp plattformübergreifend ist, was man von Apple nicht unbedingt behaupten kann) 2. Es mag Sie schockieren, aber es gibt auch Menschen die kein 100% unlimitieres Abo haben. Eine gewisse Anzahl SMS sind meistens schon dabei, aber auch dieses Kontigent ist je nach Nutzung aufgebraucht. Meiner Meinung nach, haben solche Dienste schon eine Berechtigung (Der Erfolg von Whatsapp spricht für sich.)

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  • hans nötig am 08.04.2013 20:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    .....

    Lieber Google als Facebook! was ist schon sicher heute?

  • Meeee am 08.04.2013 20:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Whatsapp nicht mehr werbefrei wenn google kommt!

    Mir sind Datenschutzlecks lieber als ständige Werbeeinblendungen wie das zum Beispiel auf Facebook ist. So ultra geheime Daten übermittle ich nicht über whatsapp. Per Mail oder sms im übrigen auch nicht. Nur ständige Werbung nervt mich tierisch. Jeder der denkt dass whatsapp werbefrei bleibt wenn Google whatsapp kaufen wird träumt!

  • D.E am 08.04.2013 18:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bitte nicht.

    Ich hoffe nicht, Google macht alles kaputt. Das gleich war bei Youtube. Bevor es zu Googel wechselte, war Youtube perfect. Alles stimmte, aber jetzt ist es 80% schlechter geworden.

  • Fritz the Geek am 08.04.2013 15:07 Report Diesen Beitrag melden

    Wäre Perfekt

    Aus meiner Sicht wäre dies super. WA ist im Moment ein notwendiges Übel. Dadurch wäre es deutlich sicherer, besser eingebunden und bleibt Gratis. Geschnüffelt wird überall, heute muss man nicht entscheiden ob man Daten anbietet, sondern wem man diese anbietet. Bei Google erhalte ich dafür wenigstens super Tools. Beim Rest muss ich trotz Daten die Tools noch teuer kaufen.