Telegram

22. Februar 2014 02:27; Akt: 22.02.2014 02:27 Print

Der beste Messenger kommt aus Russland

Wen nach der Übernahme von WhatsApp durch Facebook und dem NSA-Skandal Sicherheitsbedenken plagen, dem sei Telegram ans Herz gelegt. Die russische App gilt als supersicher.

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Mit dem Online-Messenger Telegram ist es möglich, einen Timer zu setzen, der die Nachrichten nach einer bestimmten Zeit wieder löscht. (Bild: Screenshot Telegram)

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«Sehr schade! Das ist das Schlimmste, das passieren konnte», sagt 20 Minuten-Leser Mike A. zu der Übernahme des beliebten Nachrichtendienstes WhatsApp durch Facebook. Auch Kommentarschreiber Souichi Sugano sieht schwarz für die Zukunft des Messengers mit dem grünen Logo: «WhatsApp war schon offen und unsicher. Jetzt kommt dazu, dass unsere Daten verkauft werden.» Leser Gerhard Kalbermatten geht sogar noch einen Schritt weiter und löscht die Kommunikations-App. «Ich mag meine Daten nicht mit Facebook synchronisieren», begründet er. Die Leser beschäftigt vor allem der Verlust der Privatsphäre. «WhatsApp war bisher schon nicht sicher und mit Facebook zusammen noch viel weniger», befürchtet Kult-Urbanause. «Noch mehr Daten gebe ich Zuckerberg nicht», enerviert sich ein ehemaliger Nutzer des Instant-Messaging-Programms.

Eine nicht-repräsentative Umfrage von 20 Minuten mit mehr als 21'000 Teilnehmern zeigt, dass 51 Prozent der Befragten sich überlegen, künftig auf WhatsApp zu verzichten. Der Messenger hat zurzeit rund 450 Millionen User, wovon über 70 Prozent den Dienst täglich nutzen. Täglich werden 17 Milliarden Nachrichten verschickt. Welche schnüffelsicheren Alternativen bieten sich zum weit verbreiteten Online-Messenger?

200'000 Dollar für erfolgreichen Hack

Neben drei Schweizer Ausweichmöglichkeiten ist auch der russische Nachrichtendienst Telegram ein WhatsApp-Konkurrent. Diese App bietet eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung im sogenannten Secret Chat. Mithilfe eines Timers können dort Nachrichten automatisch auf den Smartphones von Sender und Empfänger gelöscht werden. Das Open-Source-Programm wird laufend auf seine Sicherheit überprüft. Die Telegram-Entwickler bieten 200'000 Dollar für einen erfolgreichen Hackversuch. Bislang blieb das Programm ungeknackt.

Die Anwendung ist kostenlos für iOS und Android erhältlich. Die Nutzer können genauso wie bei WhatsApp auf einfache Weise Textnachrichten, Fotos und Videos versenden und Dokumente austauschen. Was dem Messenger im Gegensatz zum grossen Konkurrenten noch fehlt, ist die Möglichkeit zum Versenden von Sprachnachrichten. Zudem hat das Programm erst wenige Nutzer. Die genauen Zahlen sind nicht bekannt, im Oktober 2013 erklärte Co-Gründer Pavel Durov allerdings gegenüber dem Blog «Techcrunch», Telegram habe mehr als 100'000 aktive User. In der Zwischenzeit dürften aber noch deutlich mehr dazugekommen sein.

Welcher ist Ihr bevorzugter Online-Messenger? Vertrauen Sie WhatsApp noch? Teilen Sie uns Ihre Meinung in den Kommentaren mit.

(sts)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Dinosaurier am 22.02.2014 09:22 Report Diesen Beitrag melden

    von gestern

    Ich rufe meine Freunde an oder schreibe Ihnen eine E-Mail, wenn's ganz schnell gehn muss und die Person nicht erreichbar ist schreib ich eine SMS. Mir ist nicht klar warum wir Apps brauchen, die unser Nutzerverahlten aushorchen um in 180 Textnachrichten zu besprechen was in einem 30 Sekunden Telefongespräch erledigt werden könnte

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  • dude am 22.02.2014 11:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    19 mia für nixx

    Habe gestern Whatsapp gelöscht. Nicht das ich angst um meine Daten hätte. Ich find den Gedanken einfach cool das FB 19 Mia für eine App ohne User gezahlt hat. Ich denke wir haben nun die Gelegenheit zu zeigen das wir mehr sind als eine Herde Schaafe die man mit genügend Geld kaufen kann... #dieherdeziehtweiter

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  • Heinz am 22.02.2014 08:18 Report Diesen Beitrag melden

    Threema

    Ich habe mir jetzt Threema installiert.. meine Kontaktliste ist momentan zwar noch leer aber das ändert sich hoffentlich über die Zeit.. ansonsten ist das auch nicht schlimm :) Weniger Nachrichten schreiben, mehr Zeit um das Leben zu geniessen :)

Die neusten Leser-Kommentare

  • Phil am 24.02.2014 16:34 Report Diesen Beitrag melden

    F S B

    Hehe und anstatt an die NSA wird alles einfach direkt an den FSB geliefert :D

  • Schweizerin am 24.02.2014 13:15 Report Diesen Beitrag melden

    Geheimcode Mundart

    Warum sollte Herr und Frau Schweizer WA löschen? Für FB, NSA, etc. ist es sowieso schwer unseren "Geheimcode Schweizerdeutsch" zu knacken, die Vielfalt ist sooo gross..;-) Somit bleiben unsere Nachrichten weiterhin gut verschlüsselt ohne jeglichen Dienst zu nutzen...;-) und jeder der einen FB-Account erstellt hat, ist bei Herrn Zuckerberg eh schon bekannt..!

  • Marco am 24.02.2014 12:33 Report Diesen Beitrag melden

    Telegram

    Wir wechseln auch zu Telegram - Es kann einfach nicht sein, dass Facebook (und damit diverse Geheimdienste) die Kurznachrichten der Nutzer ausschnüffelt und dazu noch ihre Aufenthaltsorte kennt, ob sie wollen oder nicht. Gerade dann, wenn es um Nutzer geht, die eigentlich gar nicht bei Facebook angemeldet sind. Bei anderen Systemen ist das Ausspionieren bestimmt auch möglich, aber nicht so einfach und nicht so hoch-automatisiert. Facebook & WhatsApp ===> Nein Danke!

  • Sersch Herren am 24.02.2014 12:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Alles bleibt wie es ist

    Also ich ämdere gar nichts. WhatsApp war und blibt immer unsicher! Von wegen wenn ich WhatsApp lösche bin ich sicher. Nein!! Es reicht shon nur das ein Freund von euch eure Nummer in seinem Adressbuch hat den wen es wircklich so ist das FB alles ausspioniert und speichert. Dann kann man gar nichts dagegen machen. Denkt ihr nur weil ihr eure Nummer nicht bei FB eintragt dass FB eure nummer nicht hat ;)

  • Jony am 24.02.2014 11:53 Report Diesen Beitrag melden

    Security

    Als supersicher würde ich es nicht bezeichnen, da nicht einmal Man In The Middle Attacks ausgeschlossen sind.