Gedankenkraft

16. Juli 2017 20:54; Akt: 16.07.2017 20:54 Print

Telepathie? In acht Jahren soll das Realität werden

Gedankenübertragung mit einem Helm oder einer Kappe soll zur Realität werden. Eine renommierte US-Forscherin will das Projekt jetzt realisieren.

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Mary Lou Jepsen ist eine Unternehmerin aus den USA und hat in den letzten Jahren unter anderem für Google, Facebook und Intel gearbeitet. Sie hat einen Doktortitel, hatte eine Professur am MIT und kam auf die «Time»-Liste der 100 einflussreichsten Personen der Welt. Ausserdem hält sie über 100 Patente.

Umfrage
Hätten Sie gerne eine solche «Gedankenkappe»?
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Insgesamt 351 Teilnehmer

Seit 2016 widmet sie sich einem Projekt namens Openwater. Ziel ist es, ein Magnetresonanztomographiegerät, das heutzutage etwa so gross wie ein Zimmer ist, so zu schrumpfen, dass es in einem Helm oder einer Kappe Platz findet. Ein tragbares MRT-Gerät wäre aber nicht nur für medizinische Zwecke gedacht, sondern auch als eine neue Art der Kommunikation.

Die «Gedankenkappe»

«Mit MRT können wir heute schon sehen, an was für Worte man gerade denkt, was für Bilder man im Kopf hat oder welches Lied gerade innerlich läuft», sagt Jepsen gegenüber dem Sender CNBC. «Alles, was wir machen, ist, diese Technologie zu schrumpfen», sagt sie.

Diese «Gedankenkappe», wie sie Jepsen nennt, soll aber nicht nur das Kommunizieren mit Gedankenkraft ermöglichen, sie soll auch bei kreativen Prozessen helfen. «Stellen Sie sich vor, Sie sind ein Filmemacher und könnten den Traum, den Sie letzte Nacht hatten, einfach herunterladen. Designer hingegen könnten Objekte, an die sie denken, direkt dreidimensional ausdrucken.»

Neuralink und Facebook

Allerdings könnte ein solcher Apparat auch gebraucht werden, um in die Gedanken einer anderen Person einzudringen. Deshalb soll die Kappe nur dann funktionieren, wenn der Träger willentlich die Gedanken freigibt.

Jepsen ist nicht die Einzige, die zurzeit ein solch ambitioniertes Projekt verfolgt. Anfang Jahr stellte Tesla-Gründer Elon Musk seine neue Firma Neuralink vor, die ähnliche Ziele hat. Facebook teilte mit, dass man ebenfalls an einem vergleichbaren Gerät arbeite.

(tob)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Müller am 16.07.2017 21:19 Report Diesen Beitrag melden

    Super!!!

    Das letzte von meiner Privatsphäre auch noch Publik machen.

  • der sträuner am 16.07.2017 21:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    klug?

    wer weiss wie intelligent es ist, geträumtes bei bewusstsein nochmals anzusehen.. nicht umsonst vergisst man das meiste! könnte recht psycho werden

  • Be Obachter am 16.07.2017 21:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Lustig - Ich bin dann weg

    Die Leute werden in Zukunft eh fern gesteuert. Das Händy ist nur der klitze kleine Anfang.

Die neusten Leser-Kommentare

  • R. S. am 17.07.2017 23:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Reisen in Windeseile

    Lieber ein Wunschhütchen mit welchem ich mich wo ich will in die Ferien biemen kann Ohne das Flugi die Bahn oder das Auto zu benutzen. Aber nicht telepathisch sondern Physisch

  • EMM am 17.07.2017 21:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zitat

    ((Ein tragbares MRT-Gerät wäre aber nicht nur für medizinische Zwecke gedacht, sondern auch als eine neue Art der Kommunikation)) Hmmm, man Verschweigt auch gerne mal den Militärischen Nutzen. Nun, Supreme Commander lässt grüssen.

  • Armin am 17.07.2017 15:36 Report Diesen Beitrag melden

    Tolle Erfindung, ...

    ... für Politiker, welche alle ziemlich sicher nicht mehr gewählt würden, wenn man ihre Gedanken sehen könnte.

  • PROLLTRASH am 17.07.2017 13:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    naja

    hat gedankenübertragung überhaupt einen vorteil? ich würde eher versuchen ein künstliches hirn zu schaffen um dann mit telephatie versuchen auf die extrem grossen datenmengen zugreifen zu können. da wären wir der künstlich3n intelligenz einen schritt näher.

    • andi am 17.07.2017 15:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @PROLLTRASH

      Für die Medizin würde es bestimmt einige Möglichkeiten bieten, z.b die Kommunikation mit Personen im koma/wachkoma

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  • kiki am 17.07.2017 12:49 Report Diesen Beitrag melden

    geldverschwendung

    Für solchen Mist bezahlen wir Forschungsgelder? Ihr forscht an der falschen Stelle! Forscht doch besser, wie wir menschen weniger egoistisch werden und mehr füreinander da sein könnten!Wie wir ohne Kriege leben könnten, wie wir MIT statt gegen die Natur leben lernen. Das sind wichtige Themen.

    • PROLLTRASH am 17.07.2017 13:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @kiki

      all das bringt die menscheit nicht weiter. damit etwas überleben kann muss etwas anderes sterben. anders gehts nicht. die plötzliche überbevölkerung wäre nur das kleinste problem bei deiner idee!

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