Rrrrt, rrrrrrrrrt, rrrrt

26. August 2012 20:07; Akt: 27.08.2012 11:18 Print

So sah das Internet vor 10 Jahren aus

Desktop-PC, Windows XP und hässliche Webseiten mit blinkenden Bildchen: Das war das Internet vor zehn Jahren. Facebook? YouTube? Fehlanzeige! Ein Blick in die Web-Vergangenheit.

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Die Infografik «The Internet A Decade Later» fasst zusammen, wie unser digitales Leben 2002 war und wie es zehn Jahre später aussieht. In der Diashow zeigen wir, wie sich das WWW und mit ihm bekannte Schweizer Websites in einer Dekade gewandelt haben. 2002 war der Internet Explorer noch der Volksbrowser. Heute graben ihm Chrome von Google und Firefox von Mozilla das Wasser ab. 2002 war weltweit erst knapp jeder Zehnte online. Zehn Jahre später surft ein Drittel der Erdbevölkerung im Web. Täglich 46 Minuten verbrachten wir vor der Facebook-Ära im Netz. Heute sind es vier Stunden. Erinnern Sie sich an Napster, die erste grosse Musiktauschbörse? Im Durchschnitt dauerte es 12 Minuten, bis ein Song die Festplatte erreichte. Eine Webseite war nach rund 16 Sekunden vollständig geladen. Friendster war eines der ersten grossen sozialen Netzwerke. Die Gründer freuten sich 2002 über drei Milionen Nutzer. Ein Pappenstiel im Vergleich zu den 900 Millionen Facebook-Nutzern. Dank neuer Webtechnologien wie HTML 5 sind heutige Websites kaum mehr mit ihren Vorgängern aus dem Jahr 2002 zu vergleichen. Die allseits bekannte SBB-Site im Jahr 2002 und ... ... die aktuelle Version. 20 Minuten Online in dem vor zehn Jahren noch verbreiteten Tabellen-Layout (der Screenshot ohne Story-Bilder stammt vom Web-Archiv-Projekt archive.org) ... ... und im aktuellen Look. Der «Blick» anno 2002 ... sowie zehn Jahre später im neuen Gewand. Die «Neue Zürcher Zeitung» hatte bereits vor zehn Jahren eine optisch ansprechende Seite. Das Design wurde Mitte 2012 rundum erneuert. Die meistbesuchte Webseite der Schweiz ist seit Jahren das Bluewin-Portal. Hier die Ausgabe von 2002. Frischzellenkur:So kommt das Portal von Swisscom zehn Jahre später daher.

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2002 gab es zirka drei Millionen Websites und erst einer von zehn Erdenbewohnern hatte Internet. Wir verbrachten 46 Minuten täglich im Internet, warteten 12 Minuten, bis ein einzelner Song den Weg von Napster auf den Desktop-PC mit Windows XP fand und 95 Prozent von uns benutzten den Internet Explorer von Microsoft (siehe Diashow). Das soziale Netzwerk Friendster freute sich über unglaubliche drei Millionen User und der kriselnde Apple-Konzern versuchte mit dem iMac G4 an bessere Zeiten anzuknüpfen.

Die Erde rotierte noch ohne Youtube und Twitter um ihre eigene Achse und der damals erst 18-jährige Mark Zuckerberg hatte keinen Schimmer, dass er zehn Jahre später CEO eines börsenkotierten Konzerns mit 900 Millionen Nutzern sein würde. In der Schweiz versuchte die Swisscom erfolglos, die Bevölkerung mit WAP für «mobiles Internet» auf dem Handy zu begeistern und die damals mächtige Unterhaltungsindustrie verdiente sich mit dem Verkauf von CDs und DVDs noch eine goldene Nase.

Dramatischer Wandel in nur einer Dekade

2012 gibt es 515 Millionen Websites und jeder dritte Mensch hat Internetzugang. Der Internet Explorer ist mit rund 40 Prozent Marktanteil noch immer der beliebteste Browser, aber er hat mit Chrome (28 %), Firefox (25 %) und Opera (6%) starke Konkurrenz bekommen. Täglich verbringen wir vier Stunden im Netz und iTunes oder Spotify laden einen Song in 18 Sekunden herunter.

Facebook hat Pioniere wie Friendster, MySpace und StudiVZ längst verdrängt und Apple ist innerhalb einer Dekade vom Pleitekandidaten zum wertvollsten Konzern der Geschichte aufgestiegen. 2012 hat das Internet den Sprung vom Desktop-PC in die mobile Welt der Smartphones und Tablets geschafft und Googles mobiles Betriebssystem Android läuft auf sechs von zehn Smartphones.

Die animierte Info-Grafik «The Internet A Decade Later» von bestedsites.com zeigt die dramatische Wandlung des Internets in nur zehn Jahren.

