Chromebook

27. Juli 2011 20:20; Akt: 27.07.2011 20:24 Print

Ein Leben in der Wolke

von Michel Pescatore - Die lahmen Netbooks sind von gestern, die Zukunft gehört den flinken Chromebooks – zumindest wenn es nach Google geht.

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Googles Facetime: Videochat über den Webbrowser.

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Beim allerersten Start trödelt das Chromebook etwas, weil es Angaben zur gewünschten Internetverbindung (WLAN oder 3G) und zur Account-Erstellung erfragt, danach benötigt es nur noch ca. 10 Sekunden. Dann das Staunen: ein klassischer Desktop existiert nicht mehr, als Tor zur Welt und zu den wichtigsten Einstellungen fungiert Googles Webbrowser Chrome. Und schnell wird dem Benutzer klar: Ohne Internet funktioniert gar nichts. Alle Anwendungen und Daten wurden ins Internet (trendgemäss: die Cloud) verschoben. Zwar ist alles auf Googles eigenen Dienst (GMail, Docs, Picasa, etc.) ausgerichtet und optimiert, doch lassen sich schon viele Konkurrenzprodukte auch durch Browser-Zusätze benützen oder noch einfacher über deren Website; weitere werden über Web Apps folgen.

Obwohl das Chromebook Hardware-mässig in der Netbook-Liga mitspielt, fühlt es sich, eine schnelle Internetverbindung vorausgesetzt, viel reaktionsfreudiger an. Nur bei grosser Rechenlast merkt man die Verwandtschaft – Videos mit 720p sind das oberste Limit. Erfreulich ist zudem der matte Bildschirm, der auch in der Sonne gut lesbar ist.

Das Chromebook ist kein vollständiger Notebookersatz, da offline noch nicht brauchbar, erfüllt aber schon jetzt die meisten Online-Bedürfnisse. Durch die problemlose Gastfunktion und den minimalen Wartungsaufwand ist es ideal für Demo-Zwecke oder Schulen. Das Samsung Chromebook Series 5 gibt es beispielsweise bei Digitec für 489 Franken (Wi-Fi) oder 549 Franken (3G), zurzeit aber leider nur mit englischer Tastatur.