Geheimdienst in echt

05. Oktober 2012 12:15; Akt: 05.10.2012 23:31 Print

Die Bond-Gadgets für (fast) jedermann

Ob Raketenrucksack oder Unterwasser-Auto: James Bonds technische Spielereien sind legendär. Was einst der Fantasie der Regisseure entsprang, ist heute Realität.

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Sean Connery mit dem berühmten Jetpack in «Feuerball» (1965), dem vierten Bond-Streifen. In der Eröffnungssequenz benutzt 007 einen Raketenrucksack, um zu entkommen. Der Raketenrucksack ist längst keine Film-Utopie mehr: 1999 flog auch ein Schweizer Rocketman anlässlich der Uhren und Schmuckmesse in Basel durch die Lüfte. 1977 tauchte Roger Moore in «Der Spion, der mich liebte» im weissen Lotus Esprit Turbo ab. Die Agenten-Karosse konnte sich in sekundenschnelle in ein Unterwasser-Boot verwandeln. Wir Schweizer habens zwar für einmal nicht erfunden, aber gut nachgemacht: Gut 30 Jahre später präsentierte die Firma Rinspeed das Konzeptauto SQuba am Genfer Autosalon. Das Fahrzeug fährt wie ein gewöhnliches Auto über Land, kann aber auch problemlos ins Wasser abtauchen. Der Traum eines jeden Möchtegern-Spions ist die Röntgenbrille. Bond hatte 1999 in «Die Welt ist nicht genug», dem 19. Film der Agentenreihe, seinen Spass damit. Mitte 2012 präsentierte Google das «Project Glass»: Bereits 2013 soll die futuristische Datenbrille mit Kamera und Minidisplay ausgeliefert werden. Auch Kurznachrichten, Mails und Erinnerungen können auf dem Mikrodisplay angezeigt und gelesen werden. Preis: Um die 1000 Franken. In «Feuerball» nutzte James Bond eine Kamera mit eingebautem Geigerzähler. Gibts nicht? Gibts doch! Nach Fukushima bauen die vorsichtigen Japaner Mini-Geigerzähler zwar nicht in Kameras, dafür aber in Smartphones. Das erste Android-Smartphone mit integriertem Geigerzähler heisst «Pantone 5» und kommt von Sharp. Ein Knopfdruck genügt, um die gefährlichen Gammastrahlen in der Nähe zu messen.

Zum Thema
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Seit 50 Jahren zieht Bond, James Bond, die Fans in die Kinosäle. Die von Q präsentierten Gadgets sind fester Bestandteil jedes Bond-Abenteuers. Unvergesslich ist die Eröffnungszene in «Feuerball» (1965), wo Sean Connery mit einem Raketenrucksack die Flucht gelingt.

Quelle: YouTube

Besonders begeistert vom Jetpack-Flug waren offenbar die Amerikaner. 1984 liessen sie an der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele einen Rocketman durch das Stadion in Los Angeles fliegen.

Quelle: YouTube

Der Agententhriller «Feuerball» war gespickt mit lebensrettenden Gadgets. Im Kampf gegen das Böse konnte der Agent mit der «Lizenz zum Töten» auf eine Kamera mit eingebautem Geigerzähler zurückgreifen. Gibts nicht? Gibts doch! Sharp stellte Mitte 2012 sogar das erste Android-Smartphone mit eingebautem Geigerzähler vor (20 Minuten Online berichtete.)

Das Unterwasser-Auto aus der Schweiz

Auch Roger Moore als James Bond erhielt seine «Gadget-Momente»: 1977 tauchte 007 im weissen Lotus Esprit Turbo ab. Der bis unter die Motorhaube bewaffnete Agenten-Flitzer konnte sich in sekundenschnelle in ein Unterwasser-Boot verwandeln. Der Autor war damals noch nicht geboren, die Wow-Rufe im Kinosaal können sich aber wohl auch jüngere Semester bestens vorstellen.

Quelle: YouTube

Wir Schweizer habens zwar für einmal nicht erfunden, aber gut nachgebaut: Gut 30 Jahre nach «Der Spion, der mich liebte», präsentierte die Firma Rinspeed das Konzeptauto SQuba am Genfer Autosalon. Das Fahrzeug fährt wie ein gewöhnliches Auto über Land, kann aber auch problemlos ins Wasser abtauchen.