(owi)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • beni am 27.08.2012 09:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    artikel in den bildern

    wer hat alles die artikel aus den bildern durchgelesen? :D

  • leila bürgi am 27.08.2012 08:01 Report Diesen Beitrag melden

    veränderung?

    die blick.ch seite sieht meiner meinung nach noch genau so schlecht aus, wie dies 2002 der fall war...

  • Rudolf Häni am 26.08.2012 21:25 Report Diesen Beitrag melden

    Ich will wieder eine Sidebar!

    Ob bluewin, blick, 20min oder nzz, ich will wieder diese Sidebars zurück. Wenn man damals ein Fussballresultat nachschauen wollte war das so einfach: Man schaute auf der sidebar nach Sport, Fussball, Superleague... und da waren die resultate. Heute klicke ich oben auf Sport und dann suche ich erst mal einige Minuten bis ich dann endlich das resultat habe.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Samson am 29.08.2012 10:17 Report Diesen Beitrag melden

    Pionier ??

    ?? Seit wann ist StudiVZ ein Pionier von Facebook ?? ZITAT: Facebook hat Pioniere wie Friendster, MySpace und StudiVZ ... Soweit ich mich erinnere hatte StudiVZ doch Facebook optisch wie auch technisch kopiert gehabt. PS: Es gibt auch ein Leben ohne Facebook !!!

  • Blake am 27.08.2012 22:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    blue win

    Chch mit dieser Bluewin seite habe ich mich damals sehr vertraut gemacht. Ist schon wahnsinn was sich alles geändert hat :-)

  • M. W. am 27.08.2012 18:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    6 Sekunden?

    Wer braucht denn heute sechs Sekunden um eine Webseite zu laden? Das geht ja sogar mit dem Handy schneller. Ich zweifle ein wenig an all diesen Daten.

    • Dani K. am 27.08.2012 23:06 Report Diesen Beitrag melden

      Vollständig heisst alles

      Es gibt halt immer noch Web-Designer ohne Ahnung die Ihre Sites mit HiRes-Bilder & Animationen und sonstigem Spam überladen und nicht alle Server können den Ansturm bewältigen. Zudem heisst es vollständig geladen.

    • Lukas Müller am 28.08.2012 12:01 Report Diesen Beitrag melden

      Zurecht

      Sie zweifeln zurecht, diese Daten stimmen nur teilweise. Es gab viel mehr als 3 Millionen Websites, auch sonst stimmen die Daten nicht so richtig.

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  • Mario Heeb am 27.08.2012 14:01 Report Diesen Beitrag melden

    Modern Times

    Also ganz allgemein waren die Webseiten früher robuster. Klar waren sie einfacher, aber sie haben wenigstens immer und schnell reagiert. Was ich heute an stotternden Filmen, Flash-Abstürzen, Server-Nicht-Erreichbar-Meldungen, auseinander gefallenen Layouts etc. zu sehen bekomme ist des Jahres 2012 nicht würdig.

  • Sabi B. am 27.08.2012 13:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bessere Kindheit?!?

    Ich bin gut OHNE Internet und Natel usw. gross geworden! Ich hatte eine riesen Freude an meinem Game Boy! Ich konnte mich als Kind sehr gut Stundenlang mit mir selber beschäfftigen, drausen in der Natur, die heutigen Kinder können das nicht mehr! Ohne PC, IPad und Natel usw. läuft nicht mehr viel bei ihnen. Die Technik hat auch viele Schattenseiten!

    • no joe am 27.08.2012 15:57 Report Diesen Beitrag melden

      der ist gut

      Gameboy.... das war ja genau der Anfang vom portablen digitalen Spielen. Wir hatten gerade mal einen Fernseher, mehr gabs in meiner frühen Kindkeit nicht. Wobei der Fernseher schon viel Zeit verbrauchte ;) und dann der erste Compi, ein Atari B-)

    • Simone am 27.08.2012 21:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Richtig

      Genau so ist es!

    • Ruben am 27.08.2012 23:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      ??!

      Was genau willst Du mit diesem Argument sagen, dass wir Teens der neuen Generation uns nicht mehr draussen unterhalten können?

    • Lukas Müller am 28.08.2012 12:04 Report Diesen Beitrag melden

      @ Sabi B.

      Sie sind goldig, motzen dass die heutigen Kinder nicht ohne PC, iPad oder Natel auskommen, haben aber selber GameBoy gespielt. Das ist doch dasselbe! Auch heute können die Kinder noch normal aufwachsen, MIT diesen Dingern.

    • AnoD am 28.08.2012 12:14 Report Diesen Beitrag melden

      Sie haben Recht...

      Ich sehe heute kaum Kinder draussen spielen, vor allem in meiner Wohngegend wo es für jeden Wohnblock einen riesen Spielplatz gibt. Ich war den ganzen Tag draussen mit Freunden spielen oder natürlich mit dem GameBoy, aber da musste man sich treffen um zusammen spielen zu können. Natürlich habe ich auch TV gesehen, aber nicht so übertrieben wie heute oder FB, war viel besser ohne. Schade, mir bleibt die Erinnerung als "90s Kids will know" ;)

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