Spätes Geständnis

31. Oktober 2013 16:29; Akt: 31.10.2013 16:48 Print

Beute der Adobe-Hacker war noch viel grösser

Der illegale Netzwerk-Zugriff beim US-Softwarehersteller Adobe war fast 13-mal schlimmer als angenommen: Statt nur 3 sollen rund 38 Millionen Kunden betroffen sein.

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Eine Adobe-Sprecherin versucht den illegalen Zugriff auf Kundendaten zu relativieren. Ein schwacher Trost für die 38 Millionen Betroffenen. (Bild: Colourbox)

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Bereits Anfang Monat wurde bekannt, dass bei einem Cyber-Angriff auf den US-Softwarekonzern Adobe Daten von knapp drei Millionen Kunden gestohlen wurden. Entwendet wurden unter anderem Namen, verschlüsselte Nummern von Kredit- und Kundendaten sowie Informationen über Bestellungen. Ausserdem waren auch Quellcodes einiger Produkte abhanden gekommen. Nun hat das Unternehmen gemäss dem Gadget-Blog «Gizmodo» zugegeben, dass in Wahrheit rund 38 Millionen Kunden betroffen seien.

Adobe-Sprecherin Heather Edell relativiert den Vorfall etwas. Die Hacker hätten bei ihrem Grossangriff «viele ungültige oder inaktive IDs und die Daten von Testzugängen» gestohlen. Dennoch waren auch zahlreiche Kunden mit aktiven Zugangsdaten betroffen.

Konto muss nun überwacht werden

Auch die Tatsache, dass die gestohlenen Passwörter verschlüsselt waren, scheint kein Grund für Entwarnung zu sein, denn Adobe hat Betroffene bereits per E-Mail über mögliche Folgen gewarnt. So erging es auch einem unserer Leserreporter. Er hatte vom Konzern eine Nachricht erhalten, er solle sein Passwort ändern. Dies musste er nicht nur bei Adobe tun, sondern bei sämtlichen Webseiten, auf denen er denselben Code verwendet. Dem Hacker-Opfer wurde geraten, sein Konto «bezüglich unerwarteter Buchungen zu überwachen, die auf Betrug und Identitätsdiebstahl hinweisen könnten».

(sts)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • hr. Hässig am 31.10.2013 17:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Adobe

    ist seit CC nur noch gierig nach dem Geld der User. innovatives liegt schon lange zurück.

  • Fred am 31.10.2013 16:57 Report Diesen Beitrag melden

    Was für eine Diletanten-Firma

    Adobe kriegt nichts mehr hin und dümpelt technologisch noch in den 90ern: Fehler werden verschwiegen oder relativiert, Produkte wie Flash diletantisch ge-updatet oder die Acrobat-Produkte proprietär zugemüllt. Die Firma überlebt so wohl nicht mehr lange, Wie schön, dass es immer bessere Alternativen gibt.

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  • Niedi am 31.10.2013 21:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    NSA

    Da hat wohl die NSA zu offensichtlich gearbeitet

Die neusten Leser-Kommentare

  • Dani am 01.11.2013 00:18 Report Diesen Beitrag melden

    Das meiste erfährt gar niemand.

    Solche Angriffe passieren dauernd, und werden verharmlost oder verheimlicht. Aber als Sony beim Play Station Netz Kundendaten gestohlen wurden, gab es ein riesiges Theater. Dies obwohl dort keine Kreditkartendaten abhanden kamen oder keine Missbräuche der Daten bekannt wurden. Aber dran kommt halt die Firma, die am meisten in den Medien zerrissen wird. Naja bei Adobe war es ja schon immer klar dass die keinen Wert auf Sicherheit legen, man merkt es bei den unzähligen Sicherheitslücken in ihrer Software.

  • Anton Becker am 31.10.2013 22:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hoffnung

    Ich hoffe, sie verkaufen die komplette Suite an einer vernünftigen Firma und machen den Laden dicht.

  • Niedi am 31.10.2013 21:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    NSA

    Da hat wohl die NSA zu offensichtlich gearbeitet

  • hr. Hässig am 31.10.2013 17:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Adobe

    ist seit CC nur noch gierig nach dem Geld der User. innovatives liegt schon lange zurück.

  • Fred am 31.10.2013 16:57 Report Diesen Beitrag melden

    Was für eine Diletanten-Firma

    Adobe kriegt nichts mehr hin und dümpelt technologisch noch in den 90ern: Fehler werden verschwiegen oder relativiert, Produkte wie Flash diletantisch ge-updatet oder die Acrobat-Produkte proprietär zugemüllt. Die Firma überlebt so wohl nicht mehr lange, Wie schön, dass es immer bessere Alternativen gibt.

    • Cédric Günther am 31.10.2013 18:14 Report Diesen Beitrag melden

      HTML 5

      genau! ich sag nur HTML 5!

    • Heinrich VIII am 31.10.2013 20:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Flash, Dreamweaver usw.

      Absolut richtig! Der Kauf der sehr guten Produkte von Macromedia genügt halt nicht alleine - es braucht halt auch noch etwas Hirn und Kreativität!

    • Lorena Mürrner am 31.10.2013 22:20 Report Diesen Beitrag melden

      So ist es.

      Und spätestens mit CC sägen sie mit Gewalt an dem Ast, auf dem sie noch sitzen. Wer will schon die totale Abhängigkeit von einer Firma? Nö. Ich will Software die a) funktioniert und b) mir gehört, wenn ich dafür bezahlt habe. Etwas anderes kommt mir nicht ins Haus! Byebye Adobe! Das war's!

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