Smartphone ruft Rega

12. August 2012 19:53; Akt: 12.08.2012 20:10 Print

Wenn eine App Leben rettet

Ein Unfall mitten im Nirgendwo – eine Horrorvorstellung für jeden Bergsteiger. Immer besser können nun aber Verletzte aus scheinbar ausweglosen Situationen gerettet werden - Smartphone sei Dank.

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Dank der Rega-App können Verunfallte genau geortet werden. (Bild: rega.ch)

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Bei der Schweizerischen Rettungsflugwacht herrscht derzeit Hochkonjunktur. Das schöne Wetter hält die Besatzung auf Trab - seit Wochen stehen die drei Ambulanzjets pausenlos im Einsatz. Allein dieses Wochenende rückte die Rega rund 130 Mal aus.

Auffällig: Immer öfter erfolgt der Hilferuf dabei per Smartphone-App. Das Programm ist laut Ariane Güngerich vom Rega-Mediendienst ein Segen für die Betroffenen und die Einsatzleiter. «Dank der App kann die Rega mit nur zwei Klicks alarmiert werden», sagt die Mediensprecherin.

App ermittelt Koordinaten

Der Clou dabei ist, dass nicht nur eine Telefonverbindung aufgebaut wird, sondern automatisch auch die genauen Koordinaten sowie weitere Angaben des Verunfallten übermittelt werden. «Dies ist enorm hilfreich – besonders, wenn die Betroffenen selbst nicht genau angeben können, wo sie sich befinden», betont Güngerich.

Die Fähigkeiten der App gehen so weit, dass die Einsatzkräfte sogar den Akkustand des Handys des Betroffenen ablesen können. «So kann auf SMS-Kontakt umgeschaltet werden, wenn das Mobiltelefon sonst abzuliegen droht», erklärt die Rega-Mediensprecherin.

Dass die Bergsteiger dank diesem technischen «Joker» fahrlässiger werden oder die Rega vorschnell alarmieren, kann laut Güngerich nicht festgestellt werden. Wen es in den Fingern juckt, kann die Wunder-App nämlich auch so ausprobieren – das Programm verfügt nämlich über eine eingebaute Testfunktion.

(jbu)