Ausblick

30. Dezember 2014 08:33; Akt: 30.12.2014 09:14 Print

Auf diese Gadgets können wir uns 2015 freuen

Cyber-Brillen, flexible Displays und vernetzte Geräte: Welche digitalen Geräte und Technologien sorgen 2015 für Furore? 20 Minuten wagt einen Ausblick aufs nächste Jahr.

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Das Smart Home wird 2015 noch schlauer und das Internet der Dinge gemäss dem Marktforschungsinstitut Gartner auf alle möglichen Geräte und Gegenstände ausgeweitet. Per WLAN und Bluetooth verbinden sie sich untereinander und mit dem Smartphone. Smart Eye: Sony möchte im Geschäft mit den Datenbrillen mitmischen und hat schon mal einen Prototyp einer eigenen smarten Brille gezeigt. Diese soll Bewegungsdaten messen, Fragen beantworten, fotografieren und beim Kochen Rezepte via Untertitel einblenden können. Google Glass: Offiziell ist Googles Datenbrille noch immer nicht in der Schweiz angekommen. Die Brille wird wohl bei uns erst dann käuflich sein, wenn ein neues, verbessertes Modell entwickelt worden ist. VR-Headsets: 3-D-Brillen wie die Oculus Rift oder die Samsung Gear VR sind in den USA bereits verfügbar, doch fehlt es noch an einem grösseren Angebot an Spielen und Filmen, die mit solchen Brillen genutzt werden können. Bei uns dürften die Headsets für die virtuelle Realität 2015 auf den Markt kommen. Wearables waren 2014 der Renner. Die Fitness-Tracker und Schrittzähler werden auch 2015 angesagt bleiben und gemäss IT-Analysten so richtig durchstarten. Neben den weiterentwickelten Freizeit-Armbändern sollen vor allem auch im medizinischen Bereich vermehrt eingesetzt werden. Beim Cicret Bracelet ist nicht einmal ein Display nötig. Das Smartband projiziert den Bildschirminhalt auf den Unterarm, wo man das Gerät mit dem Finger wie bei einem Touchscreen bedienen kann. Das Produkt gibt es erst als Prototyp. Momentan wird per Crowdfunding-Kampagne Geld gesammelt. Kommt genug zusammen, soll das Armband 2015 produziert werden. Biegsame Displays gibt es zurzeit erst als Prototypen. Gekrümmte, superflache OLED-Fernseher sind allerdings bereits Vorboten für flexible Geräte. Das Samsung Galaxy Note Edge kommt bereits mit einem gebogenen Display: Sein seitlich gekrümmtes Display erstreckt sich von der Frontseite auf die rechte Längsseite. Dort können zusätzliche Funktionen angewählt werden. Weitere Samsung-Prototypen: Solche zwar gebogene, aber unbewegliche Geräte dürften kaum für die Massenproduktion geplant sein. Bis richtig flexible oder sogar rollbare Displays in Geräten eingesetzt werden, dürfte es noch etwas länger dauern. Vernetzte Autos: 2015 werden sich Autos vermehrt mit dem Smartphone und somit mit dem Internet verbinden können. Apple und Android arbeiten diesbezüglich mit den meisten Autoherstellern zusammen. Spätestens am Genfer Autosalon und an der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt wird es dazu Neues geben. Windows 10: Im Spätsommer 2015 soll die neuste Windows-Version erhältlich sein. Das Betriebssystem soll sich für alle Gerätetypen (Smartphone, PC, Tabelt) eignen und bekommt wieder ein Startmenu. 3-D-Drucker sollen in der Industrie, bei biomedizinischen Anwendungen und bei Privatnutzern weitere Verbreitung finden. Im FabLab in Luzern wird eine Skulptur per Drucker und Laptop hergestellt. Apple Watch: Gerüchteweise soll im März auch die Apple Watch kommen. Noch gibt es aber keine verbindlichen Informationen zum genauen Zeitpunkt. Gesten- und Sprachsteuerung: Manche Fernseher, Notebooks, Spielkonsolen und sogar Smartphones sind bereits mit einer Gestensteuerung ausgestattet. Richtig Sinn macht sie aber nur dann, wenn man das Gerät aus irgendwelchen Gründen nicht auf herkömmliche Weise bedienen kann. Auch bei der Sprachsteuerung in Smartphones und Smartwatches ist 2015 durchaus noch Raum für Verbesserungen vorhanden.

