Der Mobil-Koloss

04. Januar 2013 20:40; Akt: 04.01.2013 23:44 Print

Darum hat Samsung die Nase vorn

von Oliver Wietlisbach - Nokia war 14 Jahre der grösste Handy-Hersteller. Apple prägte den Smartphone-Markt. Jetzt aber ist Samsung am Drücker – und die Südkoreaner sind weiter auf Expansionskurs.

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holt auf: Mit einem Werbebudget von bis zu 4 Milliarden Dollar gehört der südkoreanische Technologiekonzern bald zu den grössten Werbern der Welt. Der Wert der Marke beträgt 33 Milliarden Dollar. Damit ist Samsung der Aufsteiger des Jahres im Interbrand-Ranking der wertvollsten Marken. Die wertvollste Marke der Welt ist mit 77,84 Mrd. Dollar . Dafür investiert der Konzern über 3 Milliarden Werbedollar. liegt mit einem Markenwert von 76,57 Milliarden Dollar auf Rang zwei der Liste von Interbrand. Der Technologiekonzern aus Cupertino (Kalifornien) hat seinen Markenwert seit letztem Jahr um rekordmässige 129 Prozent gesteigert. Auf Rang drei schafft es . Der Markenwert der Firma beträgt 75,53 Mrd. Dollar. 26 Prozent an Wert zugelegt hat . Der Brand ist nun 69,73 Mrd. Dollar wert und belegt Rang vier wie letztes Jahr. Zwei Prozent an Wert verloren hat . Das reicht dem Hersteller von Software nur noch für den fünften Platz. Den Markenwert beziffert Interbrand auf 57,85 Mrd. Dollar. Neu in den Top 100 ist die Windelmarke . Der Neuling schaffte es auf Platz 34 mit einem Markenwert von 11,3 Mrd. Dollar. Auch wurde erstmals von Interbrand bewertet: Das Soziale Netzwerk startet auf Rang 69 der 100 wertvollsten Marken. Wert: 5,42 Mrd. Dollar. Grösster Verlierer 2012: Die Marke hat 39 Prozent an Wert eingebüsst und fällt vom 56. auf den 93 Rang zurück. Der Markenwert von BlackBerry wird auf 3,92 Mrd. Dollar geschätzt. Auch die gehört zu den grossen Verlierern: Die Schweizer Grossbank erscheint nicht mehr im Ranking der besten 100 Marken. 2011 belegte die UBS den 92. Platz. Mit der verliert sogar ein zweiter Schweizer Brand die Platzierung unter den Top 100. Der Finanzdienstleister verliert laut Interbrand seinen 94. Platz im Ranking. Teuerste Schweizer Marke ist nach wie vor mit einem Wert von über 11 Mrd. Dollar. Das reicht noch für Rang 35. 2011 war es noch Rang 30. belegt den 57. Platz. Der Markenwert der zweiten gelisteten Schweizer Firma beträgt 6,9 Mrd. Dollar. Die dritte Schweizer Marke unter den Top 100 ist die . Die Grossbank belegt Rang 95 mit einem Markenwert von 3,87 Mrd. Dollar. Der wertvollste Autokonzern ist . Die Japaner schaffen es mit einem Wert von 30,3 Mrd. Dollar auf Platz 10. Kanzlerin Merkel darf sich freuen. Die teuerste deutsche Marke ist mit über 30 Mrd. Dollar . Das reicht für Rang 11. Die wertvollste Marke aus dem Bereich Mode ist mit 23,6 Mrd. Dollar . Damit klassiert sich der französische Konzern auf Rang 17. schafft es als wertvollster Sport-Brand auf Platz 26 und verliert damit einen Platz im Vergleich zum Vorjahr. Der Markenwert beträgt 15,13 Mrd. Dollar. Die Bank mit dem höchsten Markenwert ist. Mit einem Wert von 11,5 Mrd. Dollar liegt das US-Finanzinstitut auf Rang 32.

Samsung ist die Nummer eins im Handy-Markt. Parallel steigt auch der Marken- und Aktienwert.

