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Schluss mit gratis
20. November 2012 11:00; Akt: 20.11.2012 11:05 Print
WhatsApp macht Kasse
Jetzt also doch: Der praktische SMS-Ersatz wird auch für Android und Windows Phone kostenpflichtig. Neu sollen die User jährlich zirka einen Franken abliefern.

WhatsApp bleibt werbefrei. Künftig sollen aber auch Nutzer von Android, Windows Phone oder BlackBerry zahlen.
Künftig müssen Android-Nutzer für WhatsApp blechen, berichtet der Tech-Blog mobiflip.de. Mehrere Whatsapp-Nutzer seien seit Anfang November 2012 aufgefordert worden, «ihr Abo kostenpflichtig zu verlängern». Der populäre Kurznachrichtendienst war bislang für Nutzer eines Android-Smartphones gratis. Nach einem Jahr wurde der Dienst jeweils kostenlos verlängert. Mit der Kulanz ist es nun anscheinend vorbei.
Auf der Firmenseite heisst es hierzu ziemlich eindeutig: «Beim iPhone muss man nur einmal bezahlen, wenn Sie die Anwendung herunterladen. Apple lässt Sie WhatsApp danach so oft wie nötig herunterladen. Bitte beachten Sie, dass Sie jedes Mal die gleiche Apple-ID verwenden. Für alle anderen Telefone (Android, BlackBerry, Windows Phone und Nokia) ist WhatsApp für ein Jahr kostenlos. Nach diesem Jahr haben Sie die Möglichkeit, das Abo um ein weiteres Jahr für $ 0,99 zu verlängern.» Das Jahresabo dürfte bei uns zirka einen Franken betragen.
Keine Änderung für iPhone-Nutzer
Für iPhone-Nutzer dürfte sich vorderhand nichts ändern, spekuliert der Tech-Blog. Wer WhatsApp für sein iPhone gekauft hat und auf Android oder Windows Phone umsteige, müsse vermutlich nicht zahlen, da die Laufzeit mehrere Jahre betragen dürfte. Besitzer anderer Smartphones werden nun aber anscheinend zur Kasse gebeten. Eine Umgehung der Abogebühr mit einem Handywechsel ist kaum möglich, da der Kurznachrichtendienst seine Nutzer über die Telefonnummer identifiziert.
Der Schritt zum Bezahlmodell erstaunt wenig: WhatsApp ist werbefrei und die Server und der Transport der täglich bis zu zehn Milliarden Nachrichten müssen finanziert werden. Die Entwickler haben sich bislang nicht zu den aktuellen Zahlungsaufforderungen geäussert.
In der Vergangenheit wurden immer wieder Kettenbriefe von WhatsApp-Nutzern weitergeleitet, in denen von «monatlichen Kosten in nächster Zeit» die Rede war. Die Nachrichten stellten sich allesamt als sogenannter Hoax (Scherz) heraus.
Was ist Ihre Erfahrung mit WhatsApp? Haben Sie eine Zahlungsaufforderung erhalten? Würden Sie den Dienst weiternutzen, wenn er kostenpflichtig werden sollte?
(owi)
Auch wenn gemäss heise.de die Sicherheit mit dem neuesten Update verbessert wurde, ist die jetzige Einführung eines Abo's ein denkbar schlechter Zeitpunkt. Von Marketing und Kommunikation haben die Betreiber von WhatsApp anscheinend keine Ahnung. Wenn die hingestanden wären und die Sicherheits-Probleme einerseits zugegeben und andererseits transparent gelöst hätten, würde sich kaum jemand über einen CHF 1.-- Gedanken machen. Das sind gerade mal die Kosten für 5 SMS im Jahr! Von MMS ganz zu schweigen. Aber unterschiedliche Kosten für unterschiedliche Handy-OS? Komisches Argument. – Dani Brechbühl
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Warum wegen einem Franken aufregen, ist doch wirklich nichts?! Das sind 8Rp. im Monat. Die heutige Sparmentalität ist langsam tragisch. Wenn man schon den ganzen tag Chatten muss, dann sollte dieser Franken keine Rolle spielen...