Datenklau

21. Januar 2014 14:38; Akt: 21.01.2014 17:25 Print

Hacker knacken Millionen E-Mail-Konten

In Online-Shops und sozialen Netzwerken haben Cyberkriminelle Millionen deutsche E-Mail-Adressen und Passwörter geklaut. Die Regierung hat eine Warnung herausgegeben.

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Betroffene sollten ihren Computer digital säubern und Zugangsdaten für ihre Online-Profile ändern, empfiehlt das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik. (Symbolbild)

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Hacker haben in Deutschland nach Behördenangaben rund 16 Millionen E-Mail-Adressen und zugehörige Passwörter gestohlen. Der Diebstahl wurde bei der Analyse eines Botnetzes, eines Netzwerkes aus infizierten Computern, entdeckt.

Wie die Angreifer genau an die Daten gelangten, sei unklar, teilte das deutsche Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) am Dienstag mit. Forschungseinrichtungen und Strafverfolgungsbehörden seien auf 16 Millionen kompromittierte Benutzerkonten gestossen und hätten die Daten an das BSI übergeben. Mehr als die Hälfte der gefundenen Mailadressen endeten auf .de und hätten daher wahrscheinlich Internetnutzern aus Deutschland gehört, sagt Tim Griese vom BSI.

Sind Sie betroffen?

Die Behörde hat eine Website eingerichtet, auf der Nutzer überprüfen können, ob sie betroffen sind. Internetnutzer können dort ihre E-Mail-Adresse eingeben, die dann mit den Daten abgeglichen wird. Bei einem Treffer bekommen die Nutzer eine Nachricht an die angegebene Adresse.

«Wenn das passiert, ist Ihr Rechner wahrscheinlich mit einer Schadsoftware infiziert», sagt Griese. Die Nachricht des BSI enthalte Tipps, was in diesem Fall zu tun sei. Weil noch ermittelt werde, wollte das BSI keine weiteren Angaben zur Quelle der Daten machen.

Die Datensätze könnten auf gekaperte E-Mail-Konten hindeuten. Doch die Kombination aus E-Mail-Adresse und Passwort wird häufig auch zum Anmelden bei anderen Diensten benutzt, etwa für Online-Netzwerke oder Shopping-Seiten. Betroffene sollten ihren Computer digital säubern und Zugangsdaten für ihre Online-Profile ändern, empfiehlt das BSI.

Update 17.20 Uhr: Die von den deutschen Behörden eingerichtete Website zur Überprüfung, ob die eigene E-Mail-Adresse betroffen ist, ist mittlerweile unter der Last der Anfragen zusammengebrochen. «Es wird schon daran gearbeitet. Die Kapazitäten werden gerade erhöht», sagt BSI-Pressesprecher Tim Griese gegenüber Spiegel.de.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Andreas Kraus am 21.01.2014 15:14 Report Diesen Beitrag melden

    Website

    Wie genau heisst dies "Website" die eingerichtet wurde, denke dass wäre doch noch Hilfreich zu erfahren

    einklappen einklappen
  • M. B. am 21.01.2014 15:08 Report Diesen Beitrag melden

    Link?

    Wie wäre es mit einem Link zu dieser Kontroll-Website?

    einklappen einklappen
  • E-Mail Nutzer am 21.01.2014 15:07 Report Diesen Beitrag melden

    und wo...

    "Die Behörde hat eine Webseite eingerichtet..." Gibt es einen Link/Namen dazu?

Die neusten Leser-Kommentare

  • Stee am 22.01.2014 15:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gebau

    Wieso weiss die Behörde ob meine Adresse betroffen ist oder nicht?? Niemals würde ich auf dieser Seite meine Mailadresse eingeben..

  • Steff am 22.01.2014 14:48 Report Diesen Beitrag melden

    Ich verstehe die Aufregung nicht

    was sind schon diese 16 Millionen Mailadressen? Die NSA hat die Zugansdaten inkl. Passwörter zu all unseren Mail-Konten, Bankkonten, Amazon Konten, eBay Konten etc. gestohlen. Das stört anscheinend niemanden, obwohl jeder x-beliebige NSA Mitarbeiter auf Kosten eines beliebigen Bürgers weitere Straftaten begehen oder sein Bankkonto plündern kann.

  • E.Meyer Schweiz am 21.01.2014 18:00 Report Diesen Beitrag melden

    Hacker

    Ich kann bloss staunen, wie clever die Jungs sind! Alle Achtung und weiter so!

  • Sandra.P am 21.01.2014 17:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Link

    Mann muss auf das blau geschriebene " eine webseite eingerichtet" klicken. Dann kommt die Seite zum testen

  • gewusst wie am 21.01.2014 17:32 Report Diesen Beitrag melden

    Erklärung

    laden lassen bis Zeitüberschreitung kommt, dann wird die Adresse angezeigt. STRG und D dann kann man sich nen Link machen (bei Win7) und später nochmal probieren wenn die Server wieder oben sind