Dank Bitcoins

29. Oktober 2013 23:53; Akt: 30.10.2013 15:24 Print

Norweger kauft Wohnung für 26 Franken

2009 hat ein Student umgerechnet 26 Franken in die Kryptowährung Bitcoin investiert. Mittlerweile ist er (fast) Millionär. Vom Gewinn hat er sich eine Wohnung in Oslo gekauft.

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Digitale Goldgrube: Ein Norweger hat rechtzeitig in die digitale Währung Bitcoin investiert und nun mächtig abgesahnt. (Bild: NRK)

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Von einer solchen Rendite können wohl viele nur träumen. Mit einer kleinen Investition von 150 Norwegischen Kronen (rund 26 Franken) in die kryptografische Währung Bitcoin hat ein junger Norweger ordentlich Kasse gemacht. 2009 erfuhr der Student erstmals von der virtuellen Währung. Aus Neugier kaufte er sich für die 26 Franken 5000 Bitcoins, vergass aber im Lauf der Zeit, dass die Bitcoins noch in seinem digitalen Portemonnaie lagen.

Erst als Anfang 2013 viele Medien die dezentrale Währung thematisierten, erinnerte sich der Norweger an seine Investition, wie die Webseite NRK berichtet. Für den Studenten hat sich die Investition als digitale Goldmine entpuppt. Die 5000 Bitcoins sind nun rund 5 Millionen Kronen wert (knapp 760'000 Franken). Davon hat sich der junge Norweger nun eine schicke 3-Zimmer-Wohnung in Oslo gekauft, berichtet NRK.

Dezentrale Währung

Bitcoin ist eine im Internet gehandelte Währung, die auf die Idee des Programmierers mit dem Pseudonym Satoshi Nakamoto aus dem Jahr 2008 zurückgeht. Kernelement von Bitcoin ist, dass die digitale Währung von keiner Zentralbank kontrolliert wird. In den vergangenen Jahren stiegen Verbreitung und Beliebtheit - und auch der Kurs gegenüber dem Dollar.

Auch waren die virtuellen Münzen immer wieder Thema in den Medien. Bitcoin und andere digitale Währungen standen in der Kritik, da sie zur Geldwäscherei und Finanzierung illegaler Geschäfte genutzt wurden. Anfang Oktober haben amerikanische Behörden den illegalen Drogenumschlagplatz Silkroad geschlossen. Auf der Seite im sogenannten Deep Web bezahlten die Kunden ihre Einkäufe mit Bitcoins. Die Polizei beschlagnahmte mehrere Millionen Dollar in Form der digitalen Währung und verhaftete den mutmasslichen Seitenbetreiber.

Auch in der Schweiz befasst man sich derzeit mit Bitcoins. Letzte Woche zeigte sich der Bundesrat bereit, die Risiken der unregulierten, digital generierten Währung zu untersuchen. Er befürwortet ein entsprechendes Postulat.

Automat spuckt Bitcoins aus

Am Dienstag wurde nun der weltweit erste Bitcoin-Geldautomat in Kanada in Betrieb genommen. Damit können Bitcoins fortan unkompliziert gegen kanadische Dollar getauscht werden. Auch umgekehrt ist ein Wechsel möglich. Um Missbrauch vorzubeugen, müssen sich Nutzer aber erst per Handflächen-Scan am Gerät anmelden. Eine Tageslimite soll für noch mehr Schutz sorgen. Produziert wird der Automat von der US-Firma Robocoin. Weitere Automaten in Kanada sollen folgen.

Hersteller Robocoin erklärt, wie der Bitcoin-Kauf funktioniert.

(tob/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • SuisseP am 30.10.2013 07:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Stellt euch vor...

    Stellt eich vor er hätte damals 1000.- Franken investiert...

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  • vAl am 30.10.2013 08:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gut

    Wenigstens verdienen die Banken nichts mit Bitcoins!

    einklappen einklappen
  • Böller am 30.10.2013 00:53 Report Diesen Beitrag melden

    Wie gehts das ?

    Wie beschlagnahmt man eigentlich digitales Geld ? Ist ja nicht so dass man das wegtragen kann ^^

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Leser am 31.10.2013 17:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Naja! Nicht bewundernswert!

    Zeigt nur, wie krank unser Finanzsystem ist, dass sowas überhaupt geht, mehr nicht!!

  • TimoS am 31.10.2013 13:00 Report Diesen Beitrag melden

    Schneeballsystem par exellence

    Diese BitCoins kommen mir vor, wie ein Schneeballsystem. Wer streicht die Franken ein für die BitCoins, und warum? Da kann man ebenso WIR nehmen, die sind genau so ein Unding.

  • Lumière am 31.10.2013 00:12 Report Diesen Beitrag melden

    Solch ein Glück

    haben nur die wenigstens. Ich gönne es ihm. :-) Dennoch werde ich von der digitalem Wärung die Finger lassen. Wenn ich bedenke, wie damals viele in Second Life ihre Existenz aufgebaut haben, von den Einnahmen sehr gut leben konnten und anschliessen, als Second Life an Popularität verloren hat, sehr viele in die Armut gestürzt sind, kann man nur eins sagen: Digitale Verdienstmöglichkeiten sind flüchtig. Dennoch beobachte ich interessiert die Entwicklung von Bitcoin. Ich will auch einmal mal nicht recht haben ;-)

  • Descher Hans am 30.10.2013 20:13 Report Diesen Beitrag melden

    Invest in die Zukunft?!

    Bin bereits vor der vergangenen "Blase" im April 2013 in Bitcoins eingestiegen, widerstand dem Herdentrieb und habe nicht verkauft. Ich vertraue in Bitcoins und halte diese langfristig. In 10 Jahren sind sie entweder sehr viel oder gar nichts mehr wert... es macht jedenfalls mehr Spaß als Lotto spielen ;) Der Bitcoin-Automat ist jedenfalls der Schritt in die richtige Richtung, d.h. in den Mainstream: Es muss viel einfacher werden, an Unter gibt es eine empfehlenswerte Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Erwerb von Bitcoins

  • Hans Klarsicht am 30.10.2013 18:22 Report Diesen Beitrag melden

    Hoffentlich erkennen die Menschen.

    Die Vorteile von Bitcoin. Vor allem, dass es wesentlich ehrlicher ist als unsere jetztigen Schuldenwährungen. Erkundigt euch bitte was Bitcoin genau ist und wie es funktioniert. Ich hoffe, dass immer mehr Menschen erkennen wie genial das System arbeitet und es nicht erlaubt wie in der jetzigen Fiatwährungsystemen, dass Banken bei einem eingelagerten Franken diesen Mehrfach auszugeben (so funktioniert das Kreditwesen, denn keine Bank hat tatsächlich soviel Geld wie es als Kredit vergibt. Im Grunde vergibt die Bank lediglich ein Versprechen jemandem das Geld zu geben). Informiert euch, bitte.