Geldwäsche-Vorwurf

29. Januar 2014 03:54; Akt: 29.01.2014 11:24 Print

Boss der virtuellen Börse verhaftet

US-Behörden haben in New York den Chef der Bitcoin-Börse Bitinstant festgenommen. Der Vorwurf: Geldwäsche in Zusammenhang mit dem Online-Drogenmarktplatz Silk Road.

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Charlie Shrem (l.) verlässt an der Seite eines Unbekannten das Bundesgericht in Manhattan am Montag, 27. Januar 2014. (Bild: Keystone/Louis Lanzano)

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Wie die New Yorker Staatsanwaltschaft bekannt gab, ist Charlie Shrem, Chef von Bitinstant, am Sonntag auf dem John F. Kennedy International Airport verhaftet worden. Shrem wird vorgeworfen, einem Komplizen virtuelles Geld – also Bitcoins – zur Verfügung gestellt zu haben. Dieser soll dann Nutzern der Drogenseite Silk Road beim Umtausch ihres Gelds in Bitcoins geholfen haben. Der mutmassliche Komplize Robert M. Faiella alias «BTCKing» wurde am Montag in seiner Wohnung in Cape Coral in Florida verhaftet.

Das als «eBay für Drogen» bezeichnete Silk Road ist eine E-Commerce-Plattform, die das FBI im vergangenen Oktober geschlossen hatte. Mittlerweile wird sie aber als Hidden Service im Tor-Netzwerk wieder ausgeführt. Den Beschuldigten wird neben Geldwäsche vorgeworfen, ohne Genehmigung Geldwechsel-Geschäfte betrieben zu haben. So sollen sie gemeinsam über eine Million Dollar von Silk-Road-Nutzern in Bitcoins umgetauscht haben. Des Weiteren soll Shrem seinem Komplizen aufgrund des Transaktionsvolumens Rabatte gewährt haben.

Faiella soll nach Angaben der Staatsanwaltschaft seine Untergrund-Wechselstube von Dezember 2011 bis Oktober 2013 betrieben haben, die Kooperation mit Bitinstant dauerte bis Ende 2012.

Charlie Shrem hat sich als Vizepräsident der Bitcoin Foundation einen Namen gemacht, einer Art Lobbygruppe für die Krypto-Währung Bitcoin. Bitinstant hat mittlerweile den Betrieb eingestellt, die Unternehmens-Website besteht nur noch aus einer weissen Seite.

Bei einer Verurteilung wegen organisierter Geldwäscherei drohen Shrem und seinem Komplizen Faiella bis zu 20 Jahre Haft.

(pst)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • rolf am 29.01.2014 07:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    die gefahr!

    bitcoins stellen eine gefahr für das hiesige monetäre system dar. dies ist der grund warum gegen bitcoinhändler vorgegangen wird.

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  • Urs Schlatter am 29.01.2014 09:04 Report Diesen Beitrag melden

    Unratsam

    so etwas musste ja kommen. Zuerst mal ordentlich push push push durch alle möglichen Nachrichtennetze und nun das! Der Bitcoin fällt bestimmt und die neuen Anleger machen verluste! Am besten man lässt die Finger davon!

  • Bürger Chris am 29.01.2014 11:46 Report Diesen Beitrag melden

    Wo sind all die Befürworter?

    In vergangenen Artikeln zu BitCoin erwähnte ich immer wieder, dass dies Kriminelle anlockt. Völlig anonym kann man da Geld herumschieben - mehrere "Konten" pro User, nicht zu identifizieren - perfekt für Kriminelle. Doch man ist über mich hergezogen ... und jetzt? Schaut euch an, wie das gesamte System "BitCoin" funktionieren möchte - das geht so einfach nicht. Um das zu erkennen braucht man weiss Gott keinen Doktortitel.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Kurt am 30.01.2014 05:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kriminelle banker

    Das zeigt wieder mal das banke die ersten sind, viele verwechseln hier auch was. Diese börse ist einer von vielen handelsplätzen und hat gar nichts mit bitcoins selber zu tun

  • Franz b am 29.01.2014 22:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Banker

    Bei kriminellen bankern wünscht man sich auch so ein forsches Vorgehen...

  • Bürger Chris am 29.01.2014 11:46 Report Diesen Beitrag melden

    Wo sind all die Befürworter?

    In vergangenen Artikeln zu BitCoin erwähnte ich immer wieder, dass dies Kriminelle anlockt. Völlig anonym kann man da Geld herumschieben - mehrere "Konten" pro User, nicht zu identifizieren - perfekt für Kriminelle. Doch man ist über mich hergezogen ... und jetzt? Schaut euch an, wie das gesamte System "BitCoin" funktionieren möchte - das geht so einfach nicht. Um das zu erkennen braucht man weiss Gott keinen Doktortitel.

    • Kurt am 30.01.2014 05:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Du verwechselts hier etwas

      Diese börse hat nichts mit bitcoins zu tun, hier werden sie nur gehandelt und ist eine von vielen. Jede interessante währung lockt kriminelle an, siehe schweizer franke und dollar. Das zeigt nur wieder die gier krimineller banker

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  • jörg derfriede am 29.01.2014 11:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Jörg

    20 jahre für son schmarn.. was hätte den ein Carlos bei denen erhalten? 2x lebenslänglich? Vielleicht. Und in der Schweiz? naja hier wird er weiter im Kampf gefördert.. sehr abschreckend hier. haha

  • Urs Schlatter am 29.01.2014 09:04 Report Diesen Beitrag melden

    Unratsam

    so etwas musste ja kommen. Zuerst mal ordentlich push push push durch alle möglichen Nachrichtennetze und nun das! Der Bitcoin fällt bestimmt und die neuen Anleger machen verluste! Am besten man lässt die Finger davon!