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2012 hat Samsung die Dominanz von Nokia gebrochen. Erstmals kommt der weltgrösste Mobiltelefon-Hersteller aus Asien und nicht wie die letzten 14 Jahre aus Europa. Bei uns steht die Marke Samsung für Unterhaltungselektronik wie Smartphones, Tablets oder TV-Geräte. Der Konzern mit rund 227 000 Mitarbeitern mischt aber auch in ganz anderen Branchen mit: Haushaltsgeräte, Versicherungen, Chemie, Schiff-und Motorenbau um nur die wichtigsten zu nennen. Selbst der älteste Vergnügungspark in Südkorea gehört zur Samsung-Gruppe.

Mit den Galaxy-Smartphones haben die Koreaner einen Volltreffer gelandet, die Marke Samsung erlangte weltweite Bekanntheit. Wer Anfang 2012 Samsung-Aktien gekauft hat, darf sich heute die Hände reiben. Rund 420 Millionen Handys und Smartphones soll der südkoreanische Mischkonzern 2012 verkauft haben.

2013 wird die Konkurrenz abgehängt

Im laufenden Jahr wollen die Asiaten die Konkurrenz endgültig abhängen. 510 Millionen Mobiltelefone sollen laut «Korea Times» 2013 in den Samsung-Farbriken von den Fliessbändern laufen, davon 390 Millionen Smartphones. Das wäre eine Steigerung von 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Etwas konservativer sind die Marktforscher von Gartner, die mit 250 bis 300 Millionen produzierten Smartphones im laufenden Jahr rechnen. Das gewaltige Tempo, das die Asiaten vorlegen, illustrieren die folgenden Zahlen: 2011 verkauften die Südkoreaner 97 Millionen Smartphones nach 24 Millionen 2010 und 0,6 Millionen 2009.

Samsung baut Produktion aus

Gemäss der koreanischen Zeitung nutzt Samsung für die künftig angestrebten Produktionsmengen Fabriken in Vietnam, China, Indien und Korea. Um die Produktionskosten zu senken und die Lieferzeiten zu verkürzen, soll Samsung in den Bau weiterer Produktionsanlagen in Vietnam nochmals 2,2 Milliarden US-Dollar investieren. Mit diesem Tempo kann derzeit kein Konkurrent Schritt halten. Mit 28 Prozent Marktanteil bei den Smartphones hat Samsung dem Apple-Konzern (20 Prozent) in wenigen Jahren den Rang abgelaufen.

Zwar könnten vermutlich auch Apple und Nokia mehr Smartphones verkaufen, sie können aber derzeit schlicht nicht ausreichend Geräte fabrizieren. Das Problem zu geringer Produktionskapazitäten zeigt sich aktuell insbesondere bei Nokia. Das neue Flaggschiff Lumia 920 ist in zahlreichen Ländern gar nicht oder nur schwer zu bekommen. Treffen Nachlieferungen ein, erhalten die einzelnen Läden nur geringe Mengen.

Produktionsprobleme bei Nokia?

Bereits Mitte Dezember berichteten asiatische Medien, dass Nokia nur 20 000 Lumia 920 pro Tag in seinen chinesischen Fabriken herstellen könne, also monatlich lediglich 600 000 Geräte. Da die Finnen mit allen Mitteln Marktanteile gewinnen wollen und müssen, kann die These verworfen werden, dass Nokia das Angebot künstlich verknappt.

Im Internet machen daher Spekulationen die Runde, dass Nokia die Nachfrage unterschätzt und logistisch falsch geplant habe. Denkbar ist zudem, dass es bei der Produktion einen Flaschenhals gibt. Kann nur ein Bauteil nicht in genügend grosser Menge besorgt werden, verzögert sich die Herstellung des ganzen Smartphones. Das Tech-Portal bgr.com mutmasst daher, dass Nokia zuwenig Prozessor-Einheiten vom Chip-Hersteller Qualcomm geliefert bekommt.

