Das iPad im Visier

30. März 2012 12:08; Akt: 30.03.2012 13:37 Print

Google will eigene Tablets verkaufen

Der Internet-Konzern steigt laut Medienberichten ins Hardware-Geschäft ein. Über einen neuen Online-Shop sollen Google-Tablets mit dem Android-Betriebssystem angeboten werden.

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Mit Samsung hat Google bereits mehrere Smartphones lanciert. Laut Gerüchten soll dieses Jahr auch ein Google-Tablet auf den Markt kommen. (Bild: Keystone)

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Das «Wall Street Journal» berichtet unter Berufung auf gut unterrichtete Quellen, dass Google einen eigenen Online-Shop für Hardware-Produkte lancieren will. Über diesen neuen Absatzkanal werde der Internet-Konzern in Eigenregie Tablet-Computer verkaufen, um Apple und Amazon Konkurrenz zu machen.

Laut Bericht sollen die Tablets, die mit dem Google-Betriebssystem Android laufen, von Partnern wie Samsung oder Asus gebaut werden. Die Geräte sollen als offizielle Google-Tablets vermarktet werden, wie man das schon von den Google-Handys her kennt. Das erste Google-Tablet werde noch in diesem Jahr in Zusammenarbeit mit dem taiwanischen Hersteller Asus herausgebracht, heisst es. Asus hat unter anderem das Android-Tablet Transformer Prime entwickelt, das mit einer optionalen Tastatur in ein Netbook verwandelt werden kann.

Noch handelt es sich bei Googles Online-Shop um unbestätigte Gerüchte, die Details des Projekts sind alles andere als klar. Es wird erwartet, dass Google Mitte Jahr die nächste Android-Version namens Jelly Bean veröffentlichen wird. Schliesslich wird Google mit der Übernahme von Motorola Mobility auch noch selbst zum Hardware-Hersteller.

Konkurrenz belebt das Geschäft

Bei den Tablets ist Apple unangefochtener König. Ernsthafte Gegner sind bislang nicht in Sicht. Der Online-Händler Amazon ist mit dem Kindle Fire ins Rennen gegangen - Absatzzahlen gibt das US-Unternehmen keine bekannt. Der Start im vergangenen Jahr war erfolgreich. Wohl auch darum, weil der Kindle Fire zu einem Dumping-Preis von 199 US-Dollar verkauft wird - das ist laut Experten deutlich unter den Herstellungskosten.

Wie das «Wall Street Journal» berichtet, dachte auch Google darüber nach, Tablets zu subventionieren. Die bisherige Schwäche im Geschäft mit den Flundern ist ein wirtschaftliches Problem, wie die «Financial Times Deutschland» festhält. Android werde als offenes Betriebssystem an die Hersteller verschenkt. Die Einnahmen wolle Google dann mit seinen Diensten beziehungsweise Werbung erzielen.

(dsc)