Quelle: YouTube/TheAutoChannel

Von der Röntgenbrille zur Google-Brille

1995 wurde der Bond-Reihe mit «Golden Eye» und dem etwas steifen Pierce Brosnan in der Hauptrolle neues Leben eingehaucht. Das ultimative Gadget eines jeden Möchtegern-Spions, die Röntgenbrille, durfte der Frauenheld aber erst vier Jahre später testen. In «Die Welt ist nicht genug» – dem 19. Film der Agentenreihe – hatte 007 seinen Spass mit der Röntgenbrille (siehe Diashow).

Die Spionage-Brille für jedermann gibt es zwar noch nicht wirklich bei Fielmann und anderen Optikern ihres Vertrauens. Dafür hat Google ein Gadget der Extraklasse in petto. Mitte Jahr stellten die Kalifornier das «Project Glass» vor. Bereits 2013 soll die futuristische Datenbrille mit Kamera und Minidisplay ausgeliefert werden. Auch Kurznachrichten, Mails und Erinnerungen können auf dem Mikrodisplay angezeigt und gelesen werden. Preis: um die 1000 Franken.

Die interaktive James-Bond-Infografik

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(owi)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • WillemvanPenalty am 05.10.2012 17:02 Report Diesen Beitrag melden

    Kopiergerät und Fersenautomatik

    Im Geheimdienst ihrer Majestät gibt es die Szene mit Kopierer. Und dann die Skiszene wo man sieht wie James Bond in die GEZE Fersenautomatik steigt. Dieses beiden Gadgets waren damals noch nicht im Einsatz und sind heute wohl kaum aus der Realität wegzudenken!

  • Dr. No ;-) am 05.10.2012 21:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Moore war schon Darsteller 3 von Bond!

    Roger Moore war nicht der zweite Bond Darsteller wie es im Artikel steht! Er war schon der dritte! Der sechste Bond-Streifen: "Im Geheimdienst Ihrer Majestät" Spielte Sean Connery nicht den Bond sondern George Lanzenby!!! Im siebten Bond: "Diamantefieber" wieder Connery. Im achten Bond: "Leben und sterben lassen" war Roger Moore's erster Bond-Film!

  • Mr. Q am 05.10.2012 12:31 Report Diesen Beitrag melden

    JA JA

    Was heisst da "mit dem etwas steifen Pierce Brosnan"? Herr Brosnan war neben Sean Connery die beste Besetzung als James Bond!

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Celentano am 08.10.2012 11:19 Report Diesen Beitrag melden

    Erst jetzt besonders

    Erst in den letzten zwei Bondfilmen ist alles origineller geworden.

  • Adrian A am 06.10.2012 16:42 Report Diesen Beitrag melden

    Gewöhnlicher Thriller geworden

    in den letzten 2 Bondfilmen ist alles immer mehr gewöhnlicher geworden wie in einem üblichen Thriller (ohne Erfindungen Spezialefekte usw.) es fehlt einfach etwas !! und das immer mehr !

  • Dr. No ;-) am 05.10.2012 21:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Moore war schon Darsteller 3 von Bond!

    Roger Moore war nicht der zweite Bond Darsteller wie es im Artikel steht! Er war schon der dritte! Der sechste Bond-Streifen: "Im Geheimdienst Ihrer Majestät" Spielte Sean Connery nicht den Bond sondern George Lanzenby!!! Im siebten Bond: "Diamantefieber" wieder Connery. Im achten Bond: "Leben und sterben lassen" war Roger Moore's erster Bond-Film!

  • WillemvanPenalty am 05.10.2012 17:02 Report Diesen Beitrag melden

    Kopiergerät und Fersenautomatik

    Im Geheimdienst ihrer Majestät gibt es die Szene mit Kopierer. Und dann die Skiszene wo man sieht wie James Bond in die GEZE Fersenautomatik steigt. Dieses beiden Gadgets waren damals noch nicht im Einsatz und sind heute wohl kaum aus der Realität wegzudenken!

  • Dani am 05.10.2012 14:07 Report Diesen Beitrag melden

    da war doch noch was

    Den Kugelschreiber mit integriertem Schneidlaser gibt es heute auch, allerdings als Laserpointer.