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Neben iPhones, Galaxys und anderen Smartphones, die im Jahresrhythmus neu lanciert werden, wird es 2015 auch einzigartige, überraschende sowie lange herbeigesehnte Neuheiten geben (siehe Bildstrecke). So bringt Apple voraussichtlich im März endlich die Apple Watch, während wohl auch Microsoft ins Geschäft mit den Cyber-Brillen einsteigen wird.

Virtual-Reality-Headsets wie die Samsung Gear VR oder die Oculus Rift werden sich im neuen Jahr vermutlich einer wachsenden Fangemeinde erfreuen. Voraussetzung ist jedoch, dass gleichzeitig entsprechende Inhalte, also Games und Filme, verfügbar sind. Ansonsten bleiben die Brillen für virtuelle Reisen nicht mehr als eine zeitlich begrenzt attraktive Spielerei.

Allgemein sollen die Wearables 2015 gemäss den IT-Analysten von Canalys so richtig durchstarten. Schon bald dürfte beispielsweise die HTC-Smartwatch kommen, erst etwas später dürfte das Armband Cicret Bracelet fertig entwickelt sein, das ohne Display auskommt und stattdessen einen Screen auf den Unterarm projiziert.

Datenbrillen und Windows 10

Um die Datenbrillen wie Google Glass ist es in letzter Zeit ruhig geworden. Offiziell wird die Google-Brille noch nicht in der Schweiz verkauft. Es ist anzunehmen, dass dies erst mit der Entwicklung einer neuen Version der Fall sein wird. Zudem sollen auch andere Hightech-Brillen wie etwa die Smart Eye von Sony gegen Ende des Jahres auf den Markt kommen. Weiter sollen 2015 sowohl ein riesiges Apple iPad mit 12,2-Zoll-Display als auch ein Microsoft Mini-Surface lanciert werden.

Das neue Windows 10 wird 2015 für viele PC-Nutzer die Top-Neuheit darstellen – sowohl für jene, die von XP oder Windows 7 aufrüsten und Windows 8 auslassen wollen, als auch für jene, die von Windows 8 auf Windows 10 upgraden. Windows 10 kommt im Spätsommer oder Herbst 2015.

Unerfüllte Wünsche

Die Digital-Welt wird wohl auch 2015 vergebens auf einen Fernseher von Apple oder wirklich flexible Bildschirme warten. Vorboten für flexible Displays gibt es allerdings schon bald: Mit dem Galaxy Note Edge bringt Samsung zu Beginn des Jahres schon mal ein Gerät, das ein seitlich gekrümmtes Display hat.

Noch länger warten muss man wohl auch auf eine einwandfrei nutzbare Sprach- und Gestensteuerungen sowie auf Akkus, die ein Smartphone auch bei intensiver Nutzung nicht nur einen Tag, sondern mindestens eine Woche mit Energie versorgen können.

Internet der Dinge und audiovisuelleres Web

Kaffeemaschinen und Bügeleisen mit Internetanschluss: Das Marktforschungsunternehmen Gartner prophezeit für 2015 einen deutlichen Anstieg der netzwerkfähigen Geräte in allen Lebensbereichen. Neben der privaten Verwendung von Produkten, die über eine eigene IP-Adresse verfügen, soll das Internet der Dinge vor allem auch im geschäftlichen Umfeld digitale Produkte und Prozesse verbinden. Gartner spricht denn auch nicht mehr nur vom «Internet of things», sondern vom «Internet of everything».

Ebenfalls soll der 3-D-Druck wichtiger werden – sowohl in der Industrie als auch in biomedizinischen Anwendungen und bei Privatnutzern. In den sozialen Medien würden künftig audiovisuelle Inhalte – also Videos und Musik – wichtiger. Dies prophezeit das E-Marketing-Unternehmen Emarsys in seiner Technologie-Prognose für 2015.

