Zeitweilige Sperre

22. Dezember 2014 16:46; Akt: 22.12.2014 17:40 Print

Bestraft WhatsApp die Vielschreiber?

Wer zu vielen Nutzer dieselbe Nachricht schickt, könnte künftig von WhatsApp gesperrt werden. Mit zwei simplen Tricks kann man sich davor schützen.

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Elektronische Kettenbriefe, die mit den Worten enden «Sende dies an alle starken Frauen, die du kennst», «Gib mir einen Buchstaben und ich sage dir, wen du heiratest» oder «Wenn du diese Nachricht von mehr als fünf Freunden erhalten hast, bist du ein toller Mensch» haben einen gegen null zustrebenden Informationsgehalt. Zudem beanspruchen sie aufgrund einer Vielzahl sich wiederholender und nicht in den Zusammenhang passender Emojis, die den Text unterbrechen, viel Zeit zum Lesen.

Umfrage
Ärgern Sie sich über massenweise versandte unpersönliche Nachrichten bei WhatsApp?
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Insgesamt 13926 Teilnehmer

Kurz: Sinnentleerte Aufforderungen zur Verbreitung einer Nachricht via E-Mail, Facebook oder WhatsApp strapazieren die Nerven vieler User. Und die Absender sind beileibe nicht nur Jugendliche, die kaum das Teenageralter erreicht haben.

WhatsApp möchte einem Beitrag auf der Unternehmenswebsite zufolge nun gegen jene User vorgehen, die Spam oder Kettenbriefe verbreiten. In solchen Fällen soll künftig eine automatische Nutzersperre in Kraft treten. Schickt ein User zu viele Nachrichten an Personen, die seine Nummer nicht gespeichert haben, oder wird er innerhalb einer kurzen Zeitspanne von mehreren anderen Nutzern blockiert, kann er laut der Computerwebsite Chip vom Messenger gesperrt werden. Via WhatsApp selbst wird der fehlbare User über die Dauer seines Ausschlusses informiert.

So kann man sich vor einer Sperre schützen

Doch nicht nur gewerbsmässige Spammer sind gefährdet: Über die Festtage lassen zahlreiche schreibfaule Schweizer der ganzen Verwandtschaft und dem gesamten Freundeskreis dieselben Weihnachtsgrüsse oder Neujahrswünsche zukommen. In Zukunft kann auch das zu einer Sperrung führen.

Wer trotzdem seinem kompletten, auf WhatsApp vertretenen Umfeld mit nur einem Klick fröhliche Weihnachten oder einen guten Rutsch ins neue Jahr wünschen möchte, sollte die Broadcast-Funktion nutzen. Diese heisst «Neuer Broadcast» und ist in den Menü-Einstellungen zu finden. Danach kann man im Adressbuch alle WhatsApp-Kontakte auswählen, die eine Feiertagsnachricht erhalten sollen. Der Unterschied zu einem Gruppenchat ist dabei, dass die Adressaten nicht sehen können, wer ausser ihnen die festlichen Kurztexte, Verse, Bilder, Videos oder Sprachnachrichten ebenfalls zu Gesicht bekommt.

Bei WhatsApp-Unterhaltungen mit mehreren Teilnehmern gilt es zu beachten, dass die eigenen Kontaktdaten im Adressbuch aller Empfänger der Gruppe gespeichert sind. Ist dem nicht so, könnte die Nachricht von der Anwendung als Spam interpretiert werden, was schliesslich zu einer Sperrung führen könnte.

(sts)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Fabian am 22.12.2014 17:04 Report Diesen Beitrag melden

    richtig so

    Ist auch richtig so. Die Dummen sind die, die solche Nachrichten weiterleiten. Diese Art von Scamming ist schon seit Jahren bekannt, trotzdem leiten es viele weitere, weil sie meinen, dass sie bald eine Millionen gewinnen werden.

  • survivor am 22.12.2014 17:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ich habe überlebt.. trotz..

    ein Wunder das ich noch lebe, so oft wie ich all diese Kettenbriefe unterbrochen hatte..

  • Vanessa am 22.12.2014 16:53 Report Diesen Beitrag melden

    Ich schicke keine X-Mas Grüsse per Handy

    Das merkt in der Flut eh niemand und ist unpersönlich. Ich finde es so peinlich, wenn ich von jemanden Grüsse bekomme, von dem ich gar keinen Kontakt mehr habe. Kann man sich alles sparen!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Bia am 24.12.2014 20:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Immer diese Regeln...

    Ich mag diese Kettenbriefe auch nicht... Aber mal ehrlich; was mischen die sich überall ein! Ist doch jedem sein Problem wem man wie viele gleiche Nachrichten schreibt...

  • Raphi am 23.12.2014 22:23 Report Diesen Beitrag melden

    Telegram app

    Ich benutze auch telegram app, leider ist nicht so bekannt, schade.

  • hans peter am 23.12.2014 16:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    p2p verschlüsselung

    Whatsapp will doch eine p2p verschlüsselung einführen, dann können sie ja selber nicht mehr die nachrichten kontrollieren, wie wollen sie dann schauen wer kettenbriefe weiterschickt?

  • ... am 23.12.2014 13:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ...

    mein gott gehts noch schlimmer gerade in nem gruppenchat hat vielleicht nicht jeder die nummer des anderen geapeichert und wird dan vom whatsapp ausgeschlossen na viel spass dabei denke das wird nicht lange gehen und keiner benutzt mer whats app

  • Sandro, BE am 23.12.2014 10:43 Report Diesen Beitrag melden

    Account kann man löschen

    Neujahrswünsche an alle Kontakte sind eh uncool und unpersönlich. FB und Whatsapp ist ja freiwillig und kann jederzeit gelöscht werden wenn man nicht zufrieden ist. Keiner muss da mitmachen und die Sicherheitslücken sind nicht grösser als bei anderen Anbietern. Angriffe werden halt nur dort gestartet wo es am meisten User hat, weil dort der Schaden am höchsten ist. Jedem ist es selbst überlassen alternativen zu suchen und sms oder Threema (oder andere) zu benutzen. Ich habe kein FB aber mit Whatsapp bin ich bisher immer gut gefahren.