Apple strebt die Kontrolle an

Da Samsung und Apple derzeit mit Abstand am meisten Komponenten kaufen, werden sie von den Zulieferern vermutlich bevorzugt. Kleinere Hersteller wie Nokia, Sony oder HTC haben daher das Nachsehen, wenn Apple oder Samsung auf Einkaufstour sind. Smartphone-Titan Samsung hat zudem den Vorteil, wichtige Teile wie Prozessoren oder Displays selbst zu fabrizieren. Auch Apple geht daher immer mehr den Weg, möglichst viele Bauteile selbst herzustellen, um die Abhängigkeit von Zulieferern (wie Samsung) zu verringern.

Mit eigenen Produktionsstätten, der Übernahme von Zulieferfirmen und Verkaufsstellen wie den Apple Stores, können die Smartphone-Hersteller die Kontrolle über den Produktions- und Verkaufsprozess erlangen. Die Strategie birgt jedoch auch Gefahren: Eigene Fabriken und Läden verursachen auf lange Zeit hohe Fixkosten. Bricht die Nachfrage ein, fallen die Kosten weiter an, da eigene Produktionswerke oder Verkaufsstellen nicht ohne Weiteres abgestossen werden können.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Alex Diener am 05.01.2013 11:39 Report Diesen Beitrag melden

    Note 2

    Ich bin seeeehr zufrieden mit dem zur Zeit besten Smartphone, dem Galaxy Note 2. Das Teil ist so gut, Apple könnte das nicht mal kopieren.

    einklappen einklappen
  • ueli am 04.01.2013 22:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    hallo

    I love Samsung.. habe alles von Samsung

    einklappen einklappen
  • Phil am 04.01.2013 22:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zu Gross für die Hose

    Solange es noch kein Jeans gibt mit soo grossen Hosentasche vorne, bleibe ich beim iPhone.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Joe Temeno am 07.01.2013 19:05 Report Diesen Beitrag melden

    Antwort

    Samsung hat die Nase vorn, weil man für 1.-- (jetzt bei Sunrise) 2 Handy bekommt. Das Galaxy SIII und das Mini dazu. Kein Wunder dominiert Android und Samsung den Markt! Geiz ist Geil und Gratis!

  • Think Diffrent am 07.01.2013 18:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Monopol

    Samsung,das neue Microsoft ?

  • P. Mezenen am 07.01.2013 08:37 Report Diesen Beitrag melden

    Alternative

    Ich verwendete schon viele verschiedene Smartphones über längere Zeit und war bis dato eigentlich äusserst begeistert von Samsung und dem Betriebssystem Android. Ich bastelte Tagelang an der Software und individualiserte sie ständig aufs Neue.Schlussendlich war ich aber nie länger als 1 Woche zufrieden um dann wieder alles zu ändern. Das iPhone erlaubte solches gar nicht im gleichen Verhältnis, lief aber stets flüssig und stabil.Trotzdem konnte ich mich nie mit dem Hardware-Technischen aus Cupertino anfreunden.Seit einigen Wochen besitze ich nun das Nokia Lumia 920 hey-in allem total Zufrieden

  • Compli am 07.01.2013 00:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Update

    Mir ist es egal wer was besser findet der eine einen Apfel der andere das Samsung soviel dazu würde Samsung auch für das S 2 regelmässig updates bringen hätten sie auch mehr Käufer kenne welch mit einem gebrannten Phone mit Android 4.0.4 schon sei 2 Monaten und die un-gebratenen haben's bis heute noch nicht jedenfalls bei mir nicht zudem werden die S2 dann auch auf 4.1 mega warten müssen wie immer zumal die no-branding bin am überlegen ein anderes zu kaufen zb Win-Phone

  • Simu am 06.01.2013 22:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Es gibt kein "bestes" Gerät

    Für jeden ist das gerät das beste womit der einzelne am besten klar kommt! Ich hatte vor Apple immer Samsung und Nokia Geräte. So wie Android und Windows. Damit war ich auch immer zu frieden. Jedes gerät hatte auch seinen eigenen nutzen. Durch jahrelanger Nerverei und Überzeugungsversuchen meines Umfeldes das Apple 1000 trillareden mal besser als alles andere ist hab ich mir ein Iphone 5 gekauft. Da das alte Abo auslief. Und hab mich selbst davon überzeugt und bin auch hier voll zufrieden. Vielleicht hol ich mir in 2 Jahren ja in Firefoxphone ;).