(ray)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Geronimo am 30.12.2014 09:01 Report Diesen Beitrag melden

    Google Glass...

    wird sich für Privatkunden nicht durchsetzen können. Und wenn dann nur in sehr abgespeckter Version. Sprich keine automatische Aufnahmefunktion, nicht verwendbar während des Autofahrens etc...Ansonsten können die Nutzer mit Klagen überhäuft werden. Die Chance ist eher grösser, dass in Zukunft das Smartphone während des Autofahrens komplett aus dem Sichtbereich entfernt werden muss, da immer mehr Leute sich davon ablenken lassen.

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  • Patrik am 30.12.2014 09:47 Report Diesen Beitrag melden

    Die grösste Inovation für 2015 fände ich

    wenn die Menschen wieder mehr miteinander kommunizieren würden. Und damit meine ich nicht über Smartphones, Skype, E-Mail, Google Glass oder VR-Brille. Sondern ganz einfach von Mund zu Mund mit Augenkontakt. Ich befürchte allerdings, viele haben diese Form der Kommunikation bereits verlernt.

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  • Johnny Smith am 30.12.2014 09:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wer weiss schon, was morgen ist?

    Auch schon vor Jahren hiess es, Natel? braucht man nicht! Es hiess, Smartphone? habe ein Natel! braucht man nicht! Was die Zukunft bringt und sich durchsetzen wird wissen wir erst morgen oder übermorgen. Ob die Gegenstände wirklich benötigt und lebenswichtig werden ist eine andere Frage. Fortschritt kommt und lässt sich nicht aufhalten, ob die Entwicklung gut ist oder schlecht, darüber lässt sich streiten.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • GabeN am 31.12.2014 16:55 Report Diesen Beitrag melden

    Das Wichtigste fehlt auf der Liste...

    Half-Life 3 fehlt auf der Liste ;-)

    • GabeN 4President am 31.12.2014 19:26 Report Diesen Beitrag melden

      Wunderbar!

      Alles was noch fehlt ist wirklich HL3

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  • Andi Haus am 31.12.2014 15:26 Report Diesen Beitrag melden

    Keine neureungen in Sichtweite

    die meisten Gadgets wird es nie geben, wie Cicret Bracelet das wird nicht möglich sein. Und nein einen funktionierenden Prototypen gibt es nicht. Zudem soll der Serien Stückpreis dann bei 700 000 Dolar liegen. Wo sind die neuigkeiten? Das Flexdisplay wir schon seit Jahren geworben und ist für handys unnütz. Was mehr kommen wird ist 3D Druck für zuahuse und uach da sist ein alter Hase. Der Beta.Ray wurde vergessen. Das ist Innovation.

  • OdinX am 31.12.2014 14:53 Report Diesen Beitrag melden

    Oculus ist tot

    Da Oculus von Facebook gekauft wurde, ist das Projekt für mich gestorben. Aber vielleicht macht Sony ja was schönes aus ihrer VR-Brille, wär mir bedeutend lieber. Auf jeden Fall werde ich niemals etwas von Facebook kaufen.

  • Klaus am 31.12.2014 01:48 Report Diesen Beitrag melden

    und wo bleibt die Arbeitserleichterung?

    Welchen Vorteil hat es wenn ich auf meinem Mobile sehe das die Waschmaschine läuft??? Also ich habe bestimmt Technik ohne Ende... aber es muss halt auch Vorteile haben und nicht ablenken... und irgendwie ist es immer mehr Ablenkung als Nutzwert was die Amis da als Trends abwerfen.

  • angelika am 30.12.2014 20:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    starke akkus smartphones

    Alles irgendwie ins internet bringen, schneller, kleiner,besser, stärker machen aber dabei wird vergessen das smartphones eine maximale akkulaufzeit von nur einem tag haben. Die sollten eher da was kurbeln

    • Anna am 30.12.2014 21:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Leg es weg

      Dann benutzt es weniger